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AW: Molares Volumen idealer Gase
Das von Dir angesprochene "Molvolumen der Gase" hat Avogadro nicht gekannt.
Er hat nur aus den ganzzahligen Reaktionsverhältnissen bei Gasen geschlossen, daß das nur unter der Voraussetzung dieser Hypothese zu erklären wäre.Das Gesetz von Boyle-Mariotte waren ja schon lange bekannt, und das von Gay-Lussac auch schon einige Jahre. Das Gesetz von den "konstanten und multiplen Proportionen bei Gasreaktionen" ließ ihn zu dem Schluß kommen,daß die reagierenden Gase zweiatomig sein müßten. Seine Hypothese hatte es schwer sich durchzusetzen, weil seinerzeit noch viele unklare Zusammenhänge bestanden.
Die Bestimmung der heute als Avogadrozahl bezeichneten Zahl der Teilchen in einem bestimmten Volumen wurde erst vom österreichischen Chemiker Loschmidt 1867 bestimmt, weshalb diese Zahl auch früher NL hieß.
Nach dem zweiten Weltkrieg war alles "deutsche" verpönt, und so wurde vieles umbenannt. Früher hieß in deutschen Lehrbüchern "Kraft" = K ; Beschleunigung = b , Arbeit = A. Nach dem 2. Weltkrieg wurde daraus F = "force" und a = "acceleration" und W = "work" usw...
-und so wurde auch aus NL = NA , wobei es noch einen Streit gab, ob die Loschmidtzahl der Teichen pro cm³ auch schon die Teilchenzahl pro mol beinhaltete.
Dazu könnte man historisch nur sagen: Eifersüchteleien zwischen Epigonen, denen nichts eigenes eingefallen ist.
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