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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 03.05.2010, 13:01   #1   Druckbare Version zeigen
alexalfeld  
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Themenersteller
Beiträge: 22
Ungeklärte Fragen zum Protokoll

Hallo zusammen!

Wir müssen ein Protokoll zum Versuch 'Korrosion' anfertigen.

Jetzt haben wir aber noch ein paar Fragen, die wir nicht selber beantworten können.

Und zwar haben wir Potentialdifferenzen gemessen. (galvanische Zelle)
Im 1. Becher hatten wir Kupferblech in Kupfersulfat und im 2. Becher V2A-Blech(Chrom-Nickel-Stahl) in Eisensulfat. Hier haben wir eine Potentialdifferenz von 0,125 V gemessen. Dann haben wir dieses V2A-Blech mit destilliertem Wasser gereinigt und geschmirgelt. Das Blech wieder schnell in die Eisensulfat-Lösung und haben eine Potentialdifferenz von -0,355 V gemessen. Dieser Wert blieb aber nicht, sondern der Wert von 0,125 V stellete sich nach einiger Zeit wieder ein.
Aber warum ist das so? Wegen Verunreinigung in der Lösung? Oder welche Gründe hat das?

So, nun noch zwei Fragen die wir klären sollen:
-Beurteilen Sie folgende Aussage: "Dieser Werkstoff ist Korrosionsbeständig."
--> Was soll man da beurteilen? Ich denke, kein Werkstoff ist Korrosionsbeständig oder?

-Hat eine vorhandene Oxidschicht einen Einfluss auf die Stromdichte-Potentialkurve?
--> Oxidschicht? Ist das nicht eine Art Schutzschicht? Was hat das jetzt mit der Stromdichte bzw. der Potentialkurve zu tun?

Ich Danke für jede Hilfe!

mfg
Alex
alexalfeld ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2010, 13:08   #2   Druckbare Version zeigen
Bombom  
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Beiträge: 16
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

Zu Frage zwei:

Nicht jeder werkstoff korrodiert. Schau dir doch einfach deine SEP Tabelle an, dann kannst du genaus sagen welche Werkstoffe korodieren, und welche nicht. Achte dabei aber darauf, ob es sich um eine Sauerstoff oder um eine Wasserstoffkorrosion handelt.

zu Frage drei:

Aluminium würde laut SEP Tabelle korrodieren, und zwar schon mit Sauerstoff und H20. Tut es aber nicht, weil Aluminium eine Oxidschicht bildet. Sprich erst korrodiert die oberste Schicht. Das Produkt der Korrosion ist aber so widerstandsfähig, dass es die darunterliegenden Materialen schützt. Die Oxidschicht bei Aluminium ist unsichtbar, sie kann abre sichtbar gemacht werden. --> eloxiertes Alu

wenn Alu also seine Oxidschicht gebildet hat, dann Korrodiert es nicht mehr weiter---> Das potential nimmt folgerichtig ab bzw. zu.

Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen,

Fehler sind zu verzeihen
Bombom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2010, 19:42   #3   Druckbare Version zeigen
alexalfeld  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 22
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

Ehm, danke schön, aber könntest du nochmal sagen, was eine SEP Tabelle ist?
alexalfeld ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2010, 20:31   #4   Druckbare Version zeigen
Bombom  
Mitglied
Beiträge: 16
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

standart elektrodenpotential.

Sie beschreibt, welches elektrische potenzial ein System im Bezug auf einer Wasserstofhalbzelle hat. Die Wasserstofhalbzelle dient hierbei als bezugspunkt für alle anderen Stellen, da irgendetwas ja gleich null gesetzt werden muss.
Bombom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2010, 22:36   #5   Druckbare Version zeigen
alexalfeld  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 22
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

Okay, danke, verstehe!

Das heißt, ja, es hat Einfluss richtig?!
alexalfeld ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2010, 23:12   #6   Druckbare Version zeigen
Bombom  
Mitglied
Beiträge: 16
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

meiner meinung nach: Ja, grundsätzlich schon.

