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Alt 23.10.2009, 14:27   #1   Druckbare Version zeigen
Orsat2006  
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Themenersteller
Beiträge: 108
Gasprobe nehmen

Hallo zusammen,

vor einigen Tagen las ich auf Wikipedia davon, dass auf dem sowjetischen Stratosphärenballon CCCP-1 Luftproben auf die folgende Art genommen wurden: Außerhalb der druckdichten Kabine waren mehrere evakuierte Glasbehälter angebracht. In der Stratosphäre schlug ein Mechanismus die Kappen der Behälter ab, und darauf wurde ein Platindraht unter Strom gesetzt, der dann die Öffnung wieder zuschmolz.

Ist bei dieser Art von Probennahme es nicht möglich, dass a) verdampftes Platin in die Probe gelangen, oder b) der Behälter nicht gasdicht abgeschlossen wird? Wenn man so etwas heute machen würde (z.B. ferngesteuert auf einem unbemannten Ballon) wäre diese Methode geeignet oder gibt es etwas besseres (z.B. ferngesteuerte Ventile o.ä.)?
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DURING the past few years the civilised world has begun to realise the advantages accruing to scientific research, with the result that an ever increasing amount of time and thought is being devoted to various branches of science. No study has progressed more rapidly than chemistry.
Textbook of Inorganic Chemistry, J. Newton Friend, 1917, S. vii
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Alt 23.10.2009, 22:38   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Gasprobe nehmen

Genaue Quelle?
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Alt 23.10.2009, 23:09   #3   Druckbare Version zeigen
Orsat2006  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 108
AW: Gasprobe nehmen

Ich habe das hier gelesen: http://en.wikipedia.org/wiki/USSR-1

Zitat:
Crew lives depended on the integrity of the gondola skin: pressure suits, developed by Evgeniy Chertovsky since 1931, were not operational yet. Life support consisted of pressurized oxygen tanks and chemical carbon dioxide absorption packages; all crewmembers carried personal parachutes.[4] Radio transceiver was carried withing the gondola; most scientific instruments externally. The latter included sets of ingeniously designed bottles for taking samples of air; their sealed necks were broken open by an electromagnetic actuator and re-sealed by heating the neck with an electric current running through an exposed platinum wire. New pyranometers designed for USSR-1 were not used on its first mission.[4]
Natürlich ist Wikipedia nicht die beste Quelle, ich habe (durch einen Freund) noch einen russischen Text mit den wissenschaftlichen Ergebnissen der Fahrt, der ist aber im Moment in der Übersetzung.

Allerdings wurde dieses Verfahren auch einmal schon 1910 angewendet: http://www.ballon-lve.de/extern/geschichte.htm

Zitat:
1910 näherte sich der Komet Halley der Erde. Damals verursachte er weit mehr Aufsehen als im Jahre 1986. Es hieß, die Erde käme auf ihrer Bahn durch den aus "giftigen Gasen" bestehenden Kometschweif. Am Abend des 18.05.1910 stiegen in Essen und Gelsenkirchen die Freiballone "Schröder", "Bochum" und "Bamler" mit je zwei Mann Besatzung auf, um während des Durchgangs durch den Kometenschweif wissenschaftliche Messungen vorzunehmen. Im Ballon "Schröder" wurden in mehreren hundert Metern Höhe Luftproben genommen. Eine luftleer gepumpte und zugeschmolzene Flasche wurde aufgebrochen und, nachdem die Luft eingeströmt war, mit glühendem Platindraht wieder zugeschmolzen.
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Alt 26.10.2009, 19:50   #4   Druckbare Version zeigen
Orsat2006  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 108
AW: Gasprobe nehmen

Was mir noch an anderen Methoden einfällt ist zum einen natürlich ein luftleerer Behälter mit einem Absperrhahn oder eine Flasche (o.ä.), die mit Wasser gefüllt ist, und beim Ausgießen füllt sie sich mit der Luftprobe. Allerdings finde ich, dass letzteres ziemlich ungenau sein muss, vor allem, weil im Wasser (was ja sicher in der Flasche zurückbleibt) sich Gase lösen können. Besser wäre da Quecksilber, aber die Vorstellung 500 ml Hg auszugießen ist nicht so gut.
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