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Alt 06.06.2010, 22:05   #1   Druckbare Version zeigen
Chemikerle  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 234
Achtung Fünf wichtige Fragen zu Batterien

Hallo!

Es geht um die Geschichte der Batterien.

1) Volta hat ja viele Experimente gemacht. Erst hat er ja Zink und Kupfer in eine Lösung mit NaCl getan. Dann hat er als Verbesserung nicht mehr eine NaCl-Lösung, sondern eine Schwefelsäure-Lösung genutzt. Warum ist die H2S04-Lösung besser?

2)Bei der Nickel-Cadmium-Batterie bleibt der Elektrolyt im Vergleich zu vorigen Batterien unverändert. Was ist der Vorteil daran? Greift der Elektrolyt sonst irgendwas an, oder was?

3) Sir Humphry Davy verband eine Batterie mit Kohleelektroden. Damit erzeugte er Licht? Wie denn das? Wozu die Kohleelektroden bzw. womit hat er die Elektroden verbunden?

4) Newman hat die Nickel-Kadmium-Batterien versiegelt. Was heißt das und was bringt das?

5) Cruickshank hat Kupferblätter verlötet? Was heißt das? Ich konnte leider keine passende Definition finden.
Chemikerle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 10:04   #2   Druckbare Version zeigen
M.T.  
Mitglied
Beiträge: 2.306
AW: Fünf wichtige Fragen zu Batterien

Zitat:
1) Volta hat ja viele Experimente gemacht. Erst hat er ja Zink und Kupfer in eine Lösung mit NaCl getan. Dann hat er als Verbesserung nicht mehr eine NaCl-Lösung, sondern eine Schwefelsäure-Lösung genutzt. Warum ist die H2S04-Lösung besser?
H+ Ionen aus der H2SO4 Lsg. können am Cu reduziert werden. Alternativ müßte O2 reduziert werden, der sich erst im Elektrolyten lösen muß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Voltasche_S%C3%A4ule
M.T. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 10:11   #3   Druckbare Version zeigen
M.T.  
Mitglied
Beiträge: 2.306
AW: Fünf wichtige Fragen zu Batterien

Zitat:
3) Sir Humphry Davy verband eine Batterie mit Kohleelektroden. Damit erzeugte er Licht? Wie denn das? Wozu die Kohleelektroden bzw. womit hat er die Elektroden verbunden?
Möglicherweise ist hier ein Kohlenfaden gemeint.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenfadenlampe
M.T. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 12:19   #4   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: Fünf wichtige Fragen zu Batterien

Zitat:
Zitat von M.T. Beitrag anzeigen
Möglicherweise ist hier ein Kohlenfaden gemeint.
Nein,
das ist die erste Kohlebogenlampe!
Ansonsten:
@Chemikerle
Wessen Fragen sind das?
Geht es um eine Prüfung?
Georg
DrGeorg ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 07.06.2010, 12:59   #5   Druckbare Version zeigen
Chemikerle  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 234
AW: Fünf wichtige Fragen zu Batterien

Ich muss morgen ein Referat halten und diese Fragen sich mir ergeben. Könnt ihr bitte helfen? Ich verzweifele sonst.
Chemikerle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 13:45   #6   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: Fünf wichtige Fragen zu Batterien

Zu 1.
Für Voltas "Säulen" ist der Ausdruck "besser" fast ein Witz.
Diese Dinger konnten nur verschwindende Ströme abgeben. (µA)
Besser an der Schwefelsäurevariante war vermutlich die
Langzeitstabilität, ohne die typischen Korrosionserscheinungen
in Gegenwart von Chlorid/Chlor.
Zu 2.
Auch der Elektrolyt ändert seine Konzentration ein wenig, da Wasser
gebunden wird bei der Entladung. Das ist auch eine Frage des Verhältnisses von
Elektrolytvolumen zu Elektrodenmasse (=Kapazität).
Zu 3
Geburt der Kohlebogenlampe
Zu4.
Woher hast du den Stuß? Der Herr hieß Neumann (derselbe mit den
berühmten Mikrophonen), ich glaube die Firma gibt es noch.
Oft wird ein franz. Patent zitiert, das ist vermutlich die
sprachliche Drittklassigkeit angelsächsischer/franz. Schreiber.
Neumann vergab die Herstellung der gasdichten NiCd an die DEAC
und verkaufte unter eigenem Namen die sog. "Neumann Stabilisatoren".
Das ist eine NiCd-Zelle, die überschüssigen Strom bei ca 1,4 Volt
"verkocht". Die waren beliebt in den Röhren-Kofferradios der 50er,
um die Heizspannung zu stabilisieren.
Was soll der Elektrolyt angreifen? In der Zelle ist selbstverständlich
alles beständig gegen KOH.
Der harte Kern der Erfindung ist nicht die "Versiegelung", das alleine ist
nutzlos, denn die Gasentwicklung würde jeden Behälter sprengen!
Der Pfiff besteht darin, daß die Cd-Elektrode ergiebiger ist als die
Nickelelektrode. Bei Ladeende entwickelt sich am Ni-Oxid
Sauerstoff, der diffundiert zum Cadmium und verbrennt dort.
Solange der Stom nicht zu groß ist, wird also die Überladung
als Wärme an die Umgebung abgegeben.
zu5
Woher hast du das? Ich habe dazu nur Werbungsgefasel von einer
englischen Firma gefunden über "erste Massenfabrikation" und das um 1800!
Das ist einfach peinlich. Britischer Chauvinismus gepaart mit der
Intelligenz einer Werbeabteilung.
Allgemein:
Du verwendest meist den Ausdruck "Batterie", anstatt fachmännisch "Zelle".
Eine Batterie (frnz. sinngemäß "Kamfeinheit") ist schlicht eine
Aufstellung mehrer Geschütze. In Anlehnung nannte man die Reihenschaltung
mehrer Zellen Batterie.
Also: Mehrere NiCd-Zellen ergeben eine Batterie.
Gruß
Georg
DrGeorg ist offline   Mit Zitat antworten
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