Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 20.05.2010, 22:16   #1   Druckbare Version zeigen
Paiamon  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
Glühbirne Chemie und Natur

Guten Abend

ich wollte hier mal eine Frage stellen und bin mir nicht sicher ob das hier rein pass.Sie mich schon sehr lange beschäftigt. Diese Frage ist zwar eher philosophischer Natur aber ich hoffe einige dafür zu interessieren.

Also findet ihr das es einen unterschied macht ob etwas natürlich oder kpnstlich hergestellt wurde?
Genauer: es sei der Fall, wir haben zwei Medikamente.Sie bestehen, zumindest theoretisch,jewals nur aus einem Inhaltsstoff. Also keine Spurenelemente, Zusatzstoffe oder ähnliches. Nun ist aber ein Wikrstoff in einer Pflanze entsatnden und daraus gewonnen, während der andere, der die gleiche Strukturformel hat, in einem Labor z.B aus Erdöl enstanden ist. (Es ist wirklich nur irgendeine Beispiel, bzw kein Konkretes)

Meiner Meinung nach macht es keinen Unterschied, da es ja jewals der Gleiche Stoff ist. Bei Zucker ist es schon ein unterschied ob man einfach nur C6H12O6 besteht oder ob noch andere Mineralien enthalten sind.

Einen schönen Abend allen die es jetzt noch lesen. Ich hoffe auf wenigstens ein paar Antworten

Viele Grüße
Paiamon
(Schüler mit Chemieleistungskurs, der sich seine eigenen Gedanken macht)

Ps.: Falls ein Moderator einen besseren Ort für diese Überlegungen kenn möge er den Artikel doch bitte dorthin verschieben
Paiamon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2010, 22:24   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Chemie und Natur

Bitte auf die Rechtschreibung achten! Vorhandene Hilfen in Anspruch nehmen .

Die deutsche Sprache kennt Gross-/Kleinschreibung und Interpunktion.
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Alt 20.05.2010, 22:36   #3   Druckbare Version zeigen
Irrlicht Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.220
AW: Chemie und Natur

Die künstlich hergestellten Verbindungen mögen so gut sein wie die natürlichen, aber ohne Natur wäre man wohl nicht auf sie gekommen. Gibt es Medikamente, die vollständig designt wurden, auch ohne bekannte natürliche Analoga?

Durch die Chemie habe ich erst verstanden*, wie wundervoll die Natur ist.



*so gut es eben geht, erfassen kann man das nie
__________________
"Die Aussage 'Kein Mensch wäre so dumm, so etwas zu tun' stimmt nicht. Irgend jemand wäre immer so dumm, etwas wirklich Dummes zu tun - nur um zu sehen, ob es möglich wäre. Wenn du in einer versteckten Höhle einen Schalter anbringst und ein Schild aufhängst 'ENDE-DER-WELT-SCHALTER. BITTE NICHT DRÜCKEN', hätte das Schild nicht einmal Zeit zu trocknen."
-- Terry Pratchett - "Thief Of Time"
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Alt 20.05.2010, 22:41   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Chemie und Natur

Zitat:
Zitat von Irrlicht Beitrag anzeigen
Gibt es Medikamente, die vollständig designt wurden, auch ohne bekannte natürliche Analoga?
http://www.dutly.ch/domagk/dom.html
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2010, 22:46   #5   Druckbare Version zeigen
Irrlicht Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.220
AW: Chemie und Natur

Ah, davon hab ich gehört. Die Tochter mit Azofarbstoffen vollpumpen, um ihr Leben zu retten
__________________
"Die Aussage 'Kein Mensch wäre so dumm, so etwas zu tun' stimmt nicht. Irgend jemand wäre immer so dumm, etwas wirklich Dummes zu tun - nur um zu sehen, ob es möglich wäre. Wenn du in einer versteckten Höhle einen Schalter anbringst und ein Schild aufhängst 'ENDE-DER-WELT-SCHALTER. BITTE NICHT DRÜCKEN', hätte das Schild nicht einmal Zeit zu trocknen."
-- Terry Pratchett - "Thief Of Time"
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Alt 20.05.2010, 22:59   #6   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Chemie und Natur

