Allgemeine Chemie
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Alt 10.01.2010, 17:39   #1   Druckbare Version zeigen
Marvin92 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 384
Auswertung

A:Kaliumiodidlösung(0,1mol/L)
B:Natiumsulfatlösung(0,0025mol/L)(mit etwas Stärkelösung versetzt)
C:ammoniumperoxodisulfatlösung(0,1mol/L)


Wir haben diese nacheinander in ein Gefäß getan.
Damit haben wir 8 Versuche getan:
1.) Bei Versuch 1-4 haben wir Lösung B und C und Wasser in ein Gefäß getan und ganz zum Schluss die Lösung A, dabei haben wir jeweils unterschiedliche Mengen genommen.
2.) Bei Versuch 5-7 haben wir die Lösungen A und B und Wasser in ein Gefäß getan und ganz zum Schluss die Lösung C, dabei haben wir jeweils unterschiedliche Mengen genommen.

Bei allen Versuchen haben wir die Zeit genommen und gewartet bis eine Verfärbung kommt:
Als die Mengen von Lösung A + C gleich waren und Wasser + Natriumsulfatlösung am geringsten, hat man die geringste Zeit wahrgenommen bis eine Verfärbung auftrat.

Kann dies wegen der hohen Konzentration von Ammoniumperoxodisulfat und Kaliumiodid sein, da dadurch die mehr Teilchen vorhanden waren, die miteinander reagieren konnten, was dazu führte, dass die Reaktion schneller ablief?
Kann dies auch daran gelegen haben, dass die beiden Stoffe in Form von Ionen vorhanden waren, wodurch sie sich angezogen haben und die Reaktion schneller ablief?

Ich freue mich über jede Hilfe =)
DANKE
__________________
Gruß Marvin
Marvin92 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2010, 17:55   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Auswertung

Die Reaktion zwischen Iodid und Peroxodisulfat ist 2. Ordnung :

v=k[I-][S2O82-]

D.h. die Geschwindigkeit ist proportional zu beiden Konzentrationen. Je höher die Iodidkonzentration, desto schneller die Reaktion. Dasselbe gilt für Peroxodisulfat.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2010, 13:00   #3   Druckbare Version zeigen
Marvin92 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 384
AW: Auswertung

wie rechnet man denn die Ordnung aus?
__________________
Gruß Marvin
Marvin92 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2010, 23:54   #4   Druckbare Version zeigen
5gon12eder Männlich
Mitglied
Beiträge: 152
AW: Auswertung

Dazu musst Du den Mechanismus der Reaktion kennen. Die Ordnungszahl einer Reaktion gibt an, wie viele Teilchen sich (gleichzeitig) treffen müssen, damit es zur Reaktion kommen kann.

Bsp.: H2 {\leftrightarrow} 2 H{\cdot}

geht von links nach rechts erster Ordnung, da ja jedes Wasserstoffmolekül für sich selbst zerfallen kann. Die Gegenrichtung ist ein Prozes zweiter Ordnung, da sich zwei Wasserstoffradikale treffen müssen, damit es zur Reaktion kommen kann. (Was offensichtlich unwahrscheinlicher ist.)
5gon12eder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2010, 09:34   #5   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Auswertung

Das ist falsch ! Denn hier liegt eine Verwechselung mit der Molekularität vor.
Die Reaktionsordnung ist eine empirisch ermittelte Grösse und sagt zunächst einmal gar nichts über den Reaktionsmechanismus. Die Molekularität beschreibt, wieviele Teilchen welcher Art in einem Elementarschritt des Mechanismus miteinander reagieren. Wenn die Molekularitäten aller Elementarschritte bekannt sind, lässt sich aus dem Mechanismus die Kinetik der Gesamtreaktion ableiten. Stimmt diese mit der experimentell bestimmten Ordnund der Reaktion überein, ist das ein Hinweis, dass der vermutete Mechanismus Chancen hat, richtig zu sein. Ein zwingender Beweis ist es nicht.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2010, 23:51   #6   Druckbare Version zeigen
5gon12eder Männlich
Mitglied
Beiträge: 152
AW: Auswertung

Diese Erklärung ist im Wesentlichen äquivalent zu meiner Formulierung, weshalb sie mir keine Begründung für deren Falschheit zu sein scheint. Natürlich ist es in der Praxis so, dass man die Reaktionsgeschwindigkeiten kennt, daraus die Reaktionsordnung und daraus einen plausiblen Mechanismus zu ermitteln versucht.

Deshalb kann man aber trotzdem die umgekehrte Frage stellen, und von einem als bekannt angenommenen Mechanismus ausgehen und daraus die Ordnung dieses Mechanismus' bestimmen. Wollen wir hier, wie auch in beiden Beispielen oben, von einer einzigen isolierten Elementarreaktion ausgehen. Ist hier die Molekularität bekannt, kenne ich auch die Ordnung. Und genau das sollte mein Beispiel oben illustrieren.

Dass man bei mehrstufigen oder parallelen Prozessen aus der gemessenen Geschwindigkeit nicht prinzipiell mit vollständiger Sicherheit auf einen Mechanismus schließen kann, stimmt natürlich, hat damit aber nicht unmittelbar etwas zu tun.
5gon12eder ist offline   Mit Zitat antworten
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