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Alt 13.06.2003, 18:45   #1   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
Das Fe3+ Ion

Hallo, wir haben heute mit Elektrochemie angefangen und da hab ich gleich mal eine Frage:

Fe 3+ hat ja ein relativ hohes Redoxpotential....

Kann Fe3+ elemetares Fe zu Fe2+ oxidieren und wird dabei selbst zu Fe2+ reduziert?
Und kann Fe3+ elementares Kupfer zu Cu2+ oxidieren und wird dabei zu Fe2+ reduziert?
Laut Redoxpotentialen wäre es doch möglich, aber es kommt mir irgendwie komisch vor, dass Eisenionen Eisen selbst und auch Kupfer oxidieren können, auch wenn es sich dabei um Fe3+ handelt...
Ist mein Misstrauen hier berechtigt oder stimmt es tatsächlich?
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2003, 19:33   #2   Druckbare Version zeigen
Gamma7  
Mitglied
Beiträge: 174
Hallo Zek

Zunächstmal, das Fe3+ hat nur ein Oxidationspotential.
Das Fe2+ hat ein Redoxpotential. Es kann eine andere
Verbindung/Element reduzieren als auch oxidieren.

Wenn Fe3+- und Fe2+-Ionen mit elementarem Cu zusammenkommen,
dann passiert garnix, da das Cu edler ist, als das Fe (siehe
elektrochemische Spannungsreihe).

Kommt jedoch elementares Fe mit Fe3+-Ionen zusammen, so
wird Fe zu Fe2+ oxidiert und das Fe3+ wird
zu Fe2+ reduziert.
Es stellt sich ein sogenanntes Redox-Gleichgeicht ein.


Gruß
Marcus.
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Alt 13.06.2003, 19:47   #3   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.283
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Gamma7


Kommt jedoch elementares Fe mit Fe3+-Ionen zusammen, so
wird Fe zu Fe2+ oxidiert und das Fe3+ wird
zu Fe2+ reduziert.
Es stellt sich ein sogenanntes Redox-Gleichgeicht ein.
Das ganze nennt man auch Syn- oder Komproportionierung, weil verschiedene Oxidationsstufen eines Elementes zu einer mittleren Oxidationsstufe reagieren.
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hippie
Erwin kann mit seinem Psi/kalkulieren wie noch nie/doch wird jeder leicht einsehn/Psi lässt sich nicht recht verstehn -- E. Hückel
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Alt 13.06.2003, 20:11   #4   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
Hmm,

ich hab jetzt nochmal bei den Normalpotentialen nachgesehen.


Fe3+ + e- <--> Fe2+ E(V)= +0,771

Cu2+ + 2e- <--> Cu E(V)= +0,337

Ich weiß nicht, eigentlich müsste da doch eine Reaktion stattfinden, wenn man bedenkt, dass das Oxidationspotential von Fe3+ fast genauso hoch ist, wie das von Ag+...

Fe3+ liegt doch dann hier in der Spannungsreihe "über" elementarem Kupfer und müsste demzufolge reagieren...
Aber kann natürlich auch sein, dass ich komplett falsch liege. Dann wäre es echt nett von euch, wenn ihr mir diesen Sachverhalt etwas genauer erklärt...

Danke schonmal im Voraus
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2003, 21:03   #5   Druckbare Version zeigen
Easyquantum Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.486
In der Tat die Zahlen sprechen für sich.
Fe3+ oxidiert Cu (hätte ich nicht gedacht).

Gruß Easy...
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"Der Mensch wird nicht so sehr von dem verletzt was geschieht, als vielmehr von seiner Meinung darüber."
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Alt 13.06.2003, 21:04   #6   Druckbare Version zeigen
Easyquantum Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.486
siehe auch folgenden Link

http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/02_00.htm
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Alt 13.06.2003, 21:31   #7   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
Kupfer wird also tatsächlich von Fe3+ Ionen zu Cu2+ Ionen oxidiert, dann scheine ich das Prinzip der Potentiale doch verstanden zu haben...

2Fe3+ + Cu--> Cu2+ + 2Fe2+ !
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2003, 21:33   #8   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.283
Diese Reaktion macht man sich u.A. beim "Ätzen" von Platinen zugute.
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Alt 13.06.2003, 21:38   #9   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Man bedenke, dass Redoxpotentiale alleine nicht zwingend etwas über den Ablauf einer Reaktion aussagen:

Pb//Pb2+: -0,126 V
Pb löst sich aber nicht in nichtoxidierenden Säuren.
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2003, 21:47   #10   Druckbare Version zeigen
Gamma7  
Mitglied
Beiträge: 174
Zitat:
Originalnachricht erstellt von hippie
Diese Reaktion macht man sich u.A. beim "Ätzen" von Platinen zugute.
Achje...

Stimmt! Das ist mir vorhin aber nicht eingefallen...


Gruß
Marcus.
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Alt 13.06.2003, 22:36   #11   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Die Frage die sich hier natürlich stellt warum Fe3+ so ein schickes Oxmittel ist


Gruß
Adam
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Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.

Geändert von Adam (13.06.2003 um 23:23 Uhr)
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Alt 13.06.2003, 22:43   #12   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Klär uns auf, Adam.
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2003, 23:32   #13   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
Ach so wild ist das gar nicht...


Warum wird wohl das [Fe(H2O)6]3+ so gerne in [Fe(H2O)6]2+ überführt..

E0 = +0,771 V, bei pH = 0 versteht sich.


Darauf läuft die Frage wohl hinaus...


Gruß
Adam
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Alt 14.06.2003, 08:36   #14   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
Bin mir nicht sicher (wir hatten noch keine Komplexchemie), aber das hat wohl etwas damit zu tun, dass der Fe2+ Komplex mit Wasser stabiler ist aufgrund der 18- Elektronen Regel, oder ?
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2003, 11:31   #15   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
@Zek


Das ist wohl der Grund ja...Krypton Edelgasschale.

[Fe(CN)6]3- ist zB auch ein gutes Qxmittel.


Gruß
Adam
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