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Alt 27.11.2009, 12:14   #1   Druckbare Version zeigen
desmond  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

(Das essentielle ist rot markiert, alles andere ist praktisch redundant )

Hallo,



ich hätte da eine Frage:

Wenn ich von z.B. Phosphorsäure die Lewisformel einzeichnen soll, wie mach ich das am besten?

a) vorhande Elektronen berechnen: gemacht, sind 32

b) max. mal Elektronen berechnen: gemacht, (laut Oktettregel): 46


b - a = 14,
dh. 14 Elektronen stehen für eine Bindung zur Verfügung, diese Zahl dividiert durch 2, so erhalt ich die vorliegende Bindungsanzahl.


Ist mir ja alles soweit klar, da stellt sich mir nur eine Frage:

Hier gilt ja die Oktettregel nicht und daher stimmt das mit der tatsächlichen Anzahl der Bindungen nicht überein! 8ter-Regel gilt ja streng nur für die ersten 2 Perioden, also woher weiß ich, nach welcher Regel ich ab der 3.Periode vorgehen muss, um auf die richtige Bindungsanzahl zu gelangen?



Und 2.tens wie kann ich dann auf die Anordnung der Zeichnung schließen? Also woher erkenn ich wie in diesem Fall später die Sauerstoffatome um das Phosphoratom angeordnet sind?

Danke schon mal im voraus, das sind die grundsätzlichen Fragen, die sich mir da stellen und ich komm von allein einfach nicht drauf ;P
desmond ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.11.2009, 15:50   #2   Druckbare Version zeigen
desmond  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

so da mir bisher niemand geantwortet hat, formulier ich die Frage mal um.

Ist es möglich, dass sowohl die Anordnung und auch die Außnahmen von der Oktettregel einfach "auswendig" zu lernen sind? Dh es gibt keine bestimmten Regeln?
desmond ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2009, 00:33   #3   Druckbare Version zeigen
Stoni5 Männlich
Mitglied
Beiträge: 65
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

Hallo,

da ich mich im Studium auch gerade mit diesem Thema auseinander setze, versuch ich mich mal um eine Antwort:
Soweit ich weiß, gibt es keine allgemeine Regel, und auswendig lernen ist in der Chemie eh nicht sooo gut

Also nach der Regel hätte Phosphor vier Bindungen zu den Sauerstoffatomen, wobei eines davon eine negative Formalladung trägt. Als Folgerung davon (weil H3PO]4 ist ja neutral), trägt das Phosphor eine positive Formalladung. Nun hat mein Dozent gesagt, dass diese Grenzformel sehr wohl eine (n.s.M.n. sehr wahrscheinliche) Möglichkeit sei, die Phosphorsäure dazustellen. Aber das beantwortet ja nicht deine Frage .
Kennst du die Regeln für mesomere Grenzformeln? Eine davon lautet, dass die wahre Grenzformel diejenige ist, die am wenigsten Formalladungen trägt. Da Phosphor eben in der dritten Periode steht, kann es durch Einbindung des d-Orbitals das Oktett überschreiten. Mit diesem Wissen ist es daher möglich, das freie Elektonenpaar das Sauerstoffs mit negativer Partialladung einfach umklappen zu lassen. Sauerstoff erfüllt dann immer noch die Oktettregel, hat keine Formalladung mehr (da tatsächliche und eigentliche Elektronenzahl übereinstimmt) und Phosphor hat nun 10 Elektronen in den Bindungen. Wenn man die Bindungen teilt, entspricht das 5 Elektronen, d.h., Phosphor trägt keine Formalladung mehr. Die Regel der mesomeren Grenzformel ist also erfüllt.
Ich hoffe, dass dir das hilft
PS: In Verbindungen wie BrF3u.a. ist dasselbe der Fall. Man kann daher mit dieser Rechung nur die Zahl an Bindungen ausrechnen, unter derer alle beteiligten Atome die Oktettregel erfüllen. Aber das ist schon mal ein Anfang
Stoni5 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2009, 19:25   #4   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

Die Überschreitung des Oktetts durch d-Orbitale ist veraltet.