Zitat:
Zitat von Irrlicht Beitrag anzeigen
um ihr Leben zu retten
Es war der Arm.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2010, 23:03   #7   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Chemie und Natur

Zitat:
Zitat von Paiamon Beitrag anzeigen
Also findet ihr das es einen unterschied macht ob etwas natürlich oder kpnstlich hergestellt wurde?
Nehme Aromastoffe (z.B.):

Künstlich = Nauturidentisch: Aus Erdölprodukten im 20 m3-Reaktor hergestellt.
Natürlich: Mit halogenierten Kohlenwasserstoffen extrahiert.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2010, 23:57   #8   Druckbare Version zeigen
Fanatic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.271
AW: Chemie und Natur

Wenne es sich um den selben Stoff handelt ist es Jacke wie Hose ob er im Labor synthetisiert wurde oder von ner Pflanze zusammengepanscht wurde.

Zitat Irrlicht:
Durch die Chemie habe ich erst verstanden, wie wundervoll die Natur ist.

Wie wahr
Fanatic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2010, 03:37   #9   Druckbare Version zeigen
FalconX Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.988
AW: Chemie und Natur

Im Zucker Mineralien?

Außerdem machen sich (bis auf paar Verrückte, ich glaube es waren Finnen) niemand die Mühe Zucker zu synthetisieren. Das kriegt man aus Zuckerrübe oder Zuckerrohr. Seltenere Zucker lässt man von Mikroorganismen bilden.

Ansonst: wenns chemisch gleich ausschaut ist es das auch. Natürliche Stoffe haben keine "besseren Schwingungen"
FalconX ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2010, 08:30   #10   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 20.149
AW: Chemie und Natur

bleibt zu hoffen, dass wenigstens alle, die sich intensiv mit Chemie befassen, verstehen, dass es einem Molekül völlig egal ist, ob es von einem Organismus oder im Kolben hergestellt wurde.
Vom Rest der Bevölkerung kann man dieses Verständnis nur z.T. erwarten.
chemiewolf ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2010, 08:53   #11   Druckbare Version zeigen
Cebe Männlich
Mitglied
Beiträge: 263
AW: Chemie und Natur

Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass es sogar egal ist, ob es zu einem Stoff ein natürliches Vorbild gibt - denn letztendlich gehört auch der im Labor entdeckte Stoff zur Natur, da er zur Chemie gehört und die Chemie ist eine Naturwissenschaft. Wichtig sind die Eigenschaften eines Stoffes, ich kenne einige Stoffe plfanzlichen Ursprungs, die genauso gefährlich sind, wie irgendwelche synthetischen Stoffe.

Aber leider hat sich in den Köpfen der Menschen ein
"Natur = gut, Chemie = künstlich/gefährlich" festgesetzt.
Cebe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2010, 10:16   #12   Druckbare Version zeigen
Daos Männlich
Mitglied
Beiträge: 351
AW: Chemie und Natur

Hierzu 2 Punkte:

1.
Das Erdöl ist ein Naturprodukt, also ist es gut. Chemiker entwickeln Sprengstoffe und Kampfmittel, sind demzufolge böse. Wenn das "gute Naturprodukt" also durch ein Unglück (Tanker sinkt o.ä.) ins Meer gelangt, werden die bösen Chemiker gerufen um den Dreck zu beseitigen...

2.
Die vorhanden Erdbeeren reichen aus um die Produktion von Erdbeerjoghurt zu ca. 1/3 zu versorgen. Wo kommt also der Rest her? Und vor allem: Stört das jemanden?
__________________
Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum. Aber Planung ist besser, da man aus dem Irrtum lernen kann.

Manche Männer beschäftigen sich ihr halbes Leben damit, Frauen zu begreifen. Andere befassen sich mit weniger komplizierten Dingen, wie zum Beispiel der Relativitätstheorie. (Albert Einstein)
Daos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2010, 10:26   #13   Druckbare Version zeigen
3_of_8 Männlich
Mitglied
Beiträge: 556
AW: Chemie und Natur

Zitat:
Zitat von Irrlicht Beitrag anzeigen
Gibt es Medikamente, die vollständig designt wurden, auch ohne bekannte natürliche Analoga?
Oseltamivir, soweit ich weiß. Das wurde mithilfe von Molecular Modelling (Computersimulation) gefunden.

