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Alt 07.06.2010, 11:51   #1   Druckbare Version zeigen
Indy Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Goldlegierungen auflösen

Hallo,

ich bin neu hier und habe gleich einige Fragen zu oben genanntem Thema: Goldlegierungen auflösen.

Problem: An einer Goldmünze aus 986er Gold ist eine Öse angelötet mit Goldlot (vermutlich Gold-Silber-Kupfer Legierung mit etwas Zinn/Zink). Das Goldlot soll aufgelöst werden, die Münze aber nicht beschädigt werden.

Um den Feingehalt einer Goldlegierung bestimmen zu können, verwenden Juweliere sogenannte Prüfsäuren für 333er, 585er, 750er und 900er Gold.

Die Prüfsäuren für 333er und 585er Gold bestehen aus mehr oder wenig konzentrierter Salpetersäure. Prüfsäure für 585er Gold besteht aus reiner Salpetersäure.

Aktuell liegt die Münze mit angelöteter Öse in techn. Salpetersäure (53%). Bisher wird die Münze nicht angegriffen, das Goldlot allerdings nur leicht. Bisher sind 3 Tage vergangen.

Ist es überhaupt möglich damit das Goldlot ohne Rückstände aufzulösen? Wenn ja, wie lange dauert das?

Eine andere Möglichkeit wäre Prüfsäure für 750iger Gold zu mischen (40 ml konz. Salpetersäure, 1 ml konz. Salzsäure, 15 ml Wasser). Meiner Meinung handelt es sich dabei um schwaches Königswasser.

Wird hierbei nur die Goldlegierung unter Au 750 angegriffen oder wird die Münze z.b. wegen Inhomogenitäten auch angegriffen?

Gibt es andere Möglichkeiten das Goldlot zu entfernen?

Würde mich über eure Antworten freuen. Vielen Dank dafür schon im Voraus.

mfg
Stephan
Indy ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 07.06.2010, 11:58   #2   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.837
AW: Goldlegierungen auflösen

Bevor du mit einer zu hoch konzentrierten Lösung die gesamte Münze angreifst,solltest du vielleicht mal bei einem Juwelier/Goldschmiede nachfragen,
wie sich das Lot entfernen läßt.Theoretisch sollte das 968er-Gold nicht von der Prüfsäure für 750er-Gold angegriffen werden,aber praktisch wäre mir das zu unsicher.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 13:04   #3   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: Goldlegierungen auflösen

Das Goldlot hat einen deutlich niedrigeren
Schmelzpunkt als die (fast) reine Goldmünze.
Demnach könnte man (ein Goldschmied) mit
einer Flamme das Lot schmelzen und die
Öse entfernen. Danach wäre weniger Lot
wegzuätzen und gleichzeitig die Oberfläche
des verbleibenden Lots größer.
Die ganze Problemstellung ist abolut empirisch,
da kann dir eigentlich nur ein Goldschmied
oder besser ein Chemiker bei der DEGUSSA
oder Doduco weiterhelfen (Gibt es die noch?)
Über eines mußt du dir aber klar sein:
die Fläche der Münze, die vom Lot benetzt war,
wird auf jeden Fall "anders" aussehen, denn das
"fließen" des Lots mit dem Grundmetall ist eine
Legierungsbildung im Bereich µm Tiefe.
Georg
DrGeorg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 14:09   #4   Druckbare Version zeigen
Indy Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
AW: Goldlegierungen auflösen

Danke für eure Antworten bisher.

Die Öse habe ich entfernt. Es sind noch ca. 30 % des Lotes vorhanden. Durch das Entfernen ist das Lot aufgebrochen, unter dem Mikroskop sieht die Bruchfläche sehr kupferfarben aus. An dieser Stelle ist leichte Blasenbildung durch die Salpetersäure zu erkennen.
Kann die Reaktion / Oxidation durch einen Katalysator z.B. Kupfer beschleunigt werden?

mfg
Stephan
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