"Wahre Grenzformeln" widersprechen dem Konzept von Grenzstrukturen, du meinst wohl eher "die Grenzformel mit dem höchsten Beitrag zur realen Struktur".
Paleiko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2009, 00:50   #5   Druckbare Version zeigen
Stoni5 Männlich
Mitglied
Beiträge: 65
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

Hallo,
ja, das ist gemeint, in unserer tollen Regel (und in der Literatur auch) wird von 'wahr' gesprochen ^^
Dass das d-Orbital veraltet ist, kann natürlich sein, ich bin erst im ersten Semseter und da wurde eben nicht genauer darauf eingegangen
Liebe Grüße
Stoni5 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2010, 13:54   #6   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

huhu^^

ich hab das mit der lewisgformel noch nicht so ganz verstanden....
also ich mache das so: 1.Berechnung der valenzelektronen aus dem pse
2.bestimmung der elektronenpaarbindung
...an dieser stelle komm ich schon ins krübbeln ,wenn es zum beispiel eine ungerade zahl ergibt.schliesst das denn gleich auf ein radikal?
3.dann die formalladung angeben....
meine frage ist,ob man das schon an der berechnung für die EP erkennen kann?und dann hätte ich noch eine frage....wie ist ein nicht bindenes EP zuerkennen/berechnen....

ich danke euch schon mal im vorraus....
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Alt 04.01.2010, 19:32   #7   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.883
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

Hi,

du brauchst auch fuer das aufstellen der lewismaessigen formel i.d.r. ein gewisses mass an vorabinformationen (sofern das ergebnis nicht mangels alternativen eindeuig ist, also N2 oder CO oder sowas)

konkret beim H3PO4 bedeutet das z.b., das man dir vorab mitteilen muss dass dort die konstellation O=P(OH)3 gemeint ist, und nicht z.b. O=PH(OH)(OOH){entspraeche ja auch der summenformel)...
...diese unterscheidung laesst sich allein aus der summenformel heraus naemlich nicht treffen

so, mit diese vorinfo zerlegst du das problem nunmehr wie folgt:

du weisst den "ueblichen verdaechtigen" zunaechst formal ihre ueblichen oxidationsstufen zu, d.h:

O= bekommt 2 elektronen die es zu sich zieht
-OH bekommt ein elektron das es zu sich zieht
1* (=O) + 3 * (-OH) macht 5 entzogene elektronen, --> P +V
entsprechend seiner stellung im periodensystem ist der phosphor somit formal um seine saemtlichen elektronen erleichtert worden, und in seiner koordinatiosspaere sind lediglich die 4 substituenten =O, und 3 -OH unterzubringen, nicht jedich noch irgendwelche freien elektronenpaare
weiterhin sieht man dass das thema "radikal" hier keines ist

fuer 4 substituenten ist der tetraeder die ausgangs-verdachtsgeometrie, mit P im zentrum und OH, OH, OH und O an den ecken

jetzt beruecksichtigt man noch dass P weder gut doppelbindungen machen kann noch d-orbitale erreichen, woraus dann folgt dass die O=P bindung besser als (-)O-P(+) zu formulieren ist, und schon ist die struktur soweit geklaert:

ein tetraeder mit einem (formalen) P(+) in der mitte, und den substituenten -OH, -OH, -OH und -O(-) (formal) an den eckpunkten

gruss

ingo
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2010, 00:33   #8   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

hey
das mit der oxidationszahl bestimmen und so die formalladung bestimmen war ein gute tipp,aber ich weiss immer noch nicht wie man nichtbedinene EP ermittelt...

vielen dank
lg
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Alt 11.01.2010, 05:54   #9   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.883
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

die nichtbindenden ep ermittelst du einfach nachdem du die oxidationsstufe zuvor bestimmt hast

beispiel SO2: du berechnest dass schwefel hier plus IV ist
da schwefel in der sechsten hauptgruppe steht, hat er in der oxidationsstufe null 6 aussenelektronen
davon sind 4 weg wg. "+IV"
verbleiben 2 --> ein freies elektronenpaar

gruss

ingo
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2010, 14:52   #10   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Lewisformel, Anordnung um das "Zentral-atom" + Oktettregel

ahaa....wunderbar^^vielen dank ingo
lg
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