Allgemeine Chemie
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Alt 20.10.2009, 12:25   #1   Druckbare Version zeigen
Markus-B Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
Säure-Stärke und Polarität ?

Hi,


Bei Alkansäuren nimmt die Säurestärke mit zunehmendem Alkyl-Rest ab, da der zunehmende +I-Effekt die Polarität der O-H-Bindung reduziert. Soweit habe ich das verstanden.

Dagegen sind Thioalkohole stärkere Säuren als normale Alkohole, obwohl die Polarität der S-H-Bindung geringer ist (Delta EN 0,2) , als jene der O-H-Bindung (Delta EN 1,3) ?!

Ebenso nimmt die Säurestärke bei Halogenwasserstoffen mit zunehmendem Atomradius zu (d.h. HCI ist stärker als HCl und dieses ist stärker als HF).
Bei zunehmendem Atomradius nimmt aber die Polarität der Bindung doch ab ?

Wie passt das alles zusammen ? Was ist für die Säurestärke nun entscheidend ? Wie kann man sich das erklären?

lg, Markus
Markus-B ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2009, 12:35   #2   Druckbare Version zeigen
Bitti Männlich
Mitglied
Beiträge: 881
AW: Säure-Stärke und Polarität ?

Nicht nur die Polarität ist entscheidend, sondern auch die Verteilung der Ladung über die entstehenden Ionen. Bei den Halogenwasserstoff-säuren ist die Negative Ladung mit steigender Ordnungszahl über eine wesentlich größere Oberfläche verteilt.

Analog bei Alkoholen/Thioalkoholen, wenn ich nicht falsch liege.

Gruß Daniel
Bitti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2009, 12:44   #3   Druckbare Version zeigen
Markus-B Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Säure-Stärke und Polarität ?

Hmm das klingt natürlich einleuchtend.

Also ist die Entstehung eines Br- energetisch günstiger als eines Cl- oder wie soll man das verstehen ?

Wie ist das dann bei der Basenstärke ?

lg,Markus
Markus-B ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2009, 18:31   #4   Druckbare Version zeigen
Bitti Männlich
Mitglied
Beiträge: 881
AW: Säure-Stärke und Polarität ?

@ehemaliges Mitglied sie haben mal wieder recht. Ich habe bei der Hälfte der Erklärung aufgehört

Wenn die Ladung also über einen größeren Raum verteilt wird sind die wechselwirkungen zwischen den Protonen und Halogenid-ionen also auch kleiner.


Eine andere Möglichkeit wäre das HSAB-Prinzip.
http://www.chemgapedia.de/vsengine/popup/vsc/de/glossar/h/hs/hsab_00045konzept.glos.html

für den Zusammenhang Säurestärke-Basenstärke gilt:

pKs+pKb=14


Gruß Daniel
Bitti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2009, 11:45   #5   Druckbare Version zeigen
Markus-B Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Säure-Stärke und Polarität ?

Hi,

ich denke mittlerweile, dass je größer der Atomradius, desto geringer die gegenseitige Abstoßung der Valenzelektronen. Somit ist die Bildung eines I- energetisch bevorzugt gegenüber einem Cl-. Es lässt sich das Proton, welches ja diese Abstoßung durch seine positive Ladung teilweise kompensiert, bei Atomen größeren Radius leichter abspalten, da hier nicht ganz soviel Abstoßung kompensiert werden muss.

@ehemaliges Mitglied : Die Ladungsmittelpunkte liegen doch im Atomkern oder nicht ? Der Abstand Proton <-> Atomkern steigt aber bei steigendem Radius und ist somit nicht identisch.
lg

Geändert von Markus-B (22.10.2009 um 11:52 Uhr)
Markus-B ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2009, 14:40   #6   Druckbare Version zeigen
Markus-B Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Säure-Stärke und Polarität ?

Hallo.

Zitat:
Zitat von FKS
Aber wie auch immer : Die Aussage stimmt so oder so nicht .
1. Warum stimmt die Aussage nicht ?
2. Wie ist es denn sonst ?

Im Mortimer steht sinngemäß, dass bei großen Atomen die Valenzelektronenwolke auf einen größeren Raum verteilt und das Proton daher weniger fest eingebunden ist und sich deshalb leichter abtrennen läßt.

Zitat:
Zitat von FKS
Ja und ? Mein Kontext war doch ein ganz anderer.
Und wie war ihr Kontext ? Wieso gehen sie von gleichem Abstand der Ladungsmittelpunkte aus ? Oder war das einfach nur eine allgemeine Aussage ohne konkreten Bezug zum Thema?

lg

Geändert von Markus-B (22.10.2009 um 14:46 Uhr)
Markus-B ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 22.10.2009, 15:39   #7   Druckbare Version zeigen
Markus-B Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Säure-Stärke und Polarität ?

Zitat:
Zitat von FKS
Meine diesbezügliche Aussage war jedenfalls richtig, und möchte jetzt nicht den ganzen Kontext hier analysieren müssen.
Schön, dass Sie irgendeine Aussage in den Raum stellen, ohne den Bezug zum Thema zu erläutern. 1+1 ist übrigens 2.


lg
Markus-B ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
alkansäuren, alkohole, polarität, säurestärke, thioalkohole

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