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Alt 03.02.2010, 18:51   #1   Druckbare Version zeigen
Atomius Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 49
Frage Graphitelektrode aus Bleistift?

Hallo Jungs!

Ich habe eine Frage:
Ich habe, um Graphitelektroden zu bekommen, über dem Spiritusbrenner 2 Bleistifte verkohlen lassen, und die Kohle weggekratzt. Wie Kriege ich jetzt den letzten Kohlerest weg? Ich sehe mit Säuren das Problem: Löst die Säure die Kohle auf, löst sie den Graphit mit! Ist doch beides Kohlenstoff, oder irre ich mich?

Jaja, ich weiß, man sollte sich sowas kaufen. Ich habe aber nicht viel Geld, und im Internet zu kaufen ist anschainend doch reichlich riskant. Da kommen dann die grünen Männchen und nehmen mir meinen Schwefel weg. Außerdem bin ich noch nicht 18.

Jemand eine Idee? Achja, eine Frage noch: Gibt's bestimmte Stoffe/Verbindungen, die ich da besser nicht elektrolysiere? Z.B. Carbonate, Chloride, Permanganate, Sulfate, Sulfite, Chlorate,Säuren, Basen?

Könnte ich beispielsweise NaOH zerlegen?
Atomius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2010, 19:06   #2   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.865
AW: Graphitelektrode aus Bleistift?

Ich würde mir Bleistifte mit weicher Mine nehmen(höherer Graphit-Anteil) und die Holzummantelung mit einem scharfen Messer/Hammer spalten.Die Mine läßt sich dann
meist gut herauslösen.Zu den Versuchen selbst ist zu sagen,daß es in kleinem Maßstab(Reagenzgläser,Salzbrücke,Gleichstromtrafo)nicht gefährlicher ist,die Lösungen der Stoffe zu elektrolysieren als ihre Handhabung.
Allgemein solltest du dir die Elektrodenprozesse vor der Elektrolyse veranschaulichen.Bei NaOH solltest du auch beachten,daß nach einiger Zeit sich die Lösung erhitzen kann.Also immer schön Schutzbrille auf.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2010, 19:29   #3   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Graphitelektrode aus Bleistift?

Im Künstlerbedarf gibt es Graphitstifte, die kosten nicht die Welt und sind in etwa so groß wie Wachsmalstifte! Außer einer Papierumwicklung ist da sonst nichts dran.

link


Dieser ist zwar nicht mit Papier, aber einem Zeug ummantelt, das man sehr gut abpiddeln kann.
__________________
Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2010, 19:37   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Graphitelektrode aus Bleistift?

Es gibt auch Graphitminen ohne Umhüllung zu kaufen.

Gruß,
Franz
__________________
Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre ihn das Fischen, und Du ernährst ihn für sein ganzes Leben.

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

Stellt bitte Eure Fragen im Forum, nicht per PN oder Email an mich oder andere Moderatoren! Ich gucke nur ziemlich selten in meine PNs rein - kann also ein paar Tage dauern, bis ich ne neue Nachricht entdecke...

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Alt 03.02.2010, 22:34   #5   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Graphitelektrode aus Bleistift?

Ich habe mir früher die Graphitstifte besorgt indem ich alte Zink-Kohle Batterien geschlachtet habe.
Aber Vorsicht : Keine "alkaline" Batterien zerlegen - der Elektrolyt ist ätzend !

Es gibt auch Bogenkohlen zu kaufen (als Elektroden für Bogenlampen). Die Dinger werden zwar immer seltener, aber manchmal kann man bei ebay ein Los ergattern.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2010, 23:20   #6   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: Graphitelektrode aus Bleistift?

Minen für TK-Bleistifte - es gibt da welche mit stärkeren Durchmessern und wichtig ist vor allem der Weichheitsgrad: 5B oder weicher - sonst ist nämlich nicht so viel Graphit drin.

Für völlig Mittellose bietet sich der Sperrmüll an, der das Ausschlachten von Motorkohlen begünstigt.
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
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