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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 19.03.2010, 17:26   #1   Druckbare Version zeigen
el presidente Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
Osmose bei/mit festen Stoffen

Hallo erstmal!

Mein erster Beitrag, und der hat schon eine ziemlich schwammige Bezeichnung. Rührt daher, dass ich aus dem rechtlichen Bereich komme und meine Chemiekenntnisse schon sehr weit zurückliegen.
Ich hoffe, Ihr verzeiht mir meine seltsame Fragenstellung und mein komplettes Unwissen.

Zu meiner Frage: Ist es möglich, mittels Osmose, feste Stoffe zu trennen? Im konkreten Fall (den ich leider ausstreiten muss) geht es um was eher seltsames. Also, Wenn ich dunkle Haare hernehme und möchte diese erhellen, dann müssen diese zuerste gebleicht werden. Das geschieht meistens mittels einer Lauge, wenn ich mich da richtig informiert habe, nur wird dabei auch die Hornschicht geschädigt. Angeblich gibt es dazu aber ein Verfahren mittels Osmose und die Hornschicht bleibt weitgehend unzerstört.
Das ganze klingt sehr seltsam, nur hat mir bis dato keiner was dazu sagen können, bis jetzt hab ich nur die Auskunft erhalten, sowas sei nicht möglich sondern geschehe nur über den üblichen Prozess.
Wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir dazu etwas sagen könnt, insbesondere auch auf eine solch einfache Art, dass ein DAU wie ich das auch verstehen kann.

Danke schon mal vorab...
el presidente ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 17:41   #2   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Also: Osmose ist ein Diffusionsprozess, meist duch eine halbdurchlässige Membran.
D.h. Moleküle wandern durch eine Art Sieb, mit dem Bestreben, auf beiden Seiten des Siebes die gleiche Konzentration zu erreichen.

Die Frage ist hier: Was für eine Membran soll hier wie funktionieren? Was soll durch die Membran durch? Das Bleichmittel?

Oder soll gar die Hornschicht als Membran fungieren? Wenn es Bleichmittel gibt, die die Hornschicht passieren und nach dem Bleichen dahinter bleiben, auch wenn man die Haare wäscht, könnte das funktionieren.

Darf man wissen, worum es bei dem Fall geht? Hast du eine Kundin, die Ersatz für ihre vermeintlich beschädigte Hornschicht erstreiten will und die Gegenpartei stützt sich auf die Osmosetheorie?

Ich gebe auch zu bedenken, dass Haare ein biologisches Produkt sind und entsprechend der jeweiligen Physiologie anders auf bestimmte Mittel reagieren. Bei dem einen sind sie widerstandsfähiger, bei dem andern weniger.
__________________
Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 18:09   #3   Druckbare Version zeigen
el presidente Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Danke für die schnelle Antwort.
Also, wie das genau funktionieren soll, weiß ich ja leider nicht.
Es geht um folgenden Sachverhalt: Es handelt sich um Haare, die zu Haarverlängerungen verwendet werden, die kommen hauptsächlich aus Indien, weil diese vom Aufbau dem europäischem Haar sehr ähnlich ist. Da diese jedoch alle dunkelbraun bis schwarz sind, müssen die irgendwie chemisch behandelt werden, wobei diese dunklen Pigmente herausgelöst werden - daher, mit welcher Methode funktioniert das am schonendsten? Ein Anbieter hat angeblich ein Patent für diese Sache mittels Osmose. Daher die Frage, ob das möglich ist.
Des weiteren, worum es konkret geht, eine andere Firma behauptet, die Hornschicht der Haare, die meine Mandantin vertreibt, wäre zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass diese fast nicht mehr vorhanden wäre und daher nur mindere Qualiät sei. Das ist aber nur bei fast schon atomarer Zerlegung einer Probe ersichtbar. Hat jetzt nichts mehr mit meiner konkreten Frage zu tun.
Natürlich wird dafür auch ein Sachverständiger bestellt werden, ich möchte einfach nur vorher Informationen einholen, ob sowas geht und auf welche Art, und wenn nicht, warum nicht.
Hoffe, das war einigermaßen verständlich erklärt.
Und nochmals Danke für Eure Infos.
el presidente ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 18:27   #4   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Zitat:
Ein Anbieter hat angeblich ein Patent für diese Sache mittels Osmose.
Das möchte ich mal sehen, wie das gehen soll. Normalerweise werden Bleichmittel verwendet wie Wasserstoffperoxid. Diese ziehen dann ins Haar ein, was man mit etwas gutem Willen dann auch als Osmose bezeichnen könnte...
Hast du die Patentnummer vorliegen?
Zitat:
die Hornschicht der Haare, die meine Mandantin vertreibt, wäre zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass diese fast nicht mehr vorhanden wäre und daher nur mindere Qualiät sei
Tja, das ist das Dilemma, an dem viele Kosmetikfirmen arbeiten, damit trotz der zur Bleiche notwendigen harschen Bedingungen möglichst die Hornschicht nicht so zerstört wird, dass die Haare rauh werden, was der Heimanwender beim nächsten Färben nämlich mit Nichtbeachtung des Produktes dieser Firma strafen würde. Insofern kann ich mir schon vorstellen, dass die Mandantin nicht die notwendigen Fachkenntnisse / Chemikalien hat, um dies zu verhindern, sofern sie selber färbt. Dies ist aber nur eine Vermutung, die aussagen soll, dass die Anschuldigung durchaus im Rahmen des Möglichen liegt.
__________________
Born stupid? Try again!

