Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 03.11.2009, 15:06   #1   Druckbare Version zeigen
Skiff weiblich 
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Themenerstellerin
Beiträge: 3
Praktikum

Hallo,
ich hoffe ich bin in diesem Forum richtig.

Und zwar habe ich habe eine Frage zu dem Praktikum in unserem Betrieb.
Ich arbeite in einem Labor das sich mit der Forschung rund um Abwasser beschäftigt, und ab und zu haben wir Schulpraktikanten (9 oder 12 Klasse, meistens 9. Klasse) bei uns.
Ich habe mich jetzt einmal daran gemacht und habe eine Mappe entworfen, mit Versuchen die Praktikanten auch selbststänidig durchführen können.

Ich hatte an Flammenfärbung, Linienspektren, Säure/Base mit ein- und mehrprotonigen Säuren und Komplexversuchen (zb. Kupersulfat erhitzen) gedacht und hatte dazu etwas aufgeschreiben, auch die Erklärung was dabei chemisch abläuft.

Nun sind eine Kollegen aber der Meinung das dies zu komplex erklärt wäre und vielleicht für Leute aus der 9. Klasse nicht verständlich wäre, bzw auch Interesse da sein muss um es zu verstehen.

Jetzt ist meine Frage, ob das den Anspruch in dieser Klasse wirklich übersteigt, oder was man sonst noch für Versuche machen kann.
Zur Zeit gibt es hier nämlich nur ein Programm zur Kläranlagen Begehung und Messung der Parameter an den verschieden Klärstufen.

Ich würde mich über Antworten freuen.

Grüße Skiff

Skiff ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2009, 15:30   #2   Druckbare Version zeigen
Eschlbegga Männlich
Mitglied
Beiträge: 613
AW: Praktikum

Poste doch einfach mal was Du bisher hast.

Gruß Kilian
__________________
Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
Eschlbegga ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.11.2009, 17:30   #3   Druckbare Version zeigen
Skiff weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Praktikum

Ich habe bisher:
Bestimmug der Genauigkeit verschiedener Volumenmessgeräte (der kam auch ganz gut an.)
Flammenfärbung
Linienspektren
Komplexometrie und
Neutralisationstitration
Skiff ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2009, 19:06   #4   Druckbare Version zeigen
Eschlbegga Männlich
Mitglied
Beiträge: 613
AW: Praktikum

Ich meinte die Erklärungen, damit man sehen kann ob sie verständlich sind.
__________________
Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
Eschlbegga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2009, 09:26   #5   Druckbare Version zeigen
Skiff weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Praktikum

Linienspektren
Bringt man bestimmte Salze der Alkali – und Erdalkalimetalle in die Brennerflamme, so erkennt man jeweils charakteristische Flammenfärbungen, die zum Nachweis dienen können. Diese Färbungen entstehen dadurch, dass die äußeren Elektronen (Valenzelektronen) der Atome durch Energiezufuhr, z.B. hohe Temperaturen, auf ein höheres Energieniveau angehoben werden und beim Zurückfallen auf das Grundniveau die aufgenommene Energie in Form von Licht bestimmter Wellenlänge wieder abgeben. Die Analyse dieses Lichtes mit Hilfe eines Spektroskopes (Spektralapparat) liefert für die einzelnen Elemente charakteristische Spektrallinien. Die weit außen angeordneten Valenzelektronen der Alkalimetalle und ihrer Salze können besonders leicht angeregt werden. Auch die Erdalkalimetalle und ihre Salze ergeben charakteristische Flammenfärbungen, die linienreicher sind als die Spektren der Alkalimetalle.
Die einzelnen Elemente lassen sich besonders gut erkennen, wenn man reine Salze verwendet. Gut geeignet zur Flammenanalyse sind die relativ leicht verdampfbaren Halogenide. Für Natriumchlorid kann man beispielsweise folgenden Ablauf formulieren:
NaCl (s) -Energie----® NaCl (g) -Energie----® Na (g) + Cl (g)
Na (g) -Energie----® Na * (g) -Energie----® Na (g) + DE (Licht, l= 589nm)
Angeregter Zustand *

(s)=solid
(l)= liqiud
(g)=gas
DE bezeichnet die Energiedifferenz zwischen angeregtem Zustand und Grundzustand.
Je größer der Energiebetrag DE ist, umso kleiner ist die Wellenlänge des ausgesandten Lichtes (Verschiebung im Spektrum nach blau.)


Mit Zeichnung eines angeregten Natriumions.




