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Alt 29.03.2010, 14:36   #1   Druckbare Version zeigen
Marvellous Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Unglücklich Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Hallo liebe Chemikergemeinde!

Ist irgendjemandem mal Literatur zur Mischbarkeit von flüssigem Ethan mit anderen Stoffen/Lösungsmitteln untergekommen? Mich würde es möglichst bei "normalen" Temperaturen (>0°C) interessieren.

Ich schätze mal, dass es beispielsweise mit Pentan oder Hexan mischbar sein sollte, aber wie sieht es mit anderen Lösungmitteln (Benzol, Alkohole, DMF, DEF, halogenhaltige LöMi etc.) aus?

Besten Dank für die Hilfe,
Marv
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Alt 29.03.2010, 15:13   #2   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Literatur nicht, aber ein paar Überlegungen:

Zitat:
Mich würde es möglichst bei "normalen" Temperaturen (>0°C) interessieren.
Also als Gas in einer Flüssigkeit, nehm ich mal an...
Abgesehen davon, dass es vom Druck abhängt würde ich sagen, je ähnlicher das Lösungsmittel dem zu lösenden Stoff ist, desto besser lässt es sich lösen. Also sehr gut in Alkanen und Alkenen, vllt sogar Alkinen. In Alkoholen schwer bis gar nicht. Kommt darauf an, wie groß der org. Rest ist, der an der OH-Gruppe hängt.
Zu den halogenhaltigen Lösungsmitteln: Was schwebt dir denn da vor?

Ich weiß leider nicht was DMF und DEF ist...
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Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
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Alt 29.03.2010, 16:18   #3   Druckbare Version zeigen
Marvellous Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Danke für die Antwort!

Ich hab mich wohl noch ein wenig unklar ausgedrückt..
Ich meinte schon flüssig in flüssig, der kritische Punkt von Ethan liegt erst bei etwas über 30°C (~50 bar).
Was mich interessiert ist wie sich verflüssigtes Ethan (also T<30°C, p um die 40-50bar) mit anderen, bei Normalbedingungen flüssigen Lösungsmitteln mischt, und nicht wieviel Ethan sich bei Raumtemperatur und 1bar in bspw. Hexan löst.

Zum Beispiel um Ethan (als Alternative zu CO2) für überkritische Trocknungen von Gelen zu verwenden, dabei muss ja das im Lyogel vorhandene Lösungsmittel ausgetauscht werden, wofür wiederum eine Mischbarkeit mit dem Extraktionmittel (idF Ethan) vonnöten ist.

Halogenhaltig schweben mir "normale" Sachen vor, also Dichlormethan, Chloroform und sowas.
Sorry, DMF sollte Dimethylformamid bedeuten (DEF entsprechen Diethyl..)

Besten Dank und viele Grüße,
Marv
Marvellous ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2010, 17:04   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Aromaten und Halogenkohlenwasserstoffe sollten kein Problem sein.
DMF ist laut Literatur nicht mit Alkanen mischbar, aber damit sind wohl eher Alkane gemeint, die bei RT und Normaldruck flüssig sind, und nicht sub- oder überkritisches Ethan.

Warum muss übrigens das zu entfernende Lösungsmittel mit dem Extraktionmittel mischbar sein?

Gruß,
Franz
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Alt 29.03.2010, 17:20   #5   Druckbare Version zeigen
Marvellous Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Hi Franz,
danke für deine Antwort, Literatur dazu kennst du wahrscheinlich auch nicht oder? Ich hab schon den SciFinder bemüht aber der liefert leider nichts Brauchbares...

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Warum muss übrigens das zu entfernende Lösungsmittel mit dem Extraktionmittel mischbar sein?
Nunja.. Sinn der überkritischen Trocknung von Gelen ist ja das vorhandene Lösungsmittel gegen eines Auszutauschen welches relativ unkompliziert in den überkritischen Zustand überführt werden kann - und somit beim Entfernen desselben Kapillarkräfte zu umgehen die die Gelstruktur kollabieren lassen würden. Da so ein Gel wie ein Schwamm ist, macht es schon Sinn wenn Extraktionsmittel und Lösungsmittel mischbar sind weil sonst eine Verdrängung/Austausch des Lösungsmittels extrem langwierig wäre, oder?

Deswegen wird vor der Überkritischen Trocknung mit CO2 ja auch das Substrat mit Ethanol oder Aceton gewaschen.

Besten Dank,
Marv

Geändert von Marvellous (29.03.2010 um 17:24 Uhr) Grund: zitat
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Alt 29.03.2010, 20:49   #6   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Zitat:
und nicht wieviel Ethan sich bei Raumtemperatur und 1bar in bspw. Hexan löst.
Hab ich auch nicht angenommen...

