Allgemeine Chemie
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Alt 12.07.2003, 00:49   #1   Druckbare Version zeigen
Tomboy Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1.555
Wasser

Zitat:
Mir hat einer erzählt, das wenn man
Wasser auf 6000°C erhitz, dann entsteht daraus ein Metall. Was sagt du dazu? Er konnte es nicht erklären.
Quelle: Mail einer guten Freundin und Ex-Stammkurskameradin
Okay, dass ein richtiges Metall entsteht, möchte ich mal ausschließen, aber kann es bei so hohen Temperaturen vielleicht zu metallischen Eigenschaften führen? Wie nennt man so einen Zustand? Was sagt ihr dazu?
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"Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht." (Georg Christoph Lichtenberg)
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Alt 12.07.2003, 09:03   #2   Druckbare Version zeigen
Pauni Männlich
Mitglied
Beiträge: 493
Also ich würde da viel eher erwarten, dass Wasser in H2 und O2 zerfällt... Die Energie, die mit 6000°C (!) verbunden ist, müsste auch für H und O-Radikale, etc. locker reichen! Das mit den metallischen Eigenschaften glaube ich eigentlich nicht.

Aber z.B. Kohlenstoff hat je nach Temperatur halbmetall. und metall. Eigenschaften. Bei ca. 500°C gehen die halbmetall. Eigenschaften bevorzugt in die metall. Eigenschaften bezüglich des spez. Widerstandes über...
__________________
Pauni
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Alt 12.07.2003, 10:26   #3   Druckbare Version zeigen
minutemen Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.865
wenn man schon von materie unter extremeren bedingungen spricht, gehört dazu auch immer die angabe des druckes.

aber mal davon ab: ein metall ist wasser unter diesen umständen ganz gewiss nicht. abgestellt wurde sicher auf die zunehmende leitfähigkeit - stichwort ist "plasma". dazu wurde hier schon einiges im forum gesagt, google sollte auch unerschöpfliche mengen an infos liefern.
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Alt 12.07.2003, 11:59   #4   Druckbare Version zeigen
4hooves Männlich
Mitglied
Beiträge: 136
Vielleicht ist auch entfernt metallischer WasserSTOFF gemeint? Der Jupiterkern soll bei enorm hohem Druck damit bedeckt sein.
siehe dazu: www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/jupiter.html unter dem ersten Absatz, der mit "O" beginnt.

4hooves
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Alt 12.07.2003, 12:01   #5   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
"flüssiger metallischer Wasserstoff"...
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Alt 12.07.2003, 13:07   #6   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Wasserstoff soll unter hohen Druck & Temperaturen metallische Eigenschaften zeigen...

Aber flüssig ist da nix mehr..


Gruß
Adam
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Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
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Alt 12.07.2003, 13:31   #7   Druckbare Version zeigen
4hooves Männlich
Mitglied
Beiträge: 136
Wieso nicht?
4h
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Alt 12.07.2003, 15:32   #8   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
flüssig & metallisch

Ganz schnell ein paar Links gefunden:

http://ruby.chemie.uni-freiburg.de/Vorlesung/nichtmetalle_2_1.html

http://www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-forschak/date/24.4.2002/listfull.html

http://theorie2.physik.uni-erlangen.de/research/overview_ger.html

Gruß,
Franz
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Alt 12.07.2003, 15:44   #9   Druckbare Version zeigen
Firefighter  
Mitglied
Beiträge: 851
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Pauni
Also ich würde da viel eher erwarten, dass Wasser in H2 und O2 zerfällt... Die Energie, die mit 6000°C (!) verbunden ist, müsste auch für H und O-Radikale, etc. locker reichen! Das mit den metallischen Eigenschaften glaube ich eigentlich nicht.
Ja, laut eines Handbuches reichen dafür 1500°. Das kann beim Löschen (z.B. Metalle, Glühende Kohle, Kaminbrände) zu großen Problemen führen. Aber schon bei niedrigerer Temperatur setzt die Rückreation ein.

Bei sehr hohen Temperaturen werden Stoffe zu Plasma (ionisiertem Gas) bestehenen aus Elektronen und Kationen. Vielleicht ist das damit gemeint. Ähnlich sind Metalle aufgebaut. Aber Wasser ist das dann nicht mehr. Und bei Normaldruck ist das auch niemals flüssig.
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Alt 14.07.2003, 15:05   #10   Druckbare Version zeigen
4hooves Männlich
Mitglied
Beiträge: 136
Mmmmm...
Entweder liegt es an mir, oder wir haben noch ein bisschen amüsanten Schwachsinn gefunden.

Unter FKs http://www.dradio.de/cgi-bin/es/neu...2/listfull.html

heißt es: "Ab einem bestimmten Druck fallen die Moleküle quasi auseinander, und es bildet sich metallischer Wasserstoff. Die Atomkerne des Wasserstoffs bilden ein Kristallgitter"
Und etwas später: "Durch die frei beweglichen Elektronen wird der Wasserstoff elektrisch leitfähig und insofern metallisch. Jupiter besitzt also einen flüssigen Metallkern" Was denn jetzt?
4h
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Alt 14.07.2003, 15:14   #11   Druckbare Version zeigen
minutemen Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.865
das ist kein amüsanter schwachsinn, sondern die recht populärwissenschaftliche ausgedrückte formulierung für die bildung des berühmten metallischen wasserstoff.
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Alt 14.07.2003, 17:34   #12   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Na ja, ein flüssiges Kristallgitter hört sich irgendwie seltsam an...

Gruß,
Franz
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Alt 14.07.2003, 17:52   #13   Druckbare Version zeigen
minutemen Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.865
das hatte ich überlesen - in der tat, das sich summa summarum ergebende "flüssige kristallgitter" ist schachsinn.
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Alt 14.07.2003, 18:10   #14   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Vielleicht meint man ein "flüssiges Metallgitter". Ist zwar auch irgendwie hirnrissig, aber immerhin behalten flüssige Metalle ihre metallischen Eigenschaften, auch wenn das Kristallgitter nicht mehr existiert.

Könnte übrigens eine evtl. peinliche Frage für einen Lehrer/Dozenten/Prof sein, der erzählt, dass Metalle aus einem Gitter aus Kationen bestehen, zwischen denen das Elektronengas umherschwirrt...

"Un wat is, wenn dat Metall geschmolzen is?"
(Brei aus Kationen, zwischen denen das Elektronengas herumschwirrt?)

Gruß,
Franz
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Alt 15.07.2003, 08:53   #15   Druckbare Version zeigen
weisermann Männlich
Mitglied
Beiträge: 167
Irgendwie ist die Vorstellung äußerst reizvoll.
Wasser und flüssig und metallisch und....wie kommt ihr eigentlich auf flüssig geschweige denn auf Wasser--> es geht doch bei den Temp. nur mehr um die Atome, eigentlich um die Ionen und Elektronen. Wenn man sich das Metallmodell ansieht, wäre das schon irgendwie möglich. Nur wie sollen die Teilchen beisammenbleiben? Sie wurden ja durch die zugeführte Energie (Hitze) getrennt und zwar nicht aus einer Verbindung, sondern aus dem Atom selbst!! H+ e-! Wie sollen da die pos. Rümpfe des Metalls zusammenbleiben, wenn nur ein kleines lustiges e-Gas als Zusammenhalt herumschwirrt!?

Gruß
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cogitatio arcana bonorum
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