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Alt 18.12.2009, 11:51   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Guaifenesin - wie schmeckt...

...diese Substanz?
Rätsle nämlich, woher der anisartige, ätherische Geschmack in den Hustentropfen Resyl kommt. Codeinphosphat kann es wohl eher nicht sein.

Gujakol käme da eher in Frage - rührt der Geschmack also tatsächlich von diesem Derivat her?
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Alt 18.12.2009, 18:54   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Guaifenesin selbst ist afaik geruchlos, besitzt aber einen leicht bitteren, aromatischen Geschmack. Guajakol sollte im medizinisch verwendetem Guaifenesin eigentlich abwesend sein (<500 ppm), die Arzneibücher schreiben Prüfungen auf Guajakol vor, so dass der Stoff in deinem Hustensaft wohl kaum den Geschmack ausmacht. Guajakol schmeckt beissend, riecht aber angenehm rauchig-harzig (erinnert vage an Räucherschinken). Als anisartig würde ich weder den Geschmack und schon gar nicht den Geruch beschreiben.
Die Kombination von einem Expektorans mit Codein (das den Hustenreiz unterdrückt) ist übrigens wenig sinnvoll, wenn nicht sogar kontraproduktiv. Es wundert mich, dass es noch solche Kombipräparate am Markt gibt. Guaifenesin verflüssigt nämlich den Schleim, aber Codein verhindert dann dessen Abhusten. Codein ist nur bei trockenem, unproduktivem Husten indiziert !

Gute Besserung !
lg
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2009, 00:04   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Im Winter bei trockener Zentralheizungsluft kann ich nicht schlafen, weil mich der trockene Reizhusten quält. Ambroxol und auch Acetylstein steht zwar im Schrank, die ich aber nicht nutze weil eh nichts kommt...

Codein- oder Paracodintropfen schaffen ab 1:00 Uhr wenigstes für 3-4 Stunden Ruhe und Schlaf. Ich schätzte meinen Hausarzt weil der meinen Wünschen nachkommt.

Gibt es geeignetere Antitussiva die nicht zu den Opoiden zählen, bis der Frühling wieder ins Land zieht?
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Alt 19.12.2009, 00:31   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Die Kombination von einem Expektorans mit Codein (das den Hustenreiz unterdrückt) ist übrigens wenig sinnvoll, wenn nicht sogar kontraproduktiv. Es wundert mich, dass es noch solche Kombipräparate am Markt gibt. Guaifenesin verflüssigt nämlich den Schleim, aber Codein verhindert dann dessen Abhusten. Codein ist nur bei trockenem, unproduktivem Husten indiziert !
Ich meine: kann man durchaus kombinieren. Eine Dämpfung übermäßigen Hustenreizes bedeutet ja nicht, dass man nicht mehr husten kann. Ich bemerke auch trotz Codein, dass es etwas abzuhusten gibt, und befördere es dann raus.

@hw101: Luft anfeuchten!
Ich habe jeden Winter Probleme mit zu trockener Luft in meinem Büro. Wenn es besonders kalt ist, geht die relative Feuchtigkeit auf 20% runter mit den Folgen Augenbrennen, trockener Hals, Juckreiz usw. Seit einigen Jahren mache ich daher aus dem Büro ein "Feuchtbiotop". Ich zerstäube entmineralisiertes Wasser auf alle Flächen (Boden, Wände, Schränke - alles, was nicht durchweichen kann) und lasse die Tür geschlossen. Da gehen dann durchaus mehrere Liter Wasser pro Tag drauf; die Luftfeuchtigkeit lässt sich so auf 40 - 50% erhöhen.

Zitat:
Gibt es geeignetere Antitussiva die nicht zu den Opoiden zählen,
Codein oder Paracodin gibts bei meinem Hausarzt nur bei Husten im Rahmen einer Erkrankung und da auch meist nur auf Anfrage. Das ist dann so alle paar Jahre der Fall...
Für zwischendurch benutze ich Bronchikum-Tropfen, die meiner Meinung nach ordentlich funktionieren. Einen Versuch dürfte es wert sein.

Gruß,
Franz
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Alt 19.12.2009, 11:22   #5   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Ich selbst benutze bei trockenem Husten nur Codein, ich kenne nichts besseres.
Dextromethorphan soll ähnlich in der Wirkung sein, und wird von Ärzten auch bevorzugt verschrieben wegen des fehlenden Abhängigkeitspotentials. Allerdings kann man es nicht gemeinsam mit serotoninergen Wirkstoffen einnehmen, das ist der Nachteil davon.

EDIT Sehr gute Erfahrungen habe ich auch mit Oxomemazin gemacht : Stoppt den Hustenreiz innerhalb weniger Minuten nach der Einnahme. Leider gibt es laut Roter Liste kein einziges Präparat am deutschen Markt...Bei uns in L gibt es einen Hustensaft namens "Toplexil" mit diesem Wirkstoff.
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Geändert von ricinus (19.12.2009 um 11:36 Uhr)
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Alt 19.12.2009, 11:34   #6   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Ich selbst habe bei Dextromethorphan keinen bedeutenden Effekt feststellen könne, kann aber bei anderen Leuten anders sein.

Gruß,
Franz
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Alt 19.12.2009, 11:46   #7   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Ich selbst habe bei Dextromethorphan keinen bedeutenden Effekt feststellen können
Ich auch nicht. Deshalb schrieb ich ja "soll ähnlich sein". Wir sind wohl Non-Responder
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Alt 19.12.2009, 12:03   #8   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Wir sind wohl Non-Responder
Scheint so. Aber auch mein "response" auf Codein ist nur mäßig. Ich nahm gestern Abend die von Arzt vorgesehenen 20 mg und erwachte ca. eineinhalb Stunden später mit einem Hustenanfall. Ich habe dann nochmal 25 mg nachdosiert und dann zweieinhalb Stunden lesend verbracht. Der Husten ließ zwar nach, aber zum Schlafen reichte es nicht. Also nochmal 25 mg, hatte dann fast 5 Stunden Ruhe.

Gruß,
Franz
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Alt 19.12.2009, 12:55   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Du müsstest wahrscheinlich die ganze Dosis auf einmal nehmen. Zwischen 50 und 100 mg (berechnet als Codein) müsste einen deutlich hustenstillenden Effekt ergeben. Oxomemazin ist (bei mir) noch besser wirksam, Phenothiazine kann man aber leider auch nicht mit allem kombinieren.
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Alt 19.12.2009, 15:11   #10   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Guaifenesin - wie schmeckt...

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
...

@hw101: Luft anfeuchten!
... Da gehen dann durchaus mehrere Liter Wasser pro Tag drauf; die Luftfeuchtigkeit lässt sich so auf 40 - 50% erhöhen...
Danke für den Tipp den ich ohnehin beherzige und darauf achte, dass die Luftfeuchte nie unter 45% geht. Derzeit bei nächtlichen -13°C vor der Tür, halte ich im Raum bei 17,6°C und 46% Luftfeuchtigkeit - trotzdem kratzt es im Hals.

Das Sprühen übernimmt meine Gießanlage im Wintergarten, der nahtlos ins Schlafzimmer übergeht - am anderen Ende des 'Grünzeugtunnels' im Wohnzimmer werfe ich fast täglich den Ethanol-Kamin an, der ebenso viel Feuchte einbringt. Zusätzlich stehen da zwei größere Becken mit 320l bzw. 400l temperierten Wasser im 'Gebüsch' (ginge es nach mir, stünde mein Bett ohnehin mitten in einem botanischen Tropenhaus )...
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