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Alt 03.06.2010, 16:41   #1   Druckbare Version zeigen
assteroid Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
Frage herstellung von seifen

hallö

wir behandeln im unterricht gerade seifen und deren herstellung und ich hätte da ma zwei fragen die ich nich so ganz verstehe...
1. warum zum teufel wird der seifenlösung am ende der herstellung noch kochsalzlösung beigefügt?

2. welche inhaltsstoffe müsste ich hinzugeben damit ich am ende eine hochwerigere seife krieg (müsste ich auch vllt nen herstellungschritt auslassen)?

danke scho ma im voraus
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Alt 03.06.2010, 17:10   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: herstellung von seifen

Zitat:
Zitat von assteroid Beitrag anzeigen
hallö

wir behandeln im unterricht gerade seifen und deren herstellung und ich hätte da ma zwei fragen die ich nich so ganz verstehe...
1. warum zum teufel wird der seifenlösung am ende der herstellung noch kochsalzlösung beigefügt?
Damit die eigentliche Seife (also die Natriumsalze deiner Carbonsäuren) präzipitiert (ausfällt) und von der Mutterlauge, die das Glycerin enthält, getrennt werden kann.
Zitat:
2. welche inhaltsstoffe müsste ich hinzugeben damit ich am ende eine hochwerigere seife krieg (müsste ich auch vllt nen herstellungschritt auslassen)?
In der Seife ist noch ein Teil nicht umgesetztes NaOH enthalten. Dieses kann man neutralisieren, um ein Produkt ohne "freies Alkali" zu erhalten. Industriell benutzt man dafür Etidronsäure o.ä. Zum Schluss kann man auch noch Farb- und Duftstoffe beimischen.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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Alt 03.06.2010, 17:26   #3   Druckbare Version zeigen
assteroid Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: herstellung von seifen

erst ma dake für die schnelle antwort

noch eine kurze frage: könnte man statt der natronlauge auch eine andere nehmen, die eine weniger reizende wirkung besizt? gibt es überhaupt so eine?
assteroid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2010, 17:44   #4   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.814
AW: herstellung von seifen

Mit Kaliumcarbonat kann man auch verseifen. Dauert aber wesentlich länger...
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.06.2010, 18:30   #5   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: herstellung von seifen

Man kann auch z.B. mit Triethanolamin verseifen.
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Alt 03.06.2010, 18:35   #6   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: herstellung von seifen

Zitat:
1. warum zum teufel wird der seifenlösung am ende der herstellung noch kochsalzlösung beigefügt? Damit die eigentliche Seife (also die Natriumsalze deiner Carbonsäuren) präzipitiert (ausfällt) und von der Mutterlauge, die das Glycerin enthält, getrennt werden kann.
Der Grund und Wirkungsmechanismus ist das sog. "Aussalzen", das
auch in der präparativen Chemie angewandt wird.
Das zugesetzte Kochsalz bindet viel Hydratwasser und erhöht die
Ionendichte der Mutterlauge. Beides reduziert die Löslichkeit der
Seife.
Zitat:
In der Seife noch ein Teil nicht umgesetztes NaOH enthalten. Dieses kann man neutralisieren, um ein Produkt ohne "freies Alkali" zu erhalten. Industriell benutzt man dafür Etidronsäure o.ä.
Das wäre ein teurer Spaß und obendrein nicht ganz unbedenklich,
eine pharmakologisch wirksame Substanz zu verwenden.
Seife wird heute im obigen Sinn überhaupt nicht mehr "gekocht",
(außer vielleicht auf Biohöfen oder in der 3ten Welt)
heute betreiben die großen Fettverarbeiter (Henkel etc) sog.
Dampfspaltung der Fette. Das geht sehr schnell und liefert direkt
die wasserunlöslichen Fettsäuren neben einer recht konzentrierten
Wasser/Glyzerin-Mischung. Die Fettsäuren kann man dann mit der
exakt passenden Menge NaOH versetzen, wenn man Seife machen will.

Mit Soda bzw. Pottasche hat man bis zur Einführung der
Chloralkalielektrolyse alle Seife gekocht, da die reinen Laugen
teurer waren. Mit Kali (Pottasche) erhält man Schmierseife.
Heute sind die Karbonate teurer als die Laugen.
Die "Reitzigkeit" diverser Laugen ist hier kaum relevant,
denn wir reden über die Konzentration und Temperatur beim Seifekochen.
Dabei ist es ziemlich gleichgültig, welches "fixes Alkali" man
verwendet, derlei Brühen sind übel, speziell in den Augen.
Es gibt auch "Seifen" aus LiOH oder Erdalkalien bzw Übergangsmetallen,
aber nicht zum "Waschen", dazu wären die nicht geeignet oder viel zu teuer.
Gruß
Georg
DrGeorg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2010, 20:31   #7   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: herstellung von seifen

Zitat:
Zitat von DrGeorg Beitrag anzeigen
Das wäre ein teurer Spaß und obendrein nicht ganz unbedenklich,
eine pharmakologisch wirksame Substanz zu verwenden.
Seife wird heute im obigen Sinn überhaupt nicht mehr "gekocht",
(außer vielleicht auf Biohöfen oder in der 3ten Welt)
heute betreiben die großen Fettverarbeiter (Henkel etc) sog.
Dampfspaltung der Fette. Das geht sehr schnell und liefert direkt
die wasserunlöslichen Fettsäuren neben einer recht konzentrierten
Wasser/Glyzerin-Mischung. Die Fettsäuren kann man dann mit der
exakt passenden Menge NaOH versetzen, wenn man Seife machen will.
Das stimmt natürlich.
Etidronsäure ist allerdings tatsächlich in manchen Seifen enthalten, und zwar zur Verringerung der Wasserhärte.
Selbstgesiedete Seife kann man mit Eitdronsäure neutral einstellen.
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