"Mit den Füßen im Zement, verschönerst du das Fundament"
LordVader ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 18:39   #5   Druckbare Version zeigen
el presidente Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Das würd ich eben selbst auch gern wissen, wie das geht. Patentnummer hab ich leider keine, hab zwar schon danach gesucht, leider nichts gefunden.
Der Anbieter mit diesem Patent ist auch nicht der Gegner, das wär dann nicht das Problem, dessen Produkte wurden auch schon in den Shop übernommen.
Ein anderer Konkurrent macht Probleme, der die Testkäufe in einem Wollforschungsinstitut hat untersuchen lassen zur Verdeutlichung, dass dessen Produkte besser sind. Die Mandantin hat ihre Artikel nicht nur mit einem herkömmlichen Mikroskop auf die vorhandene Schuppenschicht regelmäßig kontrolliert sondern auch mit spezielleren für medizinische Bereiche vorgesehene Mikroskope und konnte dort keinen Mangel feststellen.
Selbst werden von ihr diese Haarteile nicht irgendwie farblich verändert, es geht rein um die Vorbehandlung von ihrem Lieferanten, der jedoch weltweit liefert und sie lediglich dessen Produktbeschreibungen über die Qualität übernommen hat, diese aber angeblich nicht den Tatsachen entspricht, wenn man das unter einem ganz speziellen Mikroskop betrachtet, was jedoch weder ein normaler Frisör, noch sonst jemand so leicht zur Hand hat.
Darum geht´s nur noch darum zu wissen, ob es sowas mittels Osmose gibt und jetzt, nach der letzten sehr aufschlussreichen Antwort, wenn das wie üblich per Wasserstoffperoxid stattfindet, kann es dabei auch zu Unterschieden kommen, hinsichtlich Konzentration und Dauer der Behandlung?
Ich weiß, meine Fragen sind für Experten ziemlich dumm, nur, ich weiß es eben nicht...
el presidente ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 19:01   #6   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Zitat:
die Hornschicht der Haare, die meine Mandantin vertreibt, wäre zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass diese fast nicht mehr vorhanden wäre und daher nur mindere Qualiät sei
Seit wann kann man anwaltlich anfechten, dass des Konkurrenten Produkte besser sind?
Zitat:
Die Mandantin hat ihre Artikel nicht nur mit einem herkömmlichen Mikroskop auf die vorhandene Schuppenschicht regelmäßig kontrolliert sondern auch mit spezielleren für medizinische Bereiche vorgesehene Mikroskope und konnte dort keinen Mangel feststellen.
Was das spezielle Mikroskop angeht, könnte das ein Elektronenmikroskop sein. Dieses hat in der Tat nicht jeder, und man sieht hier auch kleinste Unterschiede und Makel der Hornschicht. Inwiefern dies allerdings praktisch relevant ist, kann ich nicht sagen, da ich nicht weiß, welche Maßstäbe die kosmetische Industrie an sich anlegt und inwiefern die aufgezeigten Unterschiede makroskopisch überhaupt erfühlbar sind. Dies sollte der zuständige Richter hoffentlich dann auch anerkennen und entsprechend einordnen können.
Zitat:
wenn das wie üblich per Wasserstoffperoxid stattfindet, kann es dabei auch zu Unterschieden kommen, hinsichtlich Konzentration und Dauer der Behandlung?
Selbstverständlich! Zumal, soweit mein begrenzter Wissenstand auf diesem Gebiet reicht, auch weniger mit dem wirklich aggressiven Wasserstoffperoxid gearbeitet wird, sondern mit Stoffen, die dieses oder ähnlich wirkende Stoffe erst vor Ort freisetzen. Hier kann man viel falsch machen, und richtig wahrscheinlich nur durch ausführliche Versuche: Dauer, Konzentration, Hilfsmittel, Temperatur, Vor- / Nachbehandlung...
Wenn dies aber nur ein zugekauftes Produkt ist, würde ich mich mal erkundigen, ob andere Kunden ähnliche Probleme haben, oder sie das Haar als qualiltativ hochwertig ansehen.
Zitat:
Ich weiß, meine Fragen sind für Experten ziemlich dumm, nur, ich weiß es eben nicht...
Jeder ist auf den meisten Wissensgebieten dumm, weil nicht seine eigenen. Ich habe hier glaube ich mal als Signatur gelesen: "Dumm ist nicht wer fragt, sondern wer nicht fragt."
Und auch ich müßte mich dann zu den Dummen zählen, weil ich zwar von der Chemie, aber nicht von dem Teilgebiet (und den wahrscheinlich eh geheimen Kniffen der Industrie) richtig Ahnung hab. Also nicht schämen .
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"Mit den Füßen im Zement, verschönerst du das Fundament"
LordVader ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 19:31   #7   Druckbare Version zeigen
el presidente Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Natürlich kann man wegen sowas klagen, läuft dann unter dem Titel des Wettbewerbsrechtes weil der andere dann vermeintlich weniger Kunden hat wegen der angeblichen Täuschung der Kunden mit "falschen Aussagen" des Kontrahenten.
Dabei geht´s um gar nicht wenig
Kann sein, dass das mittels Elektronenmikroskop geht, ich möchte hier nicht öffentlich das Institut kundtun, wo diese Untersuchung als Privatgutachten der anderen durchgeführt wurde.
Von der Qualität her hat´s nie Probleme gegeben, sowas hält durchschnittlich 6 Monate ohne Probleme und das haben diese Produkte auch immer mindestens erfüllt.
Gut, das war jetzt nichts Chemiespezifisches mehr.
Das ganze funktioniert normal ja so, dass diese Haare in Indien von ein paar Großhändlern eingesammelt werden, und dann entsprechend vorbereitet werden, insbesondere hygienische Reinigungen und dann die Vorbereitung zur Angleichung an europäisches Haar und auch zur Färbung, die auch dort vorgenommen wird.
Anhand der üblichen Qualitätskontrollen kann nicht festgestellt werden, ob hier mindere Qualität vorliegt, weil die üblich wesentlichen Merkmale hinsichtlich der Tragequalität und Dauer vorhanden sind und sich auch noch niemals eine Kundschaft beschwert hätte.

