Allgemeine Chemie
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Alt 26.07.2010, 22:34   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Dispersionsfarben

Hallo,
Ich muss mich aufgrund meiner Facharbeit über Dispersionsfarben informieren. Besonderer Schwerpunkt wird auf Polymere/Kunstoffe in den Farben gelegt.
Leider bin ich im Internet trotz langer Suche auf relativ wenig Material gestoßen. Deshalb wollte ich fragen ob sich entweder jmd von euch gut mit diesem Themengebiet auskennt, Quellen/Literaturstellen weiß oder irgendwelche Ideen Hat wie ich an Literatur herankommen könnte.
Über jegliche Hilfe bin ich schon im vorraus sehr Dankbar.
Sven
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Alt 27.07.2010, 14:33   #2   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Dispersionsfarben

Nun da musst du aber was sehr spezielles suchen, sonst:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dispersionsfarbe

http://de.wikipedia.org/wiki/Bindemittel

Hier noch was "offizielles":
http://wecobis.iai.fzk.de/cms/content/site/wecobis/lang/de/Dispersionsfarben


weitere Stichwörter:

Acrylate, Styrolacrylat, PVA (Polyvinylacetat), VeoVa, PUR, EP ......



Wenn Du spezifische Fragen zu den Sachen hast, dann mal raus damit.
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Michael

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Alt 27.07.2010, 16:01   #3   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
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Beiträge: n/a
AW: Dispersionsfarben

Danke erst einmal für die Seiten, sie haben mir weitergeholfen!!
Wenn ich von bestimmten Farben den Polymergehalt gerne wissen würde muss ich dann bei der jeweiligen Firma nachfragen oder gibt es auch noch andere Möglichkeiten dies zu erfahren?
Ich melde mich betimmt bald noch einmal mit spezielleren Fragen, die sicherlich auftreten werde.
Danke schon im Vorraus
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Alt 27.07.2010, 22:11   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Dispersionsfarben

Zitat:
Zitat von Chemistrie Beitrag anzeigen
Wenn ich von bestimmten Farben den Polymergehalt gerne wissen würde muss ich dann bei der jeweiligen Firma nachfragen oder gibt es auch noch andere Möglichkeiten dies zu erfahren?
Die werden kaum damit rausrücken.
Bevorzugter Bindemittelgehalt: möglichst wenig.

Gruß,
Franz
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Alt 27.07.2010, 22:14   #5   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Dispersionsfarben

Zitat:
Zitat von Chemistrie Beitrag anzeigen
Wenn ich von bestimmten Farben den Polymergehalt gerne wissen würde
Der Dispersfarbstoff hat mit dem Polymergehalt des Kunststoffes nichts zu tun. Präzisiere bitte Deine Frage.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2010, 22:18   #6   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Dispersionsfarben

Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
Der Dispersfarbstoff hat mit dem Polymergehalt des Kunststoffes nichts zu tun. Präzisiere bitte Deine Frage.
Es geht um Dispersionsfarben (das Zeug, mit dem man Wände und Decken anstreicht), nicht um ähnlich genannte Farbstoffe...

Gruß,
Franz
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Alt 28.07.2010, 09:51   #7   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Dispersionsfarben

Da hat FK schon recht, möglichst wenig. Das Zeug ist teuer und im Moment teilweise schwer zu kriegen.

Ein bischen kann man sich nach dem Glanz und der Nassabriebbeständigkeit richten. Je höher, desto mehr Bindemittel (gilt aber nur ganz generell, gibt viele Tricks, das so aussehen zu lassen ). Und schliesslich der Preis, je teurer desto hochwertiger. Aber auch hier aufgepasst, Schlechtes muss nicht billig sein

Ansonsten hilft nur Gewichtsfestkörper und Aschegehalt bestimmen, dann liegt man dicht dran (abzüglich Additive und Verdicker etc.)
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Michael

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Alt 28.07.2010, 11:05   #8   Druckbare Version zeigen
Daos Männlich
Mitglied
Beiträge: 351
AW: Dispersionsfarben

Eine Sache die ich dazusagen kann: Farben, die im Baumarkt für 10 € der Kübel (10 l) angeboten werden, sind blickfest.

Glanz ist zwar ein guter Punkt aber nur teilweise Richtig:
Glanz wird zwar zum einen durch die Dispersion (Bindemittel) erzeugt, aber auch durch feinteilige Füllstoffe (TiO2, feinteilige CaCO3, feine Kaoline etc.)

Ab einem mittleren Glanzgrad handelt es sich eher um Latexfarben (wobei der Name nicht viel über die Qualität aussagt...)

Nimm etwas Farbe (5g), trockne sie etwa 1 h bei 105°C und wiege erneut. So erhältst du den Anteil Wasser, der in der Farbe enthalten ist. Anschliessend bei 450°C etwa 3 h lang heizen, damit du ausrechnen kannst, wieviel organisches Zeugs da drin war (hauptsächlich Bindemittel).
__________________
Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum. Aber Planung ist besser, da man aus dem Irrtum lernen kann.

Manche Männer beschäftigen sich ihr halbes Leben damit, Frauen zu begreifen. Andere befassen sich mit weniger komplizierten Dingen, wie zum Beispiel der Relativitätstheorie. (Albert Einstein)
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Alt 29.07.2010, 08:17   #9   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Dispersionsfarben

Zitat:
Zitat von Daos Beitrag anzeigen
Eine Sache die ich dazusagen kann: Farben, die im Baumarkt für 10 € der Kübel (10 l) angeboten werden, sind blickfest.

