Verfahrenstechnik und Technische ChemieDas Forum für die Chemie jenseits von Reagenzgläsern und Glaskolben. Hier können Probleme der
Reaktionstechnik sowie der thermischen und mechanischen Stoffwandlungs- und Trennprozesse diskutiert werden.
Hallo zusammen,
ich schreibe derzeit eine Studienarbeit im Bereich thermische Verfahrenstechnik. Meine Aufgabe ist der Aufbau eines Versuchsstands zur Extraktion. Das Verfahren, Einordnung des Verfahrens, verfahrenstechnische Grundlagen zu dem Thema wie Dreiecksdiagramm, Bestimmung der theoretischen und praktischen Trennstufenzahl, etc. habe ich bereits abgehandelt. Nun möchte ich für meinen zu konzipierenden Versuchsstands zunächst ein ternäres Stoffgemisch auswählen. Dieses sollte möglichst nicht toxisch sein und keine anderen gravierend gesundheitschädlichen Eigenschaften aufweisen, wie z. B. ätzende Wirkung. Bei meiner Recherche stieß ich auf die EFCE-Testsysteme. Besonders interessant fand ich hier die Kombination n-Butylacetat-Wasser-Aceton. Leider habe ich nach einigen Tagen Datensuche immer noch keine vernünftige Basis zur Konstruktion eines Dreiecksdiagramms oder gar ein fertiges Dreiecksdiagramm des Stoffgemischs mit Binodalkurve und Konoden gefunden. Kann mir irgendjemand diesbezüglich weiter helfen? Ich wäre sehr dankbar dafür, da mir die Bearbeitungszeit dahinrennt und ich momentan keinen Frotschritt bei der Arbeit mache. Ich hoffe auf qualitativ fundierte Antworten.
ich würde die Suche folgendermassen angehen:
-CAS-Nr vom Butylacetat aus dem Chemiekalienkatalog nehmen *)
-im Scifinder nach der Verbindung suchen
-Alle Treffer übernehmen
-in den Treffern nach "tertiary phase diagram" suchen ("Refine")
-Falls zuviele Treffer (für mich > 200..300) zweites Refine mit Stichwort Aceton
-Treffer durchsehen, was davon interessierende Daten enthält ODER sich mit der Mischung beschäftigt
-ggf. mit Cited Ref und citing Ref interessante Artikel weiterverfolgen
Wenn Du damit nix findest über die Summenformelsuche prüfen, ob das Acetat noch andere CAS-Nummern hat und damit o.g. wiederholen.
Es gibt auch Standard-Tabellen/Datenwerke: z.B. Landolt-Börnstein, VDI-Wärmeatlas
Eigentlich sollte innerhalb eines halben Tages etwas Brauchbares gefunden sein.
__________________ Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!
I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)
Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
Geändert von zweiPhotonen (23.04.2010 um 22:04 Uhr)
Hey,
danke für die schnelle Antwort. Habe mich auch direkt ans Werk begeben, allerdings musste ich zu meiner leidlichen Erkenntnis feststellt, dass man für diese Datenbank einen Zugang benötigt, den ich nicht besitze. Daher werde ich mit Scifinder nicht weiter kommen. Meine Hochschule besitzt meines Wissens keine Lizenz hierfür. :-(
Im VDI-Wärmeatlas habe ich lediglich Daten zu binären Gemischen gefunden.
Geändert von DarkKnight1987 (23.04.2010 um 22:22 Uhr)
Bedeutend hilfreicher sind Informationen die angeben, was Dir an Möglichkeiten zur Verfügung steht.
Wozu soll ich mir 1001 Möglichkeit der Suche ausdenken und aufschreiben nur um zu lesen, dass es aus diesem oder jenem Grund nicht geht?
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Ganz einfach: Möglichkeiten die ich nicht in Anspruch nehmen kann, nutzen mir schlicht und ergreifend GAR nichts. Ich habe diesen Beitrag verfasst um eine Quelle zu finden, die mich bei meiner Arbeit weiterbringt und nicht um die Weiten der chemischen Literaturrecherche, die für Otto-Normal-Verbraucher eh nicht zugänglich ist, aufgezeigt zu bekommen.
Mal ernsthaft:
das läuft (für mich) darauf hinaus, dass Dir jemand die Daten abtippt & die Quelle dazuschreibt (damit Deine Studienarbeit nicht ohne die nötige Quellenangabe ist) weil Otto-Normal-Dingsbums keinen kostenlosen Zugriff auf die Fachzeitschriften hat, in denen solche Daten üblicherweise veröffentlicht werden.
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Ich fürchte du hattest Recht zweiPhotonen. Alleine komme ich mit der Recherche nicht weiter, da ich keinen Zugang zu Scifinder habe. Kann mir jemand, der über einen Zugang zur Datenbank verfügt das Dreiecksdiagramm n-Butylacetat-Wasser-Aceton für 20 °C zukommen lassen? Bin langsam ein wenig am verzweifeln. :-(
ich hab' vorhin mal ge'schaut' wie oben beschrieben. Es gibt tatsächlich nicht viel zum Thema, was der Scifinder kennt. Ich habe aber auch nicht alles nachverfolgt, da ich mir ein 30 min Limit gesetzt hatte: Einziger Treffer, den ich für relevant halte. *)
Mit Wasser/Ester/Alkohol oder Wasser/Ester/Säure gibt es mehr Artikel.
*) Bevor jetzt wieder Klagen kommen: Der Katalog der EZB sagt, dass die Druckausgabe der Zeitschrift auf dem Campus Duisburg und in der HHU Düsseldorf vorhanden sind.
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Geändert von zweiPhotonen (24.04.2010 um 12:47 Uhr)