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Alt 04.06.2010, 21:27   #16   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Graphitlösung und Öl

Zitat:
Zitat von pleindespoir Beitrag anzeigen
Den Ölreichtum gleichmässig auf der gesamten Erde verteilen ...
Richtig. Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2010, 21:29   #17   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: Graphitlösung und Öl

Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen

Wie sagten doch die alten Dichter? Die Geister, die ich ruf..
Hier das Orignial falls Bedarf bestehen sollte, eventuelle Bildungsschluchten zu füllen:

http://de.wikisource.org/wiki/Der_Zauberlehrling_%281798%29
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2010, 21:32   #18   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Graphitlösung und Öl

Zitat:
Zitat von pleindespoir Beitrag anzeigen
Hier das Orignial falls Bedarf bestehen sollte, eventuelle Bildungsschluchten zu füllen:
Goethe war das? Dessen Faust nicht in Schillers Handschuh passte.

Naja. Vielleicht war sie geballt.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 07:48   #19   Druckbare Version zeigen
anmig  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Graphitlösung und Öl

Hallo zusammen,

bevor das Thema völlig abdriftet möchte ich mich bei allen für die guten Tipps bedanken. Ich werde nun mit meinen Chefs erörtern, wie wir weiter vorgehen. Da das Geld nicht so dicke ist, müssten wir erstmal die Menge minimieren und anschließend regelmäßig entsorgen. Für neue Anlagen haben wir kein Geld zur Zeit.
Bin mal gespannt was daraus kommt. Ich lasses euch wissen.
anmig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2010, 19:41   #20   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: Graphitlösung und Öl

Hallo anmig,
noch was zum "Grundsätzlichen": Graphitlösung ist
etwas Unmögliches, das gibt es nicht. Graphit
ist nicht auflösbar. Was ihr da habt ist eine
Präparation, die es erlaubt, feinste Graphitflöckchen
in Wasser zu dispergieren.
Wie das gemacht ist, weiß ich nicht, es gibt grundsätzlich
die Möglichkeit dies mit Tensiden zu machen, man kann auch
den Graphit durch chemische Behandlung an der Oberfläche
polar machen.
Was mir jetzt unklar ist, wo kommt das Öl her? Ist dies
auch in dieser "Lösung" schon drin, oder habt ihr sonstwo
noch Öl im Prozess, das zusammen in den Abwasserstrom kommt.
Und: ist das Wasser nur das von der 7:1-Verdünnung, oder kommt
sonst noch Wasser ins Spiel? (Z.B. Abspritzen des Gesenks
bzw. Schmiedestücks nach dem Schmieden)
Mein Hintergedanke bei diesen Fragen: oft lassen sich
Teilströme leichter behandeln als eine kompliziertere
Suppe.
Gruß
Georg
PS
Wie riecht diese "Graphitlösung" frisch und
nach Kontakt mit dem Gesenk?
Erinnert das an "Bohrwasser" von Früher?
DrGeorg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2010, 08:57   #21   Druckbare Version zeigen
anmig  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Graphitlösung und Öl

Hallo DrGeorg,

das Öl kommt von den teilweisen undichten Leitungen der Maschinen, welche nicht immer einfach abzudichten sind. (Sollte aber gemacht werden). Das Öl selbst würde ja über den Ölabscheider abgeschieden werden, wenn alles nach Plan läuft. Das Wasser kommt sicherlich zum größten Teil aus der Verdünnung, aber auch wiederum durch eine Leckage an einer Wasserpresse.Aber auch hier sollte das Wasser keine Probleme im Ölabscheider darstellen, oder?
Der Geruch der Suppe ist muffig. Den Geruch des Sprühmittel muss ich erstmal "kosten". Wie Bohrwasser riecht, weiß ich leider nicht.

Du schriebst, man kann das Graphit an der Oberfläche polar machen. Das heißt es würde sich lösen und oben absetzen? Man müsste es somit abschöpfen können?

Grüße
anmig
anmig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2010, 19:44   #22   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: Graphitlösung und Öl

Zitat:
Zitat von anmig Beitrag anzeigen
Du schriebst, man kann das Graphit an der Oberfläche polar machen. Das heißt es würde sich lösen und oben absetzen? Man müsste es somit abschöpfen können?
Das ist etwas was der Hersteller eurer sog. "Lösung" eventuell getan hat,
zwecks Dispergierung des Graphits. Lösen ist nach wie vor unmöglich.
Und außerdem: erst lösen und dann absetzen, das ist nun ganz daneben!
Wie heiß sind die Werkstücke übrigens im Gesenk?
Georg
DrGeorg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2010, 21:43   #23   Druckbare Version zeigen
anmig  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Graphitlösung und Öl

Das Schmiedeteil ist ca. 1200°C heiß.
anmig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2010, 22:40   #24   Druckbare Version zeigen
DrGeorg Männlich
Mitglied
Beiträge: 848
AW: Graphitlösung und Öl

Hallo anmig,
da ist damit zu rechnen, daß alles außer Graphit
verbrennt. Selbst eine oberflächliche Modifikation
der Graphitteilchen würde abgespalten.
Wird das Gesenk bzw. das Werkstück anschließend irgendwie
abgespült?
Gruß
Georg
DrGeorg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 07:45   #25   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Graphitlösung und Öl

