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Alt 07.06.2010, 16:23   #1   Druckbare Version zeigen
Dodger Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
Polarität von Lösungsmittelgemischen

Moin Leute,

ich kaue jetzt ne ganze Weile an einem Problem rum, und kann noch nicht mal richtig entscheiden in welches Unterforum ich schreiben muss um die richtige Hilfe zu erhalten, deswegen jetzt allgemeine Chemie

Ich verwende verschiedene Lösgungsmittelmischungen und möchte die anhand ihrer Polarität ordnen und charakterisieren. Gibt es eine Formel mit der ich die Polarität ausrechnen kann, z. B. über Stoffmengen- oder Volumenanteile und tabellierte Werte? Oder würdet ihr in solch einem Fall lieber über die Dielektrizitätskonstante gehen? Ich meine es kann ja sein, dass zu viele Wechselwirkungen die Reduzierung auf einen einzelnen Zahlenwert zu kompliziert machen.

Ich habe auch schonmal eine gute Formel in einem GC-Buch gefunden, leider bezog die sich auf eine sehr alte Skala und Glycerin kam nicht darin vor.

Ich verwende z. B. Glycerin/EtOH/Wasser in verschiedenen Zusammensetzungen und gebe Chloroform, Aceton und andere Lösungsmittel dazu. Jetzt hatte ich gehofft durch verschiedene Rechnungen halt die Polaritäten bestimmen zu können und dadurch auch Aussagen über die Mischbarkeit/Ähnlichkeit einiger Gemische treffen zu können. Ich habe das Problem, dass ich zwar für alle Stoffe Polaritätswerte finde, aber leider halt aus unterschiedlichen Skalen.

Kann mir jemand einen Denkanstoss in die richtige Richtung geben? Ein Buch oder Journal wo ich nachlesen könnte wäre optimal

Danke schonmal
Dodger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 17:08   #2   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.408
Blog-Einträge: 122
beispielsweise

H. Langhals: Polarität binärer Flüssigkeitsgemische, Angew. Chem. 94 (1982) 739
M.J. Kamlet, J.L. Abboud, R.W. Taft: The solvatochromic comparison method. 6. The p* scale of solvent polarities, J. Am. Chem. Soc. 99 (1977) 6027

den Namen Taft könnte man in dem von Dir gesuchten Zusammenhang aber schon mal gehört haben sollen.
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.06.2010, 14:25   #3   Druckbare Version zeigen
Dodger Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Polarität von Lösungsmittelgemischen

Danke schonmal, das hat meinen Arbeitstag bisher mal wieder gut ausgefüllt.

Das Langhals paper habe ich schon vor einer ganzen Weile verworfen, da es zwar eine allgemeine Formel liefert, diese jedoch Parameter enthält die man durch ein Rechenprogramm von vor über 30 Jahren das nirgends zu finden ist bestimmen muss. Außerdem behandelt es ja binäre Mischungen, was bei meinem ternären Glycerin/EtOH/Wasser System nicht ganz passt. Sollte mir jedoch jemand dieses Progamm (POLAR) in einer für heutige Rechner lesbaren Version zur Verfügung stellen können, würde ich das natürlich gerne ausprobieren. Ich wäre sehr dankbar und vermutlich auch mit diesem Themenkomplex endlich durch.

Die eingangs von mir erwähnte Formel lautete:

{P_{Mischung}^' = P_1^' \cdot \varphi_1 + P_2^' \cdot \varphi_2 +...+ P_n^' \cdot \varphi_n}

mit {P_n^'} = Polaritätsparameter nach Tabelle und {\varphi_n} = Volumenanteil der Komponente n


Diese Formel hat meiner Ansicht nach den großen Vorteil, dass sie auf beliebig viele in der Mischung vorhandene Komponenten ausgedehnt werden kann. Leider sind nicht alle Werte in der Skala (Snyder) vorhanden.

Ich habe mir jedoch gedacht, wenn ich einen additiven Zusammenhang bei den Mischungen habe, muss das doch auch stimmen wenn ich die Zahlen nur anders nenne, also auf eine andere Skala ausweiche. Wenigstens die qualitative Aussage, Trends bzw. ein Vergleich untereinander sollte doch möglich sein, die physikalischen Grundlagen ändern sich ja nicht nur weil ich die Polarität jetzt a statt b nenne. Oder überseh ich da was wichtiges?

Von Taft hab ich tatsächlich noch nie gehört und in dem (für mich) recht unverständlich geschriebenen paper habe ich auch nichts über Mischungen gesehen, aber der scheint ja auch nur die Reichardt ET(30) Skala zu benutzen. Der Vorteil ist, aus dieser Skala hab ich schon alle benötigten Werte gesammelt, denn irgendwie kommt man immer wieder auf sie zurück.
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ethanol, formel, glycerin, mischung, polarität

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