Allgemeine Chemie
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Alt 11.10.2009, 20:38   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Knochen - Magensäure

Soo, auf gehts. Bin Hundebesitzerin und beschäftige mich seit einiger Zeit mit natürlicher Ernährung unserer Vierbeiner. Sprich BARF.
Dabei stößt man unweigerlich auf die Frage der Knochenfütterung und deren Verwertung.
Auch, wenn ich mich jetzt gnadenlos blamiere....
Habe jetzt schon einiges selbst recherchiert, bekomme es aber trotzdem nicht ganz zusammen. Bitte last mich nicht dumm sterben:

1. Ist Knochen= Calciumphosphat= Hydroxylapatit?
2. Wie sieht es mit der Magensäure des Hundes aus, Ist diese wirklich 0,5%tig, ist das stark genug die Kalziumphosphorbindungen zu sprengen, in welcher Form würde dann Kalzium vorliegen, kann der Hund das Kalzium dann verwerten?
3. Im Grund geht es nur darum, können Hunde ihren Kalziumbedarf über Knochenfütterung decken?

Habe jetzt soooo viele unterschiedliche, verwirrende Antworten bekommen, bitte helft mir.
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Alt 11.10.2009, 20:55   #2   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 17.613
AW: Knochen - Magensäure

1. Im wesentlichen ja.

2. Nach dem was ich weiss, ist der pH deutlich saurer als beim Menschen.

3. Ja.

Gruß

jag
__________________
Die Lösung auf alle Fragen ist "42".
Aus gegebenem Anlass: Alle Rechnungen überprüfen, da keine Gewähr. - Fragen bitte im Forum stellen.
jag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2009, 21:10   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Knochen - Magensäure

Habe aber irgendwo gelesen, dass Knochen nicht durch die Magensäure verdaut werden können. Hier handelt es sich um Calziumphosphat, gehört in die Bariumgruppe, das ist schwer löslich und übersteht auch Magensäure.

Nur Calciumcarbonat kann vom Körper entsprechend verarbeitet werden??!

Und nu?
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Alt 11.10.2009, 21:19   #4   Druckbare Version zeigen
Auwi Männlich
Mitglied
Beiträge: 9.766
AW: Knochen - Magensäure

Ich bin auch Hundebesitzer und dieser ganze BARF-Schrott kotzt mich an.
Als ob Hunde sich in der Natur von Kühen ernährt hätten. Alle Wildtiere, die sich von anderen ernähren z.B. Schakale,Tieger,Löwen fressen das Fleisch und lassen die Knochen liegen, wenn sie genug zu fressen haben. Ehe sie verhungern nagen sie auch wohl mal an Knochen. Anders sieht es bei Mäusen usw. als Nahrung aus. Deren relativ weiche und kleine Knochen werden schon mal mitgefressen. Chemisch kann die Magensäure die harte Knochensubstanz nicht aufschließen. Wenn es dem Hund gelingt, den Knochen genügend zu zerkleinern, sodaß er durch den Darm abgehen kann, dann wird dieser Knochenbrei ziemlich trocken und auch schmerzhaft wieder ausgeschieden. Wenn der Knochen nicht genügend zerkleinert werden konnte und vom Hund verschlungen wurde, kann er ihn im besten Fall wieder auskotzen. Es kommt aber auch nicht selten vor, daß sich en Stück im Darmeingang des Magens festsetzt. Dann Kotzt sich das arme Tier zu Tode. (Der Tierarzt bietet dann eine Operation an, wonach das Tier dann ca 4 Tage später verendet), weil der Darm dann schon nekrotisch war.
Wenn Dir das Geld zur gesunden Ernährung (meinetwegen auch mit ALDI Trockenfutter) zu schade ist, schaff Dir kein Tier an.
Besonders große Hunde sind bei BARF gefährdet, denn ihre meist übergewichtigen Halter geben ihm viel zu wenig zu fressen, damit wenigstens er "schlank" bleibt. Und wenn er dann die Knochen kriegt, frißt er sie gierig in sich hinein mit den schon geschilderten Folgen.
Entschuldige den harten Ton, aber gegen "Glaubensrichtungen" kann man kaum argumentieren. Gläubige wollen eigentlich nur in ihrem Glauben bestärkt werden, und sei es auch ein Irrglaube.
Auwi ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 11.10.2009, 21:19   #5   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 17.613
AW: Knochen - Magensäure

