Allgemeine Chemie
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Alt 10.05.2003, 16:35   #1   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
Silberacetat

Hallo,

kann mir jedand von euch sagen, wie Silberacetat aussieht? Ich meine
welche Farbe es hat und wie es auskristallisiert.
Kann es sein, dass es Silberchlorid sehr ähnlich ist?
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2003, 16:43   #2   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Silberacetat ist farblos, kristallisiert ganz gut und löst sich in kaltem Wasser zu 1%.

Gruß,
Franz
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Alt 10.05.2003, 16:56   #3   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
Ich hab da einen kleinen Versuch gemacht, bei dem am Ende Silberaacetat rauskommen sollte.
Zunächst habe ihc Magnesium mit 25%iger Essigsäure reagieren lassen um eine Magnesiumacetatlösung zu erhalten.
Anschließend hab ich Silbernitratlösung hinzugegeben (keine Ahnung welche Konz.).
Es fiel ein weißer Feststoff aus, der dem Silberchlorid verdammt ähnlich sieht. Daher begann ich zu zweifeln, was denn da ausgefallen sei.
Aber nach deiner Beschreibung dürfte es hinkommen.

PS: Hast du vielleicht ein Bild von Silberacetat, im Web hab ich keins gefaunden...
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 10.05.2003, 17:08   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Ein Bild habe ich nicht. Du kannst aber mal versuchen, den Niederschlag in möglichst wenig heißem Wasser zu lösen und die Lösung dann abkühlen zu lassen. Dann müsstest Du Kristalle bekommen. Sehen nadelförmig aus.

Ein bisschen mehr zur Löslichkeit:

10 °C: 0,87%
20 °C: 1,03%
80 °C: 2,52%

Das Salz ist, wie bei Silbersalzen üblich, lichtempfindlich und muss daher in einem braunen Glas (am besten noch Alufolie drumwickeln) aufbewahrt werden.

Gruß,
Franz
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Alt 10.05.2003, 17:49   #5   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Wo sollen denn

Zitat:
Es fiel ein weißer Feststoff aus, der dem Silberchlorid verdammt ähnlich sieht. Daher begann ich zu zweifeln, was denn da ausgefallen sei.
die Chloridionen herkommen?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2003, 19:52   #6   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
Hmm,

ich hatte die böse Vermutung, dass die Essigsäure evtl. "verunreinigt" sein könnte.
Ich habe daher etwas Säure genommen und hab zwei Tropfen Silbernitratlösung zugegeben, aber es hat sich nichts getan, von daher muss es sich wohl bei dem weißen Niederschlag um Silberacetat handeln, zumal das Zeug wirklich reichlich ausgefallen ist...
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2003, 20:20   #7   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Das hast Du wissenschaftlich korrekt gemacht.

Gruß,
Franz
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Alt 10.05.2003, 21:02   #8   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Zitat:
Originalnachricht erstellt von FK
Das hast Du wissenschaftlich korrekt gemacht.

Gruß,
Franz
Fast : Blindprobe nennt man sowas.

Aber :

Zitat:
Zunächst habe ich Magnesium mit 25%iger Essigsäure reagieren lassen um eine Magnesiumacetatlösung zu erhalten.
Eine Magnesiumacetatlösung ist alkalisch und nimmt CO2 aus der Luft auf. Das heisst : es könnte sich auch um Silbercarbonat handeln. Wenn der Niederschlag im pH-Bereich < 5 beständig ist, ist es Silberacteat.

Alte Weisheit : Es gibt unendlich viele Möglichkeiten etwas falsch zu machen, aber meist nur eine, um es richtig zu machen.

Oder was habe ich heute gelesen : Hoffe auf das Beste, aber sei für das Schlimmste bereit.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2003, 21:11   #9   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Zitat:
Originalnachricht erstellt von bm

Eine Magnesiumacetatlösung ist alkalisch und nimmt CO2 aus der Luft auf. Das heisst : es könnte sich auch um Silbercarbonat handeln.
Bei der Art der Herstellung (Mg + Essigsäure) wird die Reaktion schon vor pH 7 so langsam, dass eher die Geduld des Experimentators als die Essigsäure zu Ende geht...

Da mache ich mir wg. Carbonat keine Sorgen...

Gruß,
Franz
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Alt 10.05.2003, 21:11   #10   Druckbare Version zeigen
Benzen  
Mitglied
Beiträge: 15
"Silberacetat

H3C–COOAg, C2H3AgO2, MG. 166,92. Weiße od. grauweiße, hautreizende, glänzende Nadeln, D. 3,26, wenig lösl. in kaltem, leichter lösl. in heißem Wasser. S. entsteht beim Auflösen von Silbercarbonat in heißer Essigsäure od. durch Reaktion lösl. Acetate mit Silbernitrat.
Verw.: In org. Synth., z.B. für selektive Oxid. u. zur Abstraktion von Chlorid in Metall-Komplexen."

Zitat Römpp Chemie Lexikon

mfg Christian
Benzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2003, 21:14   #11   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Zitat:
Originalnachricht erstellt von FK
Bei der Art der Herstellung (Mg + Essigsäure) wird die Reaktion schon vor pH 7 so langsam, dass eher die Geduld des Experimentators als die Essigsäure zu Ende geht...

Da mache ich mir wg. Carbonat keine Sorgen...

Gruß,
Franz
Ich auch nicht, aber der Teufel ist ein Eichhörnchen.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2003, 21:19   #12   Druckbare Version zeigen
GH Männlich
Mitglied
Beiträge: 659
Um genügend CO2 aufzunehmen, muss es sich aber um eine länger an Luft stehende Mg-Acetat-Lsg. gehandelt haben.

Gruß

GH
__________________
MfG
GH

Alles Leben ist Chemie
GH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2003, 00:08   #13   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Richtig.
Wie lange genau wissen wir nicht.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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