Zitat:
Ich meinte schon flüssig in flüssig, der kritische Punkt von Ethan liegt erst bei etwas über 30°C (~50 bar).
Ja, bei 50 bar liegt der Punkt bestimmt bei ca. 30°C.

Auf Wikipedia steht, dass Ethan gut in Ethanol löslich ist; Wikipedia ist aber nicht die "Literatur" der Wahl....

Zitat:
Da so ein Gel wie ein Schwamm ist, macht es schon Sinn wenn Extraktionsmittel und Lösungsmittel mischbar sind weil sonst eine Verdrängung/Austausch des Lösungsmittels extrem langwierig wäre, oder?
Das kommt mir ein bisschen spanisch vor. Die intermolekularen Wechselwirkungen sind doch viel größer, wenn beide mischbar sind als bei nicht mischbaren - oder? Wenn die daraus resultierenden Anziehungskräfte größer sind, dauert der Austausch (an der Oberfläche) logischerweise länger. Allerdings weiß ich nicht wie es ist, wenn das Lösungsmittel eine gewisse Schichtdicke des Gels durchdringen muss, um entfernt zu werden. Kann sein, dass das der langsamste Prozess ist (zumindest in meiner Vorstellung ).
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Alt 30.03.2010, 08:03   #7   Druckbare Version zeigen
Marvellous Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Guten Morgen allerseits!

Zitat:
Zitat von Kalomel Beitrag anzeigen
Auf Wikipedia steht, dass Ethan gut in Ethanol löslich ist; Wikipedia ist aber nicht die "Literatur" der Wahl....
Hmm.. kannst du einen Link dazu posten (falls das erlaubt ist), oder sagen auf welcher Wiki-Seite du das gelesen hast? Ich habs nicht gefunden, aber vllt. ist dort ja Literatur angegeben..!?


Zitat:
Zitat von Kalomel Beitrag anzeigen
Das kommt mir ein bisschen spanisch vor. Die intermolekularen Wechselwirkungen sind doch viel größer, wenn beide mischbar sind als bei nicht mischbaren - oder? Wenn die daraus resultierenden Anziehungskräfte größer sind, dauert der Austausch (an der Oberfläche) logischerweise länger. Allerdings weiß ich nicht wie es ist, wenn das Lösungsmittel eine gewisse Schichtdicke des Gels durchdringen muss, um entfernt zu werden. Kann sein, dass das der langsamste Prozess ist (zumindest in meiner Vorstellung ).
Also wenn Lösungsmittel und Extraktionsmittel nicht mischbar sind, wäre die einzige effektive Triebkraft für einen Austausch eine bevorzugte Benetzung der Substratoberfläche mit Extraktionsmittel, so dass es zu einer Verdrängung des Lösungsmittels kommt. Wenn aber LöMi und ExMi gut mischbar sind kann man dem ganzen System etwas Zeit geben, dann tauscht man LöMi/ExMi-Gemisch gegen frisches ExMi, wartet wieder etwas, tauscht wieder gegen frisches ExMi und so weiter. Im Zweiten Falle ist man mehr oder minder auf der sicheren Seite was den Austausch betrifft. Im ersten Fall ist der ganze Prozess dagegen sehr stark Substrat- bzw. Oberflächenabhängig, und probieren geht nicht unbedingt über studieren, wenn es sich um wertvolles Probenmaterial handelt.

Beste Grüße,
MArv
Marvellous ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2010, 14:51   #8   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Zitat:
Hmm.. kannst du einen Link dazu posten (falls das erlaubt ist), oder sagen auf welcher Wiki-Seite du das gelesen hast? Ich habs nicht gefunden, aber vllt. ist dort ja Literatur angegeben..!?
Bitte sehr!

link


Zitat:
...und probieren geht nicht unbedingt über studieren, wenn es sich um wertvolles Probenmaterial handelt.
Ja, das stimmt.
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Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.03.2010, 11:24   #9   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
AW: Mischbarkeit von flüssigem Ethan

Zitat:
Zitat von Marvellous Beitrag anzeigen
danke für deine Antwort, Literatur dazu kennst du wahrscheinlich auch nicht oder? Ich hab schon den SciFinder bemüht aber der liefert leider nichts Brauchbares...
In die Bib gehen und 'von Hand' suchen:
Landolt-Börnstein,
evtl. auch Beilstein

am PC:
Datenbanken bei NIST, IUPAC

es gibt auch Fachzeitschrift in denen sowas bevorzugt publiziert wird. Naheliegend sind Journale wie J. Chem. Eng. Data, J. Phys. Chem. Ref. Data, J. Prakt. Chem., ...

Nur weil Du mit Scifinder nichts findest bedeutet das nicht, dass es keine Daten dazu gibt.
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
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