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Alt 27.01.2010, 17:02   #1   Druckbare Version zeigen
tantal  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
micro contact printing

Hallo Zusammen,

ich war mir jetzt nicht so ganz sicher, in welches der Unterforen das am besten reinpasst aber ich hoffe mal, dass es hier in Ordnung ist.

Meine Frage bezieht sich auf das Mikrokontakt-Drucken, eine softlithographische Technik.
Was ich bei dem Verfahren nicht verstehe ist, dass die Proteine, die mit einem hydrophoben Stempel auf eine Oberfläche übertragen werden besser absorbieren, je hydrophiler die Oberfläche ist.
Eigendlich sollte es doch aber so sein, dass Proteine auf hydrophilen Oberflächen schlechter absorbieren. Warum ist das hier bei dem Verfahren anders?

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen und bin für jede Hilfe dankbar.
tantal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2010, 19:15   #2   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.867
AW: micro contact printing

Warum sollen Proteine auf hydrophilen Oberflächen schlechter adsorbiert werden?
Proteine verfügen an der Oberfäche über hydrophile Kontaktstellen(Seitenreste der Aminosäuren),über die sie mit der SAM wechselwirken.Meist sind diese Bindungen polar(Wasserstoffbrückenbindungen),daneben gibt es spezielle Verfahren mit kovalent gebundenen Proteinen(Bindung von Amino-Gruppen an Aldehyd-Gruppen der SAM).Eine nähere Betrachtung der WW im link: http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/la011351%2B .

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.01.2010, 13:15   #3   Druckbare Version zeigen
tantal  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
AW: micro contact printing

Hi Fulenus,
danke für deine Antwort.

Ich denke mal es handelt sich hier um hydrophobe Proteine. Ich habe einen englischen Artikel darüber gelesen, wo eine generelle Regel besagt, dass hydrophobe Substrate stärkere Wechselwirkungen mit hydrophoben Proteinen haben. Beim micro contact printing neigen Proteine aber zum Transfer, wenn das Substrat hydrophiler ist als der Stempel. Warum das aber so ist, steht in dem Artikel leider nicht drin.

Werde mal schauen, ob ich in deinem Link was finde.
tantal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.01.2010, 13:48   #4   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.867
AW: micro contact printing

Ich vermute mal,daß es um die Einteilung hydrophob/hydrophil bei Proteinen geht.
Untereinander verglichen gibt es Proteine mit einer überwiegenden Anzahl hydrophober Seitenreste,die dann besser mit ebenfalls hydrophoben Stoffen wechselwirken als hydrophile Proteine.
Für beide Proteinarten ist aber die Gesamtzahl an Wechselwirkungen(hydrophob als auch hydrophil) mit dem Stempelmaterial geringer als mit der SAM-Oberfläche,da sonst keine Übertragung stattfinden könnte.
Ansonsten gilt die Regel aus deinem Artikel,weswegen z.B. intermemran-Proteine
zu den hydrophoben Proteinen zählen,da sie aufgrund ihrer Seitenreste gut mit den ebenfalls hydrophoben Membran-Bausteinen interagieren.

Fulvenus!
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