P.S.: Bitte berichtig mich wenn ich hier Müll verbreite
Bombom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2010, 23:33   #7   Druckbare Version zeigen
alexalfeld  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 22
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

Okay danke! Ich schreibe das, und hoffe mal, dass es richtig ist

Aber was ist mit Frage 1? Irgendwie komm ich da noch nicht so richtig zurecht. Würde da jetzt fast das Gleiche wie bei 2 schreiben?!
Könntest du da noch etwas helfen?
alexalfeld ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2010, 00:19   #8   Druckbare Version zeigen
Bombom  
Mitglied
Beiträge: 16
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

Hoffe es kommt noch rechtzeitig.

Also ihr habt ja eine Galvanisches Element gebaut. Bei eurem ist die Halbzelle mit Kupferblech anscheinend die Donatorhalbzelle. Sie gibt Elektronen ab an die Akzeptorhalbzelle, in eurem Falle die V2A Zelle. Nun etwas leichter: Wenn nun die e- an der V2A Halbzelle ankommen, wird das Fe2+ (aus dem Eisensulfat) zu elementarem Fe reduziert. Es entsteht somit eine minimale Eisenschicht. Irgendwann ist es so viel Eisen, dass dieses Selbst wieder in lösung geht. Da das SEP von Fe niedriger ist als das von Kupfer wird je mehr Eisen sich anlagert die Differenz immer geringer. Also ändert sich die Potentialdifferenz stetig, und zwar wird sie stetig kleiner. SChmirgelt ihr das V2A nun ab (und somit auch das elementare Fe) habt ihr wieder eine V2A Halbzelle mit höherem SEP. Der "kreislauf" beginnt von vorn.

So würde ich mir das erklären, aber nach wie vor: keine Haftung

P.S.: Anscheinend seid ihr gerade an den Anfängen der Elektrochemie. Meiner Meinung nach sind die Versuche dazu echt unpassend.

Geändert von Bombom (04.05.2010 um 00:24 Uhr)
Bombom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2010, 23:07   #9   Druckbare Version zeigen
alexalfeld  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 22
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

Hallo Bombom,

erstmal finde ich das echt super nett wie du hilfst! Dafür erstmal vielen Dank!

Ich habe gestern mit deiner Hilfe soweit das Protokoll fertig gemacht und abgeschickt. Aber wie es so ist, ist es wieder zurückgekommen mit 5-6 Mängeln die ich in der Auswertung hatte.

1 Mängel konnte ich schon beseitigen

2. Mängel: Der Frau fehlt die Begründung, warum sich die beiden Eisenwerkstoffe in ihren Potentialen unterscheiden und warum sich das Potential des V2A verändert.

Deine Antwort dazu ...
Zitat:
Also ihr habt ja eine Galvanisches Element gebaut. Bei eurem ist die Halbzelle mit Kupferblech anscheinend die Donatorhalbzelle. Sie gibt Elektronen ab an die Akzeptorhalbzelle, in eurem Falle die V2A Zelle. Nun etwas leichter: Wenn nun die e- an der V2A Halbzelle ankommen, wird das Fe2+ (aus dem Eisensulfat) zu elementarem Fe reduziert. Es entsteht somit eine minimale Eisenschicht. Irgendwann ist es so viel Eisen, dass dieses Selbst wieder in lösung geht. Da das SEP von Fe niedriger ist als das von Kupfer wird je mehr Eisen sich anlagert die Differenz immer geringer. Also ändert sich die Potentialdifferenz stetig, und zwar wird sie stetig kleiner. SChmirgelt ihr das V2A nun ab (und somit auch das elementare Fe) habt ihr wieder eine V2A Halbzelle mit höherem SEP. Der "kreislauf" beginnt von vorn.
... verstehe ich, macht meinem chemischen VerständniX nach auch Sinn und hoffe einfach mal, dass sie richtig ist.