Knochen besteht - im wesentlichen - aus Hydroxlapatit, daneben finden sich noch eine Reihe weiterer Stoffe, die von der Magensäure des Hundes auf jeden Fall gelöst werden können. Das Calcium läge dann in Form von Ca2+-Ionen vor und kann dann teilweise über den Darm aufgenommen werden. Beim Menschen liegt der tägliche Bedarf bei maximal 1g, bei kleineren Hunden sntsprechend niedriger.

Nach meinen Beobachtungen zerkauen Hunde die Knochen ja (aber nur, wenn sie schon weich sind...) auch recht fein, so dass ein vollständiges Auflösen auch sinnlos wäre. Dazu bräuchte man auch riesige Mengen Magensäure.

Die Aufnahme von Calcium über die normale Nahrung des Hundes sollte somit kein Problem sein.

Gruß

jag
__________________
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jag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2009, 21:26   #6   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Knochen - Magensäure

Zitat:
Zitat von Auwi Beitrag anzeigen
Ich bin auch Hundebesitzer und dieser ganze BARF-Schrott kotzt mich an.
Als ob Hunde sich in der Natur von Kühen ernährt hätten. Alle Wildtiere, die sich von anderen ernähren z.B. Schakale,Tieger,Löwen fressen das Fleisch und lassen die Knochen liegen, wenn sie genug zu fressen haben. Ehe sie verhungern nagen sie auch wohl mal an Knochen. Anders sieht es bei Mäusen usw. als Nahrung aus. Deren relativ weiche und kleine Knochen werden schon mal mitgefressen. Chemisch kann die Magensäure die harte Knochensubstanz nicht aufschließen. Wenn es dem Hund gelingt, den Knochen genügend zu zerkleinern, sodaß er durch den Darm abgehen kann, dann wird dieser Knochenbrei ziemlich trocken und auch schmerzhaft wieder ausgeschieden. Wenn der Knochen nicht genügend zerkleinert werden konnte und vom Hund verschlungen wurde, kann er ihn im besten Fall wieder auskotzen. Es kommt aber auch nicht selten vor, daß sich en Stück im Darmeingang des Magens festsetzt. Dann Kotzt sich das arme Tier zu Tode. (Der Tierarzt bietet dann eine Operation an, wonach das Tier dann ca 4 Tage später verendet), weil der Darm dann schon nekrotisch war.
Wenn Dir das Geld zur gesunden Ernährung (meinetwegen auch mit ALDI Trockenfutter) zu schade ist, schaff Dir kein Tier an.
Besonders große Hunde sind bei BARF gefährdet, denn ihre meist übergewichtigen Halter geben ihm viel zu wenig zu fressen, damit wenigstens er "schlank" bleibt. Und wenn er dann die Knochen kriegt, frißt er sie gierig in sich hinein mit den schon geschilderten Folgen.
Entschuldige den harten Ton, aber gegen "Glaubensrichtungen" kann man kaum argumentieren. Gläubige wollen eigentlich nur in ihrem Glauben bestärkt werden, und sei es auch ein Irrglaube.
Um ein persönliche Stellungnahmen zum Thema BARF habe ich weder gebeten noch finde ich derartige Belehrungen respekvoll....
Wenn man bedenkt, dass im 95% der Trockenfutter bis zu 90% Getreide enthalten ist, das ja wohl ohne Zweifel die Aufnahmen von Kalzium blockiert, Übergewicht und viele weiter Krankheiten verursacht, werde ich mich nicht mit dir hinstellen und weiter darüber disskutieren!
Wenn du nichts Produktiveres zum Thema zu schreiben hast, dann halte dich dezent im Hintergrund.....
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Alt 11.10.2009, 21:34   #7   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Knochen - Magensäure

Zitat:
Zitat von jag Beitrag anzeigen
Knochen besteht - im wesentlichen - aus Hydroxlapatit, daneben finden sich noch eine Reihe weiterer Stoffe, die von der Magensäure des Hundes auf jeden Fall gelöst werden können. Das Calcium läge dann in Form von Ca2+-Ionen vor und kann dann teilweise über den Darm aufgenommen werden. Beim Menschen liegt der tägliche Bedarf bei maximal 1g, bei kleineren Hunden sntsprechend niedriger.