Und jetzt wieder eine Chemiefrage: Welche Möglichkeiten stehen außer mit Wasserstoffperoxid noch zur Auswahl und wie kann man das dann anschließend feststellen, mit welcher Methode die Aufbereitung vorgenommen wurde.

Danke.
el presidente ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 20:21   #8   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Na schön, wenn einer mit seinem Patent angibt, ohne dass es nachvollziehbar besser ist, mag es tatsächlich einen Klagegrund geben. Nur ob das Erfolg hat, wird vom Verständnis des Richters abhängen. Wenn der Patentinhaber nämlich nur mit mikroskopischen Unterschieden argumentieren kann, die makroskopisch (worauf es ankommt) keine Unterscheidung zu einem anderen Verfahren erlauben, wird man die (mir unbekannte Werbeaussage) prüfen müssen.
Aber so wie ich das verstehe, geht es auch nicht um diese Firma, sondern darum, dass eine dritte die Mandantin beschuldigt, falsche Aussagen zu treffen, und diese eben mit dem (Elektronen)mikroskop nachweisen möchte?
Zu prüfen wäre meiner Meinung nach erstmal, woher der Kläger seine Haare überhaupt bezieht.
Ich weiß nicht, was du schon in diesem Fall unternommen hast und möchte dir natürlich auch nicht in dein Geschäft reden, aber das sind halt Fragen, die sich mir als Laie beim Nachdenken so stellen.
Zur Chemiefrage kann ich dir leider nicht viel weiterhelfen, da ich mich wie gesagt in diesem Themengebiet nicht gut auskenne. In Wikipedia steht mal prinzipiell nur dieses Verfahren, wobei sie natürlich jeder Vollständigkeit und wissenschaftlicher Tiefe entbehrt. Google bringt wahrscheinlich mehr, da dort auch wissenschaftliche Publikationen aufgelistet würden, die als Einstieg sicher nicht verkehrt sind.
Ansonsten: abwarten, ob ein auf diesem Gebiet besser Bewanderter noch hier hereinschaut.
Ein Nachweis, mit welcher Methode gebleicht wurde, dürfte bei gründlicher Aufarbeitung schwer fallen.
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"Mit den Füßen im Zement, verschönerst du das Fundament"
LordVader ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 20:38   #9   Druckbare Version zeigen
el presidente Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

@Schmidt: Danke, hört sich sehr interessant an, wie wird das dann mit Feststoffen genannt?