Glanz ist zwar ein guter Punkt aber nur teilweise Richtig:
Glanz wird zwar zum einen durch die Dispersion (Bindemittel) erzeugt, aber auch durch feinteilige Füllstoffe (TiO2, feinteilige CaCO3, feine Kaoline etc.)

Ab einem mittleren Glanzgrad handelt es sich eher um Latexfarben (wobei der Name nicht viel über die Qualität aussagt...)

Nimm etwas Farbe (5g), trockne sie etwa 1 h bei 105°C und wiege erneut. So erhältst du den Anteil Wasser, der in der Farbe enthalten ist. Anschliessend bei 450°C etwa 3 h lang heizen, damit du ausrechnen kannst, wieviel organisches Zeugs da drin war (hauptsächlich Bindemittel).
Das der Glanz nicht generell eine Aussage über den Dispersiongehalt gibt, hatte ich ja schon extra erwähnt.

Bei Füllstoffen (nicht Mattierungsmittel wie Diatome!) ist nicht die Primärpartikelgrösse das wichtigste, sondern die Menge im Verhältnis zum Bindemittel (PigmentVolumenKonzentration = PVK). Das bewirkt eine Glanzreduzierung.

Die normalerweise eingesetzten Füllstoffe in Wandfarben liegen bei d50 = 30 µm maximal. Geht man von einem Verbrauch von 8 m2/l und einem Volumenfestkörper von 33% aus, sind das ca. 40 µm Trockenschichtdicke. Damit sind die Füllstoffe auf jeden Fall in der Bindemittelmatrix eingebunden und stehen nicht aus dem Anstrichfilm heraus. Dies geschieht erst, wenn man die Pigment-Volumen Konzentration über die kristische Grenze hinaus anhebt und nicht mehr alle Pigemnt-/Füllstoffpatikel umhüllt werden können.

Der Festkörpergehalt wird übrigens nicht mit 5 g sondern nur mit 1 g bestimmt, um die Retention von flüchtigen Stoffen zu minimieren. Im neuesten Normentwurf sind 30 Minuten bei 140°C ebenfalls empfohlen. Beide Methoden erfordern aber eine gute Analysenwaage.
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mib777 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2010, 08:26   #10   Druckbare Version zeigen
fraggle Männlich
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Beiträge: 3.128
AW: Dispersionsfarben

die sache kann man aber auch ausnutzen um ansatzweise eien idee vom bindemittelgehalt zu bekommen:

Ich nehme eine definierte menge farbe x und verdünne diese. anschliessend wird das ganze dann zentrifugiert. es erfolgt eine trennung in die phase a (bindemittel, lösemittel) und die phase b (pigment, füllstoffe). Nun kann man einige bestimmungen durchführen:
mit der phase b kann ich zur not den pigmentgehalt bestimmen.
mit der phase a nach oben beschriebenen festkörpertest den bindemittelGEWICHT. Dieses gewicht entspricht nach mBM/mfarbe gesamt ohne verdünnung dem bindemittelanteil in %.

es ist nicht penibel genau, aber schon mal ein guter hinweis.
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fraggle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2010, 08:33   #11   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Dispersionsfarben

Jetzt gehts aber an Eingemachte.
Nun muss er neben der Analysenwaage auch noch eine schnelle Zentrifuge besorgen.

Aber die Methode geht auch gut. Ausserdem kann man dadurch das Bindemittel isolieren und nach dem trocknen zur bestimmung mal durch ein IR jagen. Ich schaue unserer Konkurrenz gerne mal über die Schulter
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mib777 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2010, 08:38   #12   Druckbare Version zeigen
fraggle Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.128
AW: Dispersionsfarben

Zitat:
Zitat von mib777 Beitrag anzeigen
Jetzt gehts aber an Eingemachte.
Nun muss er neben der Analysenwaage auch noch eine schnelle Zentrifuge besorgen.

Aber die Methode geht auch gut. Ausserdem kann man dadurch das Bindemittel isolieren und nach dem trocknen zur bestimmung mal durch ein IR jagen. Ich schaue unserer Konkurrenz gerne mal über die Schulter
er kann es auch selber in die hand nehmen und mehrere stunden drehn

sooo viele unterschiede gibt es da ja nicht... obwohl mir in der einen oder anderen firma ja erzählt wurde, dass dispersionsfarben ganz anders gemacht werden...
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fraggle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2010, 08:52   #13   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Dispersionsfarben

Zitat:
Zitat von fraggle Beitrag anzeigen
er kann es auch selber in die hand nehmen und mehrere stunden drehn

sooo viele unterschiede gibt es da ja nicht... obwohl mir in der einen oder anderen firma ja erzählt wurde, dass dispersionsfarben ganz anders gemacht werden...
Das gibt auf jeden Fall eine gute Armmuskulatur.

Wie kann man denn Dispersionsfarben anders machen? Ich höre ja gern neue Ideen
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mib777 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2010, 08:56   #14   Druckbare Version zeigen
fraggle Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.128
AW: Dispersionsfarben

Zitat:
Zitat von mib777 Beitrag anzeigen
Das gibt auf jeden Fall eine gute Armmuskulatur.

Wie kann man denn Dispersionsfarben anders machen? Ich höre ja gern neue Ideen
keien ahnung, aber sie meinten, dass die technik, die ich ihnen erzählt hab völlig absurd ist und das ganz anderes gemacht wird. vielleicht beziehen sie den mondschein und das perihel mit ein *schulterzuck*
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Alt 29.07.2010, 16:33   #15   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Dispersionsfarben

Zitat:
Zitat von fraggle Beitrag anzeigen
sie meinten, dass die technik, die ich ihnen erzählt hab völlig absurd ist
Was hast Du denen denn erzählt?

Gruß,
Franz
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