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Alt 21.01.2010, 23:30   #1   Druckbare Version zeigen
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Polymergehalt-Seminararbeit

Hey,
Ich bin neu hier und wäre über jede Hilfe wirklich dankbar!!
Ich habe ein Chemie Polymer(Kunstoff)-Seminar gewählt und soll mich so früh wie möglich für ein Seminararbeitsthema entscheiden. Ich interessiere mich für diese beiden Themen:

1.Polymergehalt in Dispersionsfarben
2.Additiv- und Polymergehalt in Produkten aus Kunstoff bestimmen

Leider habe ich noch keine Idee wie ich den Polymergehalt in den verschieden Farben/Kunstoffprodukten bestimmen soll.

Außerdem würde es mich freuen wenn ihr mir ein Thema abraten oder bzw. empfehlen könntet.

Danke

Geändert von tlukas (21.01.2010 um 23:49 Uhr)
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Alt 22.01.2010, 12:50   #2   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Polymergehalt-Seminararbeit

Zitat:
Zitat von tlukas Beitrag anzeigen
1.Polymergehalt in Dispersionsfarben
Im normalen Alltag würde ich dazu raten, zunächst den Festkörpergehalt zu bestimmen und danach mit Veraschung den organsichen/anorganischen rest aufteilen. Dispersionsfarebn sind ja komplexe Gemsiche aus vielen verschiedenen Stoffen (organsich und anorgansich). Soll denn mit Polymergehaolt nur das Bindemittel gemeint sein? Das ist schwer genau zu bestimmen, da auch Dispergiermittel eine ähnliche chemische Struktur aufweisen und natürlich auch organisch sind.

Übrigens liegt der Polymergehalt (mal als organisch betrachtet) bei den verschiedenen Dispersionsfarben himmelweit auseinander. Dies ist u.a. ein Kriterium für die Waschbarkeit/Robustheit einer Farbe, wirkt sich aber auch auf Glanz usw. aus.

Zitat:
2.Additiv- und Polymergehalt in Produkten aus Kunstoff bestimmen
Da kann ich leider nicht helfen
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Michael

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Alt 22.01.2010, 14:33   #3   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Polymergehalt-Seminararbeit

Zitat:
Zitat von mib777 Beitrag anzeigen
Im normalen Alltag würde ich dazu raten, zunächst den Festkörpergehalt zu bestimmen und danach mit Veraschung den organsichen/anorganischen rest aufteilen.
Da erwischt es aber auch Füllstoffe und Pigmente. Denke mal nur an das übliche Calciumcarbonat, das bei ausreichender Temperatur CO2 abspaltet...

Vielleicht besser die trockene Farbe mit kräftigem Lösemittel (Aceton, Butanon) extrahieren (in der frohen Hoffnung, dass keine selbstvernetzenden Polymere drin sind...).
Natürlich erfasst man hier alle Stoffe mit, die im Lösemittel löslich sind, aber immerhin wird die nicht-lösemittellösliche "Organik" nicht miterfasst und die thermische Zersetzung von Füllstoffen kümmert auch nicht...

Und nicht wundern, wenn in einer Billigfarbe nur ein paar Prozent Polymer & Beiwerk zu finden sind...

Gruß,
Franz
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Alt 22.01.2010, 14:50   #4   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Polymergehalt-Seminararbeit

Das ist ja der Trick dabei, die Carbonate in Ruhe zu lassen (jedenfalls weitestgehend )

Wir benutzen die normale Festkörperbestimmung bei 140°C für 30 Min. und Veraschung meint hier 400°C bei auch ungefähr 30 Min. (hängt ein bischen vom Ofen und der Farbe ab, keine Ahnung warum)
Mit dieser Methode haben wir schon einige Dispersionsfarben durch und die Ergebnisse passen recht gut - die Werte seiner eigenen Produkte kennt man ja.

Unsicherheiten gibt es immer wieder dabei, dann musste man auch die organischen Nachbehandlungen der TiO2 Pigmente mit einbeziehen usw. Genauso kommen dann auch die organischen Verdicker (sprich HEC, MEHC usw.) und Opacifier ins Spiel.
Da der Produktionprozess der Farben immer kleinen Schwankungen unterliegt ist das IMHO zu vernachlässigen.

Das mit dem Lösemittel haben wir auch schon probiert. Das geht auch, dauert aber viel länger (wegen Trocknung der Farbe) und gibt wie Du schon sagtest auch das eine oder andere Problem, dass man etwas mitschleppt.
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Michael

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Alt 22.01.2010, 16:24   #5   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Polymergehalt-Seminararbeit

Hey,
erst einmal ein großes Dankeschön
Ich habe mich auch für das 1.Thema (dispersionsfarben) entschieden und so waren eure Antworten sehr hilfreich.
Allerdings weiß ich nicht wie man den Festkörpergehalt in den Farben bestimmt!
Wäre sehr nett wenn ihr mir das noch erklären könntet.
Könnte man dann auch die anschließende Veraschung in der Schule durchführen oder braucht man dafür besondere Geräte?

Das mit dem Lösemittel würde sicherlich funktionieren
ich wollte nur fragen ob dieses Problem dass man "das eine oder andere mitschleppt" große Auswirkungen auf das Ergebniss hat oder ob dies zu vernachlässigen ist.

Danke

Geändert von tlukas (22.01.2010 um 16:33 Uhr)
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Alt 22.01.2010, 19:35   #6   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Polymergehalt-Seminararbeit

Für den Festkörper braucht man einen Ofen der stabil 140°C liefert. Ich würde je 3 Proben der gleichen Dispersionsfarbe vorbereiten. Für die Proben eignen sich dünne Alu-Schälchen o.ä. Darin ca. 1 g mit einer Analysenwaage einwiegen (Aluschälchen natürlcih vorher leer wiegen!) und für 30 Min. in den vorgeheizten Backofen

Nach 30 Min. raus in den Eksikator und abkühlen lassen. Dann zurückwiegen. Dann kann man den Feststoffgehalt ausrechnen.

Für den Volumenfestkörper, also Volumen fester Anteil pro Liter flüssiger Farbe, kann man nach diesen Link benutzen:

http://www.lackindustrie.de/VdL_Richtlinien/default2.asp?cmd=sht&docnr=&nd=&tma=713&rub=676&ond=vr&c=0

Für das Veraschen wird dann ein Muffelofen benötigt der auf 400°C läuft. Je ca. 1 g Farbe auf der Analysenwaage ein einen Tiegel einwiegen. Der Rest ansonsten wie bei Festkörper.

Wenn noch was unklar ist, einfach schreiben ....
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Alt 22.01.2010, 23:35   #7   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Polymergehalt-Seminararbeit

Zitat:
Zitat von mib777 Beitrag anzeigen
Wenn noch was unklar ist, einfach schreiben ....
Er hat sich aus dem Forum verabschiedet, warum auch immer...

Gruß,
Franz
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Alt 23.01.2010, 20:59   #8   Druckbare Version zeigen
mib777 Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Polymergehalt-Seminararbeit

Was ist denn das für ein merkwürdiger Abgang
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