***********************
Neutralisationsanalyse

Der Äquivalenzpunkt bei einer Neutralisationsanalyse lässt sich auf verschiedene Weise ermitteln (Säure/Base-Indikator, pH-Wert-Messung, Änderung der Leitfähigkeit).
Wenn man während der Titration die Änderung des pH-Wertes mit einem pH-Meter verfolgt, so spricht man von einer potentiometrischen Titration. (Potentiometrie = Spannungsmessung.)
Die Änderung des pH-Wertes hängt dabei einerseits von der Stärke einer Säure bzw. Lauge ab, andererseits von der Wertigkeit der Säure (Anzahl der Säureprotonen im Molekül). Der Verlauf der Änderung lässt sich mit Hilfe der Säure/Base-Theorie vorhersagen. Aus dem Kurvenverlauf lässt sich aber nicht nur die Konzentration einer unbekannten Säure oder Lauge berechnen, es lassen sich noch weitere Informationenüber die Säure/ Base-Eigenschaften gewinnen.
Aufgrund der großen Bedeutung von Titrationskurven werden verschiedene Säuren und Laugen gegeneinander titriert und die Änderung des pH-Wertes während der Analyse wird jeweils aufgezeichnet.


******************
Komplexometrie

Komplexverbindungen sind in der Chemie von großer Bedeutung. Sie sind, wie der Name sagt, „komplex“ zusammengesetzte Verbindungen. Sie bestehen aus einem Zentralatom, das von mehreren Ionen oder Molekülen umgeben ist, den Liganden.
Die Liganden sind mit einer speziellen chemischen Bindung, der Komplexbindung, an das Zentralatom gebunden. Bei dieser Form der chemischen Bindung, die im Allgemeinen weniger fest ist als eine kovalente Bindung, stellt der Ligand das Elektronenpaar für die Bindung zur Verfügung.
Durch die Komplexbildung werden die Eigenschaften von Zentralatom und Liganden grundlegend verändert.
Also Zentralatom wirkt in der Regel ein positiv geladenes Metallion. Besonders stabile Komplexe bilden die Nebengruppenelemente aus. Komplexverbindungen der Nebengruppenelemente sind häufig intensiv gefärbt.
Die Anzahl direkter Bindungen zwischen Zentralatom und Liganden wird Koordinationszahl genannt. Es ist auch möglich, dass ein Ligand mehrere Komplexbindungen mit einem Zentralatom eingeht. In diesem Fall spricht man von einem mehrzähnigen Liganden. Komplexe mit mehrzähnigen Liganden bezeichnet man auch als Chelatkomplexe.
Während manche Komplexverbindungen, z.B. Aquakomplexe wie [Co(H2O)6]2+, schon bei leichtem Erhitzen zerfallen, also verhältnismäßig instabil sind, bilden Chelatkomplexe häufig sehr stabile Komplexverbindungen.
Die Ladung der Komplexverbindung entspricht der Summe der Ladungen von Zentralatom und Ligand.


Mit Zeichnung eines Kupfer(II)sulfat-PenahydratIons.


Was meint ihr?




Skiff ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2009, 10:49   #6   Druckbare Version zeigen
Vanillemaus weiblich 
Mitglied
Beiträge: 574
AW: Praktikum

Morgen!

Ich finde die Idee nicht schlecht, da haben die Praktikanten mal was anderes zu tun, außer Klärschlamm zu begutachten^^
Es ist bei mir zwar auch schon etwas her, dass ich in der 9. Klasse war, aber ich denke, das die von Neutralisationsreaktionen auf jeden Fall schon was gehört haben. Damit fängt man ja quasi an im Chemieunterricht. Zu den Flammenfärbungen.... Auch wenn man das nicht unbedingt in Chemie durchnimmt, kann ich mich erinnern, das wir die Lehre vom Licht in Physik damals schon hatten - und zwar bevor wir irgendwelche Stromkreise kurzgeschlossen haben
Bei der Komplexchemie bin ich mir allerdings net so sicher... das könnte etwas zu komplex sein und fordet schon einiges Verständnis über Bindungsenergien etc. für 9. Klasse. Den Versuch würde ich zwar drin lassen, aber eher den "richtig" chemieinteressierten machen lassen, der sich auch dahinter klemmen würde, um den Mechanismus wenigstens im Ansatz zu verstehen.
Ich würd sagen: unterschätzt die Schüler net, einfach mal austesten lassen vom nächsten Praktikanten und dir eine Rückmeldung geben lassen.
__________________

____________________________________________________

Es gibt zwei Dinge die unendlich sind - das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

(
A.Einstein)
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