Noch ein Mängel der ihr nicht gefallen hat:
Wir hatten die Konzentrationen der Kupfersulfat-Lösung geändert. Von 0,1 molar zu 1 molar, dann zur 0,01 molar. Hatten dabei unterschiedliche Potentiale messen können.
Jetzt muss ich erklären warum es zu diesen geringen Potentialunterschieden kam.
Habe bei Wiki sowas gefunden: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrode#Elektroden_erster_Art - aber ob das richtig ist?
Als Tipp hat sie noch geschrieben: Nernst. Google sagt das: http://de.wikipedia.org/wiki/Nernst-Gleichung
Irgendwie hat das was hiermit zu tun Ich werde mich da mal einlesen!

So, dann hatten wir ein Versuch 'Säurekorrosion'!
Dabei haben wir ein Magnesiumstück in Essigsäure getan. Das Ding hat Bläßchen gebildet ohne Ende Das war der Wasserstoff
So, jetzt mussten wir ausrechnen, wie viel Wasserstoff entstanden ist.
Das Mg-Stück haben wir vorher und nachher gewogen.
So, ich habe es ausgerechnet und habe 0,00196626 Mol H2 rausbekommen. Jetzt schreibt sie, sie möchte das in ml haben. Ich denke mal, dass ist nicht schwer, aber ich komme einfach nicht drauf und finde auch nichts


Dann zu den beiden Fragen die sie gestellt hat.
Zu Frage 1:
Zitat:
Beurteilen Sie folgende Aussage: "Dieser Werkstoff ist Korrosionsbeständig."
Mit deiner Antwort konnte ich leider nicht so viel anfangen und habe deshalb irgendeinen Mist geschrieben. Da hat sie nur geschrieben, dass es falsch ist
Wusste ich aber vorher schon, wollte es aber nicht einfach leer stehen lassen

Zu Frage 2:
Zitat:
Hat eine vorhandene Oxidschicht einen Einfluss auf die Stromdichte-Potentialkurve?
Deine Antwort hatte ich etwas umgeändert und auch reingeschrieben, weil ich es einfach nicht besser wusste. Sie hat geschrieben, ich soll die Antwort nochmal überdenken und auch auf andere Werkstoffe verallgemeinern.

Also die Frau ist ja wirklich eine ganz, ganz Liebe und Nette, aber dass was sie hier von mir verlangt, kann ich ihr einfach nicht beantworten. Ich hoffe, dass wir hier zusammen irgendwie zu einer Antwort kommen, ansonsten bin ich echt geliefert

Ich studiere Maschinenbau und kann dir viel zur Technischen Mechanik -von wegen Kräfte ausrechnen usw. - sagen, aber von Chemie habe ich überhaupt 0 Plan. Hatte es schon seit der 10 Klasse nicht mehr und nun soll man diesen Versuch verstehen. Aaaah
Deswegen bin ich Dir wirklich Dankbar, dass du hilfst!

Schönen Abend noch!

Gruss,
Alex
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Alt 04.05.2010, 23:58   #10   Druckbare Version zeigen
alexalfeld  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 22
AW: Ungeklärte Fragen zum Protokoll

Da die Editfunktion nicht funktioniert, schreib ich mal hier:

Zitat:
So, dann hatten wir ein Versuch 'Säurekorrosion'!
Dabei haben wir ein Magnesiumstück in Essigsäure getan. Das Ding hat Bläßchen gebildet ohne Ende Das war der Wasserstoff
So, jetzt mussten wir ausrechnen, wie viel Wasserstoff entstanden ist.
Das Mg-Stück haben wir vorher und nachher gewogen.
So, ich habe es ausgerechnet und habe 0,00196626 Mol H2 rausbekommen. Jetzt schreibt sie, sie möchte das in ml haben. Ich denke mal, dass ist nicht schwer, aber ich komme einfach nicht drauf und finde auch nichts.
Dazu habe ich glaub ich was gefunden: Stofferhaltungssatz. Damit habe ich jetzt 44 ml rausbekommen, könnte das in etwa hinkommen? [Habe 0,00196626 Mol * 22,4 l/mol genommen und dann in ml umgerechnet.]
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