Dieses "Natur = gut, Chemie = böse" geht mir auch unglaublich auf die Nerven. Diese ganze Anti-Gentechnikbewegung ist soetwas von heuchlerisch, vor allem, wenn nach ein bisschen Diskussion als einziges Argument übrigbleibt "Das ist unnatürlich." Die stärksten bekannten Gifte sind alle natürlich, trotzdem will die keiner essen. Die Natur kümmert sich nicht um die Menschen, die Natur ist, nun ja, eine "Naturgewalt" eben - gleichgültig. Wenn wir in der Natur leben würden, hätten wir eine Lebenserwartung von 25 Jahren: Schlechte Hygiene, keine medizinische Versorgung, ständiger Nahrungsmangel und so weiter.

Man muss mit Technologie und Wissenschaft vernünftig und verantwortungsvoll umgehen, das ist selbstverständlich. Das ist nicht immer so, aber das ist nicht die "Schuld" der Wissenschaft, sondern die Schuld von einzelnen, die ihre persönliche Gier über Sicherheit und Vernunft stellen, oder auch völlig menschliche Fehler, die jedem passieren können.
__________________
The trouble with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and trying to put things in it.
- Terry Pratchett
3_of_8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2010, 12:55   #14   Druckbare Version zeigen
Dranoel Männlich
Mitglied
Beiträge: 428
AW: Chemie und Natur

Natürlich ist es einem einzelnen Molekül egal, ob es im Kolben oder in irgeneiner Pflanze synthetisiert wird. Die Frage ist nur, was bedeutet diese Erkenntnis. Weder die massive Nutzung synthetischer Lebensmittelzusatzstoffe noch die Anwendung von Gentechnik oder sonst irgentwas wird damit automatisch legetimiert. Man muss sich nin diesem Zusammenhang auch immer die Frage stellen, weshalb man irgendetwas künstlich herstellen soll, wenn es für das entsprechende Problem schon eine Lösung gibt, die seit jahrmillionen bestens erprobt ist. Dazu einen Witz über die Technikbegeisterung im 19. Jahrhundert:

Chemiker: Ach Milch, Milch, was braucht man schon um Milch herzustellen?! Zucker, ein paar Proteine, Fett...
Bauer:...und eine Kuh!
Dranoel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2010, 21:03   #15   Druckbare Version zeigen
Paiamon  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Chemie und Natur

Alo erstmal sry wegen den Rechtschreibfehlern

Gerade weil mir dieses Natur= Gut Chemie= Schlecht Ding dermaßen auf die Nerven ging, habe ich mich gefragt wie andere dies sehen.

Ich denke wie Dranoel, dass man "irgendetwas nicht künstlich herstellen sollte, wenn es für das entsprechende Problem schon eine Lösung gibt, die seit jahrmillionen bestens erprobt ist."
Aber, auch wenn es häufig übertrieben dargestellt wird, ist es nicht zu verleugnen, dass der Mensch seinen Platz und seine Ressourcen schneller aufbraucht, als sieauf "natürlichem Wege" (ich weis das ist etwas unpassen, aber mir fällt nichts anderes ein ) nachwachsen können. In der Schule gab es mal irgendeine tolle Rechnung, wiviele Planeten, mit den Bedingungen der Erde wir für die Bevölkerung bräuchten. Doch davon halte ich nicht viel, da dieser Planet ja offensichtlich zumindest vorerst reicht.

Wie auch schon Cebe ungefähr sagte ist es, meiner Meinung nach,ein häufig gemachter Fehler, den Mensch nicht als Teil des Ökosystems zu sehen und ein Ökosystem zerstört sich selten komplett.

Nur so am Rande:
Allerdings gab es mal einen Theoretiker, der sagte: "Wenn wir davon ausgehen, dass der Mensch diesen Planeten und jegliches Leben, bis zum letzten Bakterium zerstören kann, dann kann er nicht auf der Erde geboren sein, da ein System sich nicht komplett selbst zerstört." (der Name ist mir entfallen.
Paiamon ist offline   Mit Zitat antworten
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