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Alt 12.11.2009, 11:16   #1   Druckbare Version zeigen
bonoborepair Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelfluid

Hallo Leute,

ich bitte euch um einige Tipps bzw. Anregungen zu folgenden Sachverhalt.

Ich suche eine kostengünstige und schnelle Methode, eine Dichtungsprüfung an einem Schlauch durchzuführen. Der Schlauch ist ca 7-10m lang und hat einen Durchmesser von ca 30cm ( also relativ viel Volumen).

Der Schlauch besteht aus einer 2-3mm starken Polyurethan Folie und wird über Ventile mit Luft befüllt. Nun kann es passieren, dass der Schlauch winzige Löcher hat, teilweise kleiner als ein Einstich mit einer Stecknadel. Ich würde diese gerne wie oben beschrieben schnell und kostengünstig orten können. Dazu habe ich mir überlegt, den Schlauch mit Nebelflurid zu befüllen, oder die Luft mit einem Feststoff einzufärben.

Meint Ihr, man würde dann an der kleinen Luftaustrittstelle etwas sehen, oder hat einer eine bessere Idee?

Vielen Dank vorab
bonoborepair ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2009, 12:07   #2   Druckbare Version zeigen
Spektro Männlich
Mitglied
Beiträge: 952
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelflurid

Ich mache meine Dichtigkeitsprüfungen an Apparaten eigentlich immer mit einfachem Spüli-Wasser, in einer Spritzflasche durch Schütteln gut aufgeschäumt, und dann auf potentielle Leckstellen gegeben. Da sieht man dann an den Blasen sehr schnell, wo Undichtigkeiten sind.
Kann bei größerflächiger Anwendung natürlich schnell in eine ziemliche Sauerei ausarten....

Die Sache mit dem Nebelfluid stelle ich mir aber auch ein wenig aufwendig vor, hast Du denn überhaupt eine Nebelmaschine zur Hand? Und wie soll dann der Tröpfchennebel eingefüllt werden? Durch Kompressor?
Spektro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2009, 12:22   #3   Druckbare Version zeigen
bonoborepair Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelflurid

Ja du hast recht, die gute alte Spülie Variante ist schon nicht so verkehrt. Das Problem ist jedoch, dass diese Methode nicht unbedingt immer funktioniert. Bei einem 10 Meter Schlauch wird es echt schwer solche Minilöcher zu finden. Somal die PU Folie so flexibel ist, dass Sie die Luft teilweise erst ab einem bestimmten Druck durchlässt.

Wie der Nebel dann in den Schlauch kommt weiss ich auch noch nicht genau. Ist sicher nicht einfach, aber wenn man sich was bastelt müsste das zu realisieren sein. Die Frage ist halt nur, ob der Fluid Nebel überhaupt durch so ein kleines Loch sichtbar austritt. Ich könnte mir vorstellen, dass das Loch aufgrund seiner Größe den Rauch einfach wegfiltert.

Hab auch schon überlegt Trockeneis zu nehmen, wird aber sicher auch nicht einfach, dass durch ein 9mm Ventil zu bekommen.
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Alt 12.11.2009, 12:30   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelfluid

Farbige Gase sind üblicherweise außer farbig auch giftig und korrosiv.

Luft mit einem Feststoff einfärben: Du meinst, einen bunten Nebel erzeugen?
Hier haben wir die gleichen (oder noch größere) Probleme wie mit dem Nebelfluid: der Nebel muss mit Druck in den Schlauch befördert werden. Dazu bräuchte man ein passendes Gerät. Solche Nebel halten keine Ewigkeit, sondern kondensieren nach ein paar Minuten. Damit ist der Nebel weg und der Schlauch innen gründlich versaut.

Gruß,
Franz
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Alt 12.11.2009, 12:50   #5   Druckbare Version zeigen
bonoborepair Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelfluid

Hallo Franz,

da hast du wohl recht. Die Rückstände wären sicher ein Problem. Wie ich in Erfahrung bringen konnte sind diese auch Nebelfluid vorhanden und teilweise sogar ölig.

Da die defekten Stellen unter anderen durch das Einschweissen neuer Stücke repariert werden müssen, muss das Material innen uns aussen so sauber wie möglich bleiben.

Daher wäre Trockeis sicher nicht so verkehrt. Allerdings ist es auch sehr fragwürdig, ob der Rauch reicht um die Austrittsstelle sichtbar zu machen.

Gruss Gregor
bonoborepair ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2009, 13:03   #6   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelfluid

Übliche Nebelfluids enthalten Wasser + Propylenglykol, eventuell auch Glycerin.

