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Alt 20.04.2010, 15:34   #1   Druckbare Version zeigen
Delicious weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 35
Kunststoffe in der Medizin

Hallo!
Ich halte ein Referat über die Kunststoffe in der Medizin. Es gibt ja wirklich Unmengen an Informationen im Internet. Doch irgendwie habe ich keine negativen Aspekte gefunden?
Wisst ihr was ich da sagen kann? ICh kann schließlich nicht nur Pro erzählen da gibts sicherlich auch contra Argumente

LG
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Alt 20.04.2010, 16:01   #2   Druckbare Version zeigen
Irrlicht Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.220
AW: Kunststoffe in der Medizin

Z.B. hohe Phthalat- oder allgemein Weichmacherbelastungen durch Infusionsbeutel.
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"Die Aussage 'Kein Mensch wäre so dumm, so etwas zu tun' stimmt nicht. Irgend jemand wäre immer so dumm, etwas wirklich Dummes zu tun - nur um zu sehen, ob es möglich wäre. Wenn du in einer versteckten Höhle einen Schalter anbringst und ein Schild aufhängst 'ENDE-DER-WELT-SCHALTER. BITTE NICHT DRÜCKEN', hätte das Schild nicht einmal Zeit zu trocknen."
-- Terry Pratchett - "Thief Of Time"
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Alt 20.04.2010, 16:49   #3   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Kunststoffe in der Medizin

Die Oberfläche ist meist zu glatt, um vom Körper durch Anwachsen von Gewebe "angenommen" zu werden. Da muss man sich was einfallen lassen und das verteuert die Sache dann.

Lösemittel, Additive, Weichmacher können überall ein Problem darstellen, sei es außerhalb oder innerhalb des Körpers. Selbst wenn diese dem Körper keinen Schaden zufügen, kommt es zu Versprödung, die u.U. nicht gewünscht ist oder die Funktion nachteilig beeinflussen.

Dass du so wenig Nachteile findest liegt daran, dass es unzählbar viele Polymere gibt, und jeden Tag neue erfunden werden. Man kann also für die gewünschte Funktion aus einem großen Katalog den Werkstoff mit dem gewünschten Eigenschaftsprofil auswählen und so die Nachteile automatisch minimieren, so dass fast nur noch Vorteile vorhanden sind.
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Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
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Alt 20.04.2010, 16:54   #4   Druckbare Version zeigen
Delicious weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 35
AW: Kunststoffe in der Medizin

Danke!
Das ist doch schon einiges
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Alt 20.04.2010, 18:47   #5   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Kunststoffe in der Medizin

Zitat:
Lösemittel, Additive, Weichmacher
Die dürften kein Problem darstellen. Medizintechnikprodukte haben sehr strenge Prüfauflagen. Vor allem, wenn sie im Körper verbleiben.
Allgemein provozieren Fremdkörper aller Art im Körper gerne Entzündungsreaktionen, Vernarbungen durch Verkapselung des Fremdkörpers und die Bildung von Blutgerinnseln. Metalle können hier manchmal besser abschneiden als die hydrophoberen Kunststoffe, müssen aber nicht.
Ein Problem ist aber in der Tat Materialermüdung / Werkstoffversagen. Bei künstlichen Gelenkpfannen kam es schon vor, dass sie entweder aus der Verankerung gebrochen oder Teile durch Überbelastung abgebrochen sind. Die Folgen sind schmerzhaft. Allgemein können Kunststoffe bei hohen Belastungen noch nicht mit Metallen mithalten.
Was ich jetzt persönlich noch als Nachteil ansehe, und dies vor allem im Labor, ist die Tatsache, dass Kunststoffeinwegprodukte z.B. wiederverwendbare Glasgeräte verdrängen, weil diese nicht einfach nach Gebrauch weggeworfen werden können, sondern gereinigt und sterilisiert werden müssen.
Allerdings haben gerade bioabbaubare Kunststoffe Vorteile, die du mit keinem anderen Werkstoff hinbekommst.
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Alt 20.04.2010, 23:04   #6   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Kunststoffe in der Medizin

Zitat:
Ein Problem ist aber in der Tat Materialermüdung / Werkstoffversagen. Bei künstlichen Gelenkpfannen kam es schon vor, dass sie entweder aus der Verankerung gebrochen oder Teile durch Überbelastung abgebrochen sind. Die Folgen sind schmerzhaft. Allgemein können Kunststoffe bei hohen Belastungen noch nicht mit Metallen mithalten.

Das kuriose dabei ist ja, dass sie vor allem deshalb brechen, weil das Ti-Bauteil z.B. beim künstl. Hüftgelenk viel stabiler ist als der Knochen. Es wurde sogar gezielt daran geforscht, um den Ti-Werkstoff an die mechanischen Eigenschaften der Knochen anzugleichen.
Mir ist nicht bekannt, dass der Einsatz in den Knochen aus Kunststoffen hergestellt wird. Die Gelenkteile Kopf und Pfanne können aus PTFE oder Keramik sein.
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Alt 21.04.2010, 00:46   #7   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Kunststoffe in der Medizin

Ich meinte auch nicht, dass der Einsatz aus Kunststoff sei. Das würde nicht lange halten, vor allem bei schwer belasteten Knochen wie z.B. dem Oberschenkelknochen.
Worauf ich hinauswollte ist der Bruch von Gelenkpfannen oder -köpfen aus Kunststoff bzw. (bei den Pfannen weiß ich es) das Ausreißen aus der Verankerung.
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LordVader ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2010, 12:59   #8   Druckbare Version zeigen
Delicious weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 35
AW: Kunststoffe in der Medizin

Vielen Dank für eure Hilfe Habe 15Punkte bekommen für mein Referat
Delicious ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2010, 15:16   #9   Druckbare Version zeigen
Manel  
Mitglied
Beiträge: 1
AW: Kunststoffe in der Medizin

Kannst du mir das Referat vielleicht mal schicken?^^ Wäre echt super. Muss nämlich über dasselbe thema halten und finde irgendwie nichts passendes. Und Seiten wo du die Informationen her hast auch? Das wäre super!
Manel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2010, 15:18   #10   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Kunststoffe in der Medizin

Zitat:
Vielen Dank für eure Hilfe Habe 15Punkte bekommen für mein Referat
Das hört man gerne.... Glückwunsch!
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