@LordVader: Genau richtig erkannt. Der mit dem Patent auf diese Methode ist nicht das Problem, dessen Produkte wurden mittlerweile auch schon in den Shop aufgenommen.
Der Gegner hat die Proben ganz einfach bei Testkäufen errungen, ist auch sein gutes Recht. Dieser Gegner ist auch ein wenig streitsüchtig, hat das schon mit mehreren kleineren Mitkonkurrenten gemacht, bis jetzt noch zu seinem Erfolg, weil die anderen sich auf keinen Prozess eingelassen haben.
Mehr kann und darf ich dazu nicht sagen.
Nur, der andere hat auch nicht die besondere Qualität, nur hat das im gegenständlichen Fall wenig zu tun.
Natürlich wird auch ein Sachverständiger aus dem konkreten Fach bestellt werden vom Gericht aus, ein privates Gutachten zahlt sich nicht unbedingt aus, daher nur die Frage, ob es andere Möglichkeiten als mit Wasserstoffperoxid geben kann, und wenn ja, welche diese sind.
Und danke auch für Deine Vorschläge, sowas ist von Außenstehenden immer gut, selbst wird man oft zu betriebsblind und ein Input mit Branchenfremden bringt einen oftmals weiter. Aber diese von Dir eingeworfenen Gedanken sind uns auch schon gekommen.
el presidente ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 20:48   #10   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Sauerstoff ist eigentlich bei allen Bleichen mittelbar oder unmittelbar beteiligt.
Einzige Möglichkeit, die mir persönlich jetzt noch einfällt, wäre nicht nasschemisch mit Wasserstoffperoxid, sondern mit einem Sauerstoffplasma. Nur befürchte ich, dass hier noch sehr viel mehr kaputtgeht als mit WP. Ob dies nicht nur chemisch, sondern auch betriebswirtschaftlich Sinn macht, weiß ich (mal wieder) aber nicht.
Verstehe ich das jetzt richtig: die Osmose interessiert dich, aber Inhalt der Klage ist die Beschaffenheit der Hornschicht bei gewöhnlich gebleichtem Haar?
__________________
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"Mit den Füßen im Zement, verschönerst du das Fundament"
LordVader ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 21:07   #11   Druckbare Version zeigen
el presidente Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

So ähnlich. Die Osmose interessiert mich deshalb, weil das angeblich von einer Firma angewendet wird, mir aber dieser Vorgang völlig unverständlich in einem solchen Fall ist.
Zum anderen behauptet der Kontrahent auf seiner Internetseite, dass er auch ein etwas anderes Verfahren verwendet, welches steht jedoch nicht, deshalb das Interesse, was sonst noch möglich ist.
Und die allgemeine Frage geht dahin, inwiefern es bei den verschiedenen Techniken zu großen Unterschieden an der Struktur der Haare kommen kann. Ob diese dann wirklich augenscheinlich sein können, obwohl bei üblicher Qualitätskontrolle kein Unterschied erkannt werden kann, sonder nur vermutlich via Elektronenmikroskop und diese vermutlichen Divergenzen können glaub ich im normalen Leben keinen merkbaren Unterschied bewirken. Oder gibt es in anderen Bereichen Beispiele, dass so kleine Unterschiede merkliche Qualitätsunterschiede bedingen, und ich meine hier nicht Hochpräzäsionsgegenstände sondern einfache Alltagsgegenstände.
Danke, bin durch die bisherigen Antworten schon ein gutes Stück schlauer geworden.
el presidente ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 19.03.2010, 21:16   #12   Druckbare Version zeigen
el presidente Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