Trockeneis nebelt, weil in der näheren Umgebung Wasserdampf kondensiert. Der Nebel verschwindet ganz schnell, sobald das Luft/CO2-Gemisch wärmer wird, also spätestens an der Austrittsstelle.

Ähm, den Schlauch mit Wasser füllen und gucken, ob es außen nass wird?

Gruß,
Franz
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Alt 12.11.2009, 13:22   #7   Druckbare Version zeigen
bonoborepair Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelfluid

Hm, naja ich werd den Versuch mal mit Trockeneis anhand eines kleinen Models machen, aber die Befürchtung, dass man an der Austrittsstelle nichts sieht bzw. der Effekt zu schnell verschwindet habe ich auch.

Mit Wasser befüllen geht leider nicht, da der Schlauch dann kaputt gehen würde. Habe bisher immer nur eine Teil mit Wasser befüllt und dann den Schlauch aufgepumpt. Durch den Innendruck, kann man dann teilweise auch sehen, wo das Wasser austritt. Mann muss den Schlauch aber immer wieder drehen und schauen, dass man jede Stelle erwischt hat. Das ist zu aufwendig und kostet zu viel Zeit.

Alternativ hatte ich auch schon die Idee, einen großen geschlossenen Wassertank zu benutzen. Der Schlauch wir dann eingezogen und aufgepumpt.

Durch denn Aussendruck des Wassers sollte man dann auch deutlich sehen, wo Luft austritt.Hier würde sich eine transparente Kunststoffröhre eignen. Problem ist nur, solange der Schlauch im geschlossenen Tank ist, kann ich die Stelle nicht makieren. Fazit ist, das ich diese dann, nachdem der Schlauch aus dem Tank entfernt wird, wahrscheinlich nicht mehr so leicht finde. Ausserdem ist so einen Aparatur relativ aufwendig zu konstruieren und nimmt viel Platz weg.
bonoborepair ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2009, 14:05   #8   Druckbare Version zeigen
Spektro Männlich
Mitglied
Beiträge: 952
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelfluid

Zitat:
Zitat von bonoborepair Beitrag anzeigen
Alternativ hatte ich auch schon die Idee, einen großen geschlossenen Wassertank zu benutzen. Der Schlauch wir dann eingezogen und aufgepumpt.

Durch denn Aussendruck des Wassers sollte man dann auch deutlich sehen, wo Luft austritt.Hier würde sich eine transparente Kunststoffröhre eignen. Problem ist nur, solange der Schlauch im geschlossenen Tank ist, kann ich die Stelle nicht makieren. Fazit ist, das ich diese dann, nachdem der Schlauch aus dem Tank entfernt wird, wahrscheinlich nicht mehr so leicht finde. Ausserdem ist so einen Aparatur relativ aufwendig zu konstruieren und nimmt viel Platz weg.
Da fällt mir doch die gute alte Fahrradschlauch-Methode ein, nur ein bisschen größer skaliert....

Warum nicht einfach den Schlauch aufpumpen und langsam Stück für Stück durch einen großen Bottich mit Wasser ziehen, und gucken wo es blubbert. Und dann einfach Finger drauf, rausnehmen, Stelle kurz abwischen und Loch mit wasserfestem Stift markieren?

Bei Trockeneis bin ich jedenfalls skeptisch, das klappt nie...
Spektro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2009, 09:33   #9   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelfluid

Schlauch mit Luft aufblasen und dann über akustische Leckortung das oder die Löcher finden dürfte hier ein gängiger Weg sein.
Entsprechende Meßgeräte ist im Handel erhältlich.
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)

Geändert von Tiefflieger (13.11.2009 um 09:39 Uhr)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2009, 10:47   #10   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Dichtungsprüfung mit farbigen Gas bzw.Nebelfluid

Zitat:
Zitat von Spektro Beitrag anzeigen
Warum nicht einfach den Schlauch aufpumpen und langsam Stück für Stück durch einen großen Bottich mit Wasser ziehen, und gucken wo es blubbert. Und dann einfach Finger drauf, rausnehmen, Stelle kurz abwischen und Loch mit wasserfestem Stift markieren?
Das kleine Problem, das ich sah, als ich an diese Methode dachte, ist der enorme Auftrieb, den ein solch dicker Schlauch hat. Da werden mehrere Personen erforderlich sein, um ihn auch nur zum Teil unter Wasser zu halten.

Gruß,
Franz
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