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Alt 18.03.2010, 11:40   #16   Druckbare Version zeigen
Marduk Männlich
Mitglied
Beiträge: 314
AW: zähne putzen nicht vergessen!

Zitat:
Zitat von pleindespoir Beitrag anzeigen
Da das Ganze offenbar nur in saurer Umgebung funktioniert, die Zahnpasten aber durch die Bank basisch sind (wegen der bösen Säure), ist die Fluorzugabe nur ein leicht toxischer Werbegag.
Also das kann ich nun beim besten Willen nicht stehen lassen.

Die direkte Substitution findet zwar in einem äußerst gerinen Maße statt, doch durch die weiteren Reaktionen wird ein Fluorid-Langzeitpuffer gebildet:

Das durch die Zahnpasta eingetragene lösliche Fluorid (Topische Fluoridierung) wird in der Mundhöhle zu unlöslichem Calciumfluorid (im Nanometermaßstab) umgesetzt.
Dieses wird dann auf der Zahnoberfläche, und vor allem in den feinen, die Oberfläche durchziehenden Dentinkanälchen eingelagert.
Zudem wird der Speichel sowie Plaqueflächen mit Fluorid angereichert.

Findet nun ein "Säureangriff" auf die Zahnsubstanz statt, so wird das Fluorid freigesetzt. Fluorapatit ist in signifikantem Maße schlechter säurelöslich als Hydroxylapatit, wodurch der Fluorapatit bei der Remineralisation der Zahnsubstanz sich bereits bildet, während sich Hydroxylapatit immernoch lösen würde.

-> Fluoridionen erhöhen das Ausmaß der Remineralisation des Zahnschmelzes während sie das Ausmaß der Demineralisation (Kariesbildung) senken.

-> Die zunehmende Verbreitung von fluoridhaltigen Zahnpasten in den letzten Jahren hat bereits zu einer signifikanten Kariesreduktion geführt.

Spezielle Pflegemittel - z.B. "Elmex Gelee"

Hier liegt die ganze Geschichte schon etwas anders:

Zusätzlich zur höheren Konzentration an löslichen Fluoriden enthalten diese Produkte oft noch Aminfluoride (organische Fluoride), die relativ zügig an die Oberfläche der Zahnhartsubstanz binden und somit wieder einen Fluorid-Puffer bilden. (dieser ist allerdings abrasionsgefährdet, weswegen man nach dem Gebrauch nichts essen / trinken sollte)

Der größte Unterschied ist aber, dass diese Produkte einen leicht sauren pH-Wert besitzen, wodurch die Bildung von Fluorapatit direkt gefördert wird.

-> Einsatz zur Behandlung / Rückbildung von Karies in der Entstehungsphase.

-> Effizientes Mittel, um der Neubildung von Karies vorzubeugen.

-> Auf Grund der hohen Fluoridkonzentrationen als Arzneimittel eingestuft.



Hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen
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