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Alt 27.05.2003, 21:14   #16   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Zitat:
Originalnachricht erstellt von GH
Warum sollte man es nicht dürfen? Wer will es mir verbieten, wenn ich es eindeutig deklariere?
Ich meine, dass man Masse pro Volumen nicht in Prozenten angeben darf, weil das mathematisch nicht in Orndung ist.

Wenn ich rechne: 10 g/1000 g = 0,01 = 1%, dann ist das ok.

Aber 10 g/1000 ml? Die Dimensionen kürzen sich hier nicht raus, und Prozente sind nunmal dimensionslos.

Gruß,
Franz
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

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Alt 27.05.2003, 21:31   #17   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Formal gesehen hast Du recht, aber was juckt den Praktiker ein Formalismus?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2003, 21:40   #18   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Zitat:
Originalnachricht erstellt von bm
Formal gesehen hast Du recht, aber was juckt den Praktiker ein Formalismus?
Der Praktiker liebt es nicht, seine Lösungen immer genau zu temperieren, damit er weiß, wieviel Gramm sich zurzeit in einem Liter befinden...

Daher: Massenprozent. Ab auf die Waage und fertig...

Gruß,
Franz
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Alt 27.05.2003, 21:53   #19   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Zitat:
Der Praktiker liebt es nicht, seine Lösungen immer genau zu temperieren, damit er weiß, wieviel Gramm sich zurzeit in einem Liter befinden...
Auch das ist ein Problem :

Man verlangt einen Titer aus einem Kessel, T z.B. 60°C, Volumen sei 15000 l.

Bis die Probe im Analytik-Labor ist, ist T = 40°C, wenn die gerade "Pause" steht die Probe nochmals eine halbe Stunde. Wenn man Glück hat kommt es zu keinen Ausfällungen; T = RT.

Dann wird also ein Titer gemacht, ohne Berücksichtung der Volumenänderung T = 60°->RT.

Um eine repräsentative Probenahme zu gewährleisten, wird der Kessel vor der Probenahme volltourig gerührt, Rührer abgestellt, Probenahme.

Leider wird dabei oft viel Luft eingerührt (Schaumbildung), eine Volumenzunahme um 2 - 3 m^3 (bei einem 18 m^3 Kessel, das heisst das tatsächliche Kesselvolumen beträgt ev. nur 13000 l) ist durchaus üblich. Der Schaum ist im Analytiklabor natürlich weg.

Und was fange ich dann mit dem Analysen-Wert an?

Zitat:
Daher: Massenprozent. Ab auf die Waage und fertig...
Wenn das immer ginge...
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2003, 22:06   #20   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Zitat:
Originalnachricht erstellt von bm

Und was fange ich dann mit dem Analysen-Wert an?
Analyse bleiben lassen, Wert erraten und so bei gleicher Präzision viel Arbeit sparen...

Oder die Probe auf Kesseltemperatur temperieren..

Gruß,
Franz
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Alt 27.05.2003, 22:36   #21   Druckbare Version zeigen
GH Männlich
Mitglied
Beiträge: 659
Wie bm schon sagte formal mathematisch ist Gew.Vol.% nicht richt. Aber wie oft gibt es in der Chemie ähnliche formale Fehler. Z. B. müsste man bei jeder pH-Wert Berechnung die Aktivität bzw. Konz. durch die Einheit dividieren und dann den Logarithmus bilden, denn ein Logarithmus ist nur von einer reinen Zahl definiert. wer macht das explizit in der Praxis.

Ein anderes Beispiel ist die in der Analytik oft verwendete Angabe ppm. Die bedeutet ja, " parts per million", was natürlich auch nur bei gleichen Einheiten exakt. Für die meisten ist aber ppm gleichbedeutend mit mg/l. Die ist natürlich falsch, aber bei wässrigen Lösungen ist der Fehler sehr gering.

Und solche Beispiele gibt es wahrscheinlich viele .
__________________
MfG
GH

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