Zitat:
Zitat von anmig Beitrag anzeigen
...das Öl kommt von den teilweisen undichten Leitungen der Maschinen, ...
Bevor hier weiter gesucht wird, wie man das verunreinigte Wasser wieder innerhalb der Grenzwerte bekommt, sollte man mal die Maschinen vernünftig instandsetzen. Alles andere ist Pfusch und steht im Widerspruch zu geltenden gesetzlichen Vorgaben.
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2010, 20:54   #26   Druckbare Version zeigen
anmig  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Graphitlösung und Öl

Wir sind ja beim Abdichten bei. Gegen Vorschriften wollen und werden wir nicht verstossen, ansonsten würde ich die Brühe ja einfach in die Kanalisation laufen lassen. Wir unterliegen zudem einen regelmäßigen Umweltaudit, da wir dieses auch bemängelt und schnellstmöglich beseitigt. Trotz alle dem schein hier das Graphit der Auslöser meines Problems zu sein, welchen den erhöhten Kohlenwasserstoffgehalt forciert.
anmig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2010, 08:41   #27   Druckbare Version zeigen
Schmidi01 Männlich
Mitglied
Beiträge: 161
AW: Graphitlösung und Öl

Hallo anmig
ich denke hier bindet das fein verteilte Graphit einen Teil des eingeschleppten Öls und führt somit zu dem erhöhten Kohlenwasserstoffgehalt. Also zuerst abdichten, wie schon von Tiefflieger geschrieben. Das wird aber nicht ausreichen, da vermutlich immer etwas Öl eingeschleppt werden wird.
Eine Möglichkeit wäre über Flockung/Emulsionsspaltung zu versuchen, die Brühe zu trennen und zu schauen, ob die wässrige Phase dann in Ordnung ist. Das würde zuerst mal die Abfallmenge reduzieren.
Warum fahrt ihr das Zeug nicht im Kreislauf, mit entsprechender Filtration für den Zunder? --> weniger Abfall, weniger Verbrauch an neuem "Graphit"

Gruss Thomas
Schmidi01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2010, 09:48   #28   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Graphitlösung und Öl

Zitat:
Zitat von anmig Beitrag anzeigen
...Gegen Vorschriften wollen und werden wir nicht verstossen, ansonsten würde ich die Brühe ja einfach in die Kanalisation laufen lassen. ...
Google mal nach VAwS und Deinem Bundesland. Auch wenn das Wasserrecht momentan im Reformvorgang steht, dürfte dort einiges zu finden sein, das noch Gültigkeit hat und in Zukunft in ähnlicher Form als Bundesrecht weiter gilt.
Siehe da, dort wird in der Regel doppelwandige Leitungsführung für wassergefährdende Stoffe gefordert und auch die zwingende Vermeidung der Ableitung ist dort in der Regel zu finden. Auffangräume usw. sind auch vorgegeben. In der betrieblichen Praxis sieht da einiges dann doch anders aus, aber zumindest in die Richtung sollte es gehen und wenn ihr schon feststellt, dass hier Mineralöl über dem zugelassenen Grenzwert in das Abwasser gelangt, dann bewegt ihr euch außerhalb der von der VAwS vorgegebenen Grenzen.
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2010, 10:53   #29   Druckbare Version zeigen
anmig  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Graphitlösung und Öl

@tiefflieger: Nochmal kurz zu Geetzen: Wir haben nach Feststellung der Überschreitung sofort den Zulauf gestoppt udn entsorgen nun für teueres Geld. Ich denke mehr kann man nicht tun, oder?

@Schmidi01: Es wäre sicherlich zu prüfen, ob es nach einer Filtration wiederverwendbar wäre. Danke für den Tip.

@DrGeorg: Das Sprühmittel ist hauptsächlich für die Gravur gedacht. Es ist aber nicht auszuschließen, dass etwas davon daneben kommt und somit in den Keller läuft.
anmig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2010, 12:54   #30   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Graphitlösung und Öl

So, nochmal zum Verständnis. Es wird in einer Schmiedepresse ein Gesenk (=Form?) mit der Graphit/Wassermischung behandelt, dann das Produkt geschmiedet und das geschmiedete Produkt und die Form abgespült. Dieses "Spülwasser" hat jetzt die Probleme mit zu hohem Kohlenwasserstoffgehalt durch eingeschlepptes Hydrauliköl der Pressen.

Neben dem Abdichten der Pressen könnte ich mir vorstellen, dass es sinnvoll wäre, die Graphit/Wassermischung im Kreislauf zu führen. Dies führt bei der gegebenen Konstellation zu einer Anreicherung des Öls. Daher wird es wohl erforderlich sein, einen Teil der Graphit/Wassermischung kontinuierlich auszutauschen. Dies dürfte allerdings deutlich weniger sein, als die bisher zu entsorgende Menge. Weiterhin dürfte bei den angegebenen Temperaturen das Wasser der Graphit/Wassermischung weitgehend verdampfen. Ist es vielleicht möglich, die Werkstücke und Gesenke mit Luft abzublasen?
__________________
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