Nach meinen Beobachtungen zerkauen Hunde die Knochen ja (aber nur, wenn sie schon weich sind...) auch recht fein, so dass ein vollständiges Auflösen auch sinnlos wäre. Dazu bräuchte man auch riesige Mengen Magensäure.

Die Aufnahme von Calcium über die normale Nahrung des Hundes sollte somit kein Problem sein.

Gruß

jag
Wie kann es dann bei bedarfsgemäßer Fütterung entweder mit frischen Knochen oder Knochenmehl zu einer Hypocalcämie, wenn alle anderen Blutwerte, auch Schilddrüse u.s.w. komplett in Ordnung sind.
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Alt 11.10.2009, 21:47   #8   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Knochen - Magensäure

Zitat:
Zitat von jag Beitrag anzeigen
Knochen besteht - im wesentlichen - aus Hydroxlapatit, daneben finden sich noch eine Reihe weiterer Stoffe, die von der Magensäure des Hundes auf jeden Fall gelöst werden können. Das Calcium läge dann in Form von Ca2+-Ionen vor und kann dann teilweise über den Darm aufgenommen werden. Beim Menschen liegt der tägliche Bedarf bei maximal 1g, bei kleineren Hunden sntsprechend niedriger.

Nach meinen Beobachtungen zerkauen Hunde die Knochen ja (aber nur, wenn sie schon weich sind...) auch recht fein, so dass ein vollständiges Auflösen auch sinnlos wäre. Dazu bräuchte man auch riesige Mengen Magensäure.

Die Aufnahme von Calcium über die normale Nahrung des Hundes sollte somit kein Problem sein.

Gruß

jag
Ganz konkret. Wie regiert die starke Verbindung Ca5[OH(P04)3] mit Magensäure, damit ganz normal verwertbares Ca[sup]2+ herauskommt?

Ich falle lästig, ich weiß, aber ich möchte es ganz genau wissen:-)

Jeannine
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Alt 11.10.2009, 21:47   #9   Druckbare Version zeigen
laborleiter Männlich
Moderator
Beiträge: 6.322
Blog-Einträge: 11
AW: Knochen - Magensäure

Zitat:
Zitat von Jeanni Beitrag anzeigen
Um ein persönliche Stellungnahmen zum Thema BARF habe ich weder gebeten noch finde ich derartige Belehrungen respekvoll....
hier kann aber jeder seine meinung äussern

ernährungsphysiologisch ist das hundetrockenfutter von aldi unschlagbar. mich wundert, daß einer darüber irgendwann ein gerücht verbreitet und 10.000 verblendete das blind nachplappern, anstatt sich bei seriösen quellen mal anständig zu informieren.

wenn du einfach deine frage zur löslichkleit gestellt hättest, gäbe es diese diskussion jetzt nicht.
wenn hier jemand nach inhaltsstoffen von massageölen fragt und nebenbei erwähnt, daß sein hund gerne tantra-massagen bekommt, weiss ich auch genau, in welche richtung die diskussion gehen wird.

wenn dir ein chemiker und hundehalter etwas dazu erklärt, brauchst du nicht gleich hochgehen, nur weil dir das gesagte nicht passt.

liebe grüsse
jan
__________________
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laborleiter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2009, 22:50   #10   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Knochen - Magensäure

Zitat:
Wenn man bedenkt, dass im 95% der Trockenfutter bis zu 90% Getreide enthalten ist, das ja wohl ohne Zweifel die Aufnahmen von Kalzium blockiert,
Aus welchem Grund?

Wenn du keine Kritik an der Ernährung deines Hundes zulässt, wieso fragst du dann hier nach?
Zitat:
Entschuldige den harten Ton, aber gegen "Glaubensrichtungen" kann man kaum argumentieren. Gläubige wollen eigentlich nur in ihrem Glauben bestärkt werden, und sei es auch ein Irrglaube.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
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