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Alt 16.02.2010, 20:17   #1   Druckbare Version zeigen
swisschemicals Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 7
Frage Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

Hallo zusammen

Ich habe eine frage betreffend Duran-schott Rundkolben.

Und zwar, wie hoch kann ich diesen erhitzen ohne Angst haben zu müssen dass er Platzt..?

Hab es mit nem ölbad versucht (Erdnussöl) doch erreiche leider nicht die gewünschte Temp.

Möchte es jetzt mit einem Heissluftföhn versuchen, da ich weder Brenner noch Heitzpilz besitze.....


Thx schon mal für die Antworten...
swisschemicals ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2010, 20:26   #2   Druckbare Version zeigen
Rosentod Männlich
Moderator
Beiträge: 9.244
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

http://www.duran-group.com/de/ueber-duran/duran-eigenschaften.html

ca. 500°C, wenn man dem Glas Zeit gibt

ca. 100°C Temperaturunterschied, wenn's schnell geht
__________________
Lohnende Lektüre: die Kunst des Fragens (engl. Original: smart questions)
Rosentod ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2010, 11:52   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

...welchem Zweck dient die Zerstörung eines Rundkolbens?

Unachtsame Laboranten schaffen es recht leicht eine unlösbare Verbindung zwischen dem Glasgewebe des Heizpilzes und der Kolbenwand des darin befindlichen Kolbens herzustellen.
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Alt 17.02.2010, 12:07   #4   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

Kommt auch auf die Dicke des Glases an. Bei 0.5 cm Wandstärke würde ich ohne Zögern auf 600 °C gehen. Bei 0.5 mm ist mit Sicherheit ab 400 °C schon eine Verformung zu sehen.
__________________
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Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2010, 14:56   #5   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
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Beiträge: n/a
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

Nach meinen Erfahrungen halten Duran-Schott-Bechergläser locker 500 - 600oC aus, ohne sich dimensionell zu verändern. In solchen habe ich im Muffelofen bei Temperaturen um 550oC des öftern Platingruppen-Metalle in sauren Salzschmelzen aufgeschlossen - sogar mit aufgelegten Uhrgläsern, um Kontaminieren der Reaktionsmischungen durch abbröselndes Muffelmaterial zu vermeiden, ohne je Probleme gehabt zu haben beim Entfernen der Uhrgläser nach Abkühlen.

Zitat:
Zitat Tino 71:Wer Agonie sagt, muß auch Begonie sagen.
Tino, Deine Signatur bringt mich geradezu zum Meditieren darüber, was denn eine Knollenagonie sein könnte.

Gruss, freechemist
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Alt 17.02.2010, 17:19   #6   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

Zitat:
Zitat von freechemist Beitrag anzeigen
Nach meinen Erfahrungen halten Duran-Schott-Bechergläser locker 500 - 600oC aus, ohne sich dimensionell zu verändern. In solchen habe ich im Muffelofen bei Temperaturen um 550oC des öftern Platingruppen-Metalle in sauren Salzschmelzen aufgeschlossen - sogar mit aufgelegten Uhrgläsern, um Kontaminieren der Reaktionsmischungen durch abbröselndes Muffelmaterial zu vermeiden, ohne je Probleme gehabt zu haben beim Entfernen der Uhrgläser nach Abkühlen...
Ob die Kegelschliffhülsen dann am Kern noch 'rund laufen'...

Statt raten nach Gefühl - hier ein hilfreicher Link: http://www.witeg.de/1749797951/1/DD6701/Duranglas.html?sid=1f422f00260e12441890ce1bf3cdf81b
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Alt 17.02.2010, 18:38   #7   Druckbare Version zeigen
Rosentod Männlich
Moderator
Beiträge: 9.244
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

Zitat:
Zitat von hw101 Beitrag anzeigen
Einen zielführenden Linkt gab ich bereits oben.