@ehemaliges Mitglied: Hört sich sehr interessant und auch nachvollziehbar an. Geht sowas auch in dem konkreten von mir bezeichneten Fall ohne die äußere Struktur zu beschädigen? Die Farbpigmente der Haare liegt ja unterhalb der Hornschicht und diese sollen laut dem einen Erzeuger absolut schonend herausgelöst werden, ohne die äußere Schicht zu beschädigen. Bei den üblichen Bleichvarianten muss dazu ja zumindest teilweise die äußere Schicht irgendwie "aufgerissen" werden um an die darunterliegenden Pigmente zu kommen.
Ich glaub, ich könnte das Problem auch nicht lösen, wenn ich damals in der Schule besser aufgepasst hätte
el presidente ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 21:26   #13   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Zitat:
Oder gibt es in anderen Bereichen Beispiele, dass so kleine Unterschiede merkliche Qualitätsunterschiede bedingen, und ich meine hier nicht Hochpräzäsionsgegenstände sondern einfache Alltagsgegenstände.
Schau dir die Schädigung von Plastik durch UV-Strahlung an. Lange Zeit wirst du den meisten eine Schädigung nicht ansehen, bis sie eines Tages plötzlich zerbrechen.
Was die Verfahren angeht: zuerst wird das Haar durch z.B. Ammoniak zum Aufquellen bewegt, wodurch das WP erst vernünftig durch die ansonsten recht feste Oberfläche eindringen kann. Bei einem Gas, wie es in der Plasmabehandlung eingesetzt wird, bzw. dem entstandenen Plasma selber könnte das auch ohne diese Vorbehandlung gehen. Allerdings besteht hier andererseits die Gefahr, dass die Hornschicht durch die Methode unerwünscht in Mitleidenschaft gezogen wird und somit auch Schaden nimmt, obwohl in anderem Medium gearbeitet wird.
Eine Anmerkung noch zur Analyse des Klägers: im wissenschaftlichen Umfeld sind solche Analysen nur ernsthaft verwertbar, wenn sie durch Mehrfachbestimmung verifiziert sind. Haare sind kein einheitliches Produkt, weshalb der exemplarische Nachweis eines Haares aus einer Charge nicht ausreichen wird und, falls so erfolgt, angreifbar sein dürfte.
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"Mit den Füßen im Zement, verschönerst du das Fundament"
LordVader ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2010, 23:27   #14   Druckbare Version zeigen
el presidente Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Das mit dem Plastik ist nachvollziehbar, nur geschieht das dort sicher über einen Zeitraum, der länger als 6 Monate ist. Bei meinem Fall braucht das Zeugs nicht länger die gewünschten Eigenschaften vorweisen, weil´s dann zu optischen Divergenzen gibt, weil dann die Verlängerung bei den Haaren der Mädels sichtbar wird und daher ein Austausch vorgenommen werden muss.
Wie würde so eine "Plasmabehandlung" aussehen? Was kann ich mir darunter konkret vorstellen, zudem, ist sowas wirtschaftlich, oder ist der Aufwand dazu enorm?
Zum letzten Absatz: Solche Aussagen gefallen mir sehr gut, auch schon auf eine spezielle Weise durchdacht. Nur wenn das jetzt hier auch noch von einem Experten genau so mitgeteilt wird, dann ist das natürlich noch schöner.
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Alt 19.03.2010, 23:48   #15   Druckbare Version zeigen
LordVader Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.480
AW: Osmose bei/mit festen Stoffen

Zitat:
nur geschieht das dort sicher über einen Zeitraum, der länger als 6 Monate ist.
Kommt auf den Kunststoff und die zugesetzten Radikalfänger an, die Sonneneinstrahlung, Temperatur etc.
Zitat:
Bei meinem Fall braucht das Zeugs nicht länger die gewünschten Eigenschaften vorweisen,
Ich bin mir sicher, dass es schon wesentlicher früher verschleißt. Warum sollte es weniger anfällig sein als noch wachsendes Haar?
Zitat:
Wie würde so eine "Plasmabehandlung" aussehen? Was kann ich mir darunter konkret vorstellen, zudem, ist sowas wirtschaftlich, oder ist der Aufwand dazu enorm?
Du brauchst ne Vakuumkammer und etwas Sauerstoffgas sowie ein elektromagnetisches Feld zur Plasmageneration. Im Prinzip hast du keinen Materialverbrauch und Abfall außer etwas Gas. Wenn nicht viel kaputtgeht, kann sich sowas durchaus rechnen.
Vorstellen könnte ich mir das in Größe einer Wursträucherkammer. Haare auf einer Art Wäschewagen reinrollen, Sauerstoff dazu, ein paar Minuten Plasma erzeugen und fertig.
Zitat:
Solche Aussagen gefallen mir sehr gut, auch schon auf eine spezielle Weise durchdacht.
Tja, Fernsehen bildet. In dem Fall Anwaltsserien
Zitat:
Nur wenn das jetzt hier auch noch von einem Experten genau so mitgeteilt wird, dann ist das natürlich noch schöner.
Ich denke, um eine einmalige Untersuchung anzuzweifeln, reicht meine Erfahrung schon. Was rechtlich allerdings als gesichertes Ergebnis zählt, muss dir ein solcher Experte sagen.
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