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Alt 13.04.2010, 18:07   #1   Druckbare Version zeigen
GPunkt Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Rechtsgrundlage? Prüfung Chemie?!

Liebes Forum...

Ich hab ne Frage, die mir schon seit einigen Wochen Kopfschmerzen bereitet... Ich studiere Chemie in einem Bachelorstudiengang und bisher war auch immer alles prima... Nun hab ich jedoch noch eine Klausur aus dem letzten Semester, die aufgrund eines Praktikums erst so spät geschrieben wird.

In dieser Klausur wird es zum wiederholten Mal nicht um Mechanismen, Strukturen, Synthesewege, etc. gehen, sondern um hunderte, vielleicht tausende einzelreaktionen und Begriffe, die einfach nur stur auswendig zu lernen sind, da die Fragen, die kommen können, viel zu speziell sind (ich vgl. Altklausuren) ...

Nun frag ich mich, wer denkt sich so nen Sch... aus und wie lässt sich sowas durchbringen, an einer Uni? ...Ich mein, ist es im Bachelor wirklich so, dass nur jene Fachidioten auf Dauer durchkommen, die bloß stur auswendiglernen können? Tag für Tag und Semester für Semester? Ich finde jedenfalls nicht, dass das ein Kriterium für Fachkompetenz ist und bin der Meinung, das kann nicht richtg sein...

Was sind eure Erfahrungen? Was denkt ihr so??

Liebe Grüße
GPunkt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2010, 15:31   #2   Druckbare Version zeigen
Spektro Männlich
Mitglied
Beiträge: 952
AW: Rechtsgrundlage? Prüfung Chemie?!

Zum Thema Rechtsgrundlagen:

Es gibt entsprechende Prüfungsordnungen, die neben den Voraussetzungen zur Prüfung auch Themenbereiche festlegen, was geprüft werden darf. Mir ist ein Fall bekannt, wo tatsächlich ein Student (mit Unterstützung eines Profs aus demselben Fachbereich) eine Vordiplomsprüfung nachträglich annulieren lassen konnte, weil der prüfende Prof. in der Prüfung fast ausschließlich Stoff gefragt hat, der erst im anschließenden Hauptstudium dran kommen sollte.

Aber ansonsten haben die Prof's bei der Prüfung relativ Narrenfreiheit. In meinem Studium musste ich für's allseits gefürchtete Abschlusskollog von einem AC-Praktikum auch solche Sachen wie Bindungslängen aller möglichen Verbindungen lernen, die im Hollemann-Wiberg nur irgendwo im Kleingedruckten versteckt waren. Da hilft nur auswendig lernen - ebenso wie bei den Namens-Reaktionen in der OC. Das sind nun mal Grundlagen, um ein paar Zahlenwerte kommt man einfach nicht herum.
Aber grade in den später entscheidenden mündlichen Prüfungen wird dann eher das Verständnis abgeprüft als pures auswendig-wissen.
Spektro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2010, 18:40   #3   Druckbare Version zeigen
GPunkt Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Rechtsgrundlage? Prüfung Chemie?!

Hey...

Danke für deine Hilfe. Ich werde mich da einfach mal durchbeißen und dann sehen, ob sich das auf Dauer mal anders entwickelt... Ich wünsche noch einen angenehmen Abend
GPunkt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2010, 23:02   #4   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Rechtsgrundlage? Prüfung Chemie?!

Zitat:
Ich mein, ist es im Bachelor wirklich so, dass nur jene Fachidioten auf Dauer durchkommen, die bloß stur auswendiglernen können?
So sieht es leider aus. Ich habe auch ein ziemliches Problem damit, weil ich erst mal wieder das Auswendiglernen lernnen muss, was ich nach dem Latinum an den Nagel gehängt habe. Den Bachelor habe ich an einer ehem. FH (jetzt HS) gemacht, da musste man zwar auch einiges auswendig lernen, aber nicht in dem Umfang wie es jetzt in meinen Auflagen (anderes Thema...) der Fall ist.

Zitat:
Ich finde jedenfalls nicht, dass das ein Kriterium für Fachkompetenz ist
Das ist es sicherlich nicht. Ich kenne genug Leute, die zwar alles mögliche ohne Zusammenhang richtig zitieren können, aber die sehen da immer nur ein kleines Rädchen im Getriebe. Den Blick für das große Ganze und die Zusammenhänge haben die nicht. Schade für sie...

Das schlimme ist ja, dass durch diese Methode ein Denken gefördert wird, das kaum noch Raum für Kreativität, Kombination und Variation lässt; es gibt da nur noch das, was Schwarz auf Weiß festgehalten ist.
__________________
Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
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