"Kurzzeitig höchstzulässige Gebrauchstemperatur: 500 °C"
__________________
Lohnende Lektüre: die Kunst des Fragens (engl. Original: smart questions)
Rosentod ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2010, 19:13   #8   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

Verzeihung, habe ich überlesen...
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Alt 17.02.2010, 19:18   #9   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

Zitat:
Zitat von freechemist Beitrag anzeigen
Nach meinen Erfahrungen halten Duran-Schott-Bechergläser locker 500 - 600oC aus, ohne sich dimensionell zu verändern. In solchen habe ich im Muffelofen bei Temperaturen um 550oC des öftern Platingruppen-Metalle in sauren Salzschmelzen aufgeschlossen - sogar mit aufgelegten Uhrgläsern, um Kontaminieren der Reaktionsmischungen durch abbröselndes Muffelmaterial zu vermeiden, ohne je Probleme gehabt zu haben beim Entfernen der Uhrgläser nach Abkühlen.

Es kommt darauf an, wie stark mechanisch die belastet werden und über welchen Zeitraum.
Ab der Transformationstemperatur ist per definitionem das Glas kein Festkörper mehr, sondern eine Flüssigkeit (Schmelze) mit einer Viskosität von 1013 dPas. Das ist schon ne ganze Menge Holz, da kann man ein bisschen Probe in das Becherglas kippen, ohne dass es sich signifikant in den Dimensionen verändert.

Zitat:
Kommt auch auf die Dicke des Glases an. Bei 0.5 cm Wandstärke würde ich ohne Zögern auf 600 °C gehen. Bei 0.5 mm ist mit Sicherheit ab 400 °C schon eine Verformung zu sehen.
Es gibt noch den sog. Strain Point von 1014,5 dPas, der ermittelt wird, indem ein vertikal eingespannter dünner Glasfaden sich unter dem eigenen Gewicht einschnürt (sozusagen ein Zugversuch). Die dazu korrespondierende Temperatur würde ich für sehr dünnwandige Glasgefäße als Obergrenze ansehen. Aufgrund der geringen technischen Bedeutung wird diese Temperatur kaum noch / gar nicht experimentell ermittelt.

Wobei mich interessieren würde, ob das Glas durch die Salzsschmelzen angegriffen wird oder die Salzschmelze Ionen aus dem Glas aufnimmt?! Ist da makroskopisch etwas zu erkennen oder treten bei der Analyse der Salzschmelzen "Fremdionen" auf?

Ein "Festbacken" würde man vermutlich frühestens ab dem Erweichungspunkt feststellen, also um die 800°C.
Aber ab dem Zeitpunkt werden vermutlich Platin- oder Keramiktiegel über lange Sicht billiger .
__________________
Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2010, 16:15   #10   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Duran-Schott Glas wie hoch erhitzbar....?

Zitat:
Fragen von Kalomel: Wobei mich interessieren würde, ob das Glas durch die Salzsschmelzen angegriffen wird oder die Salzschmelze Ionen aus dem Glas aufnimmt?! Ist da makroskopisch etwas zu erkennen oder treten bei der Analyse der Salzschmelzen "Fremdionen" auf?
Das Glas wird auch bei wiederholter Verwendung nicht merkbar angegriffen.
Ob die Salzschmelze Ionen aus dem Glas aufnimmt, hat nicht interessiert und wurde deshalb nicht untersucht.
Was bei der ganzen Übung interessierte war, welche Menge einer Metall-Einwaage im Multigramm-Bereich in einem Durchgang in wasserlösliche Form gebracht werden kann. Bei den "Fremdionen", die nicht aus den zugegebenen Salzen stammen handelt es sich - erwünschterweise - um die anionischen Chlorokomplexe der eingesetzten Metalle.
Zitat:
Zitat Kalomel: Ein "Festbacken" würde man vermutlich frühestens ab dem Erweichungspunkt feststellen, also um die 800°C.
Aber ab dem Zeitpunkt werden vermutlich Platin- oder Keramiktiegel über lange Sicht billiger
Es wurden auch Versuche in Keramiktiegeln gefahren, die zeigten, dass schon bei Reaktionstemperaturen von 600oC die Ausbeuten an löslichen Chlorokomplexen sinken.
Platin ist als Tiegelmaterial nicht geeignet, da es von den sauren Mischsalz-Schmelzen angegriffen wird. Platin-Metall in Pulverform liefert bei dieser Art Aufschluss präparativ isolierbare Mengen an weiter verarbeitbaren Hexachloroplatinaten.

Gruss, freechemist
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