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Alt 08.10.2009, 17:19   #1   Druckbare Version zeigen
Crusher15 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 49
Unstetigkeit der 3d-Reihe

Hallo,

wie kommt die Unstetigkeit der kovalenten Atomradien in der 3d Reihe zustande?
Habe im Internet auch irgendwie nichts gefunden zu dem Thema.

Gruß

Christian
Crusher15 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2009, 19:43   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Unstetigkeit der 3d-Reihe

Kannnst Du das mal näher erläutern.

Was verstehst Du unter "unstetig"?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2009, 20:23   #3   Druckbare Version zeigen
Crusher15 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 49
AW: Unstetigkeit der 3d-Reihe

Wenn ich mich im Periodensystem von Sc nach Zn bewege, erwarte ich eigentlich, dass die kovalenten Atomradien kleiner werden. Dies trifft für Cobalt, Nickel, Kupfer nicht zu.
Warum?
Crusher15 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2009, 23:26   #4   Druckbare Version zeigen
noah Männlich
Mitglied
Beiträge: 58
AW: Unstetigkeit der 3d-Reihe

du kannst eben nicht so einfach behaupten, dass mit höherer Kernladung die Atome resp. Orbitale immer mehr schrumpfen.

Ein bekannter gegenläufiger Effekt ist zum Beispiel, dass mit einerer grösseren Anzahl Elektronen die Kernladung immer besser abgeschirmt wird und dadurch die Kräfte auf die äussersten Elektronen abnimmt. Dadurch können sich diese weiter vom Kernort entfernt aufhalten.
noah ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2009, 00:27   #5   Druckbare Version zeigen
Crusher15 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 49
AW: Unstetigkeit der 3d-Reihe

Aber in dem Fall wird doch das gleiche Orbital aufgefüllt. Demnach dürften die Elektronen auch keinen weiteren Raum ausfüllen. Die Kernladung nimmt zu aber innerhalb eines Orbitals kann die Abschirmung nicht so stark erfolgen, oder doch?
Irgendetwas muss doch noch dahinter stecken. Ungewöhnlich ist doch, dass auch Ag und Au so einen vergleichsweise großen kovalenten Atomradius haben bzw. Zn Cd Hg auch. Ga, In unt Tl machen aus meiner Sicht ja noch Sinn, da dort die p-Schale neu besetzt wird und dann die Abschirmung wohl größer ist.
Kann mir nicht vorstellen, dass man diese Ausnahmen nicht begründen kann.
Crusher15 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2009, 08:59   #6   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
immer wieder

Zitat:
Zitat von Crusher15
wie kommt die Unstetigkeit der kovalenten Atomradien in der 3d Reihe zustande?
was sind "kovalente Atomradien" bei Metallen für Dich? Mit welcher experimentell bestimmbaren Größe sind sie verknüpft?

Zitat:
Zitat von Crusher15
Habe im Internet auch irgendwie nichts gefunden zu dem Thema.
Dummes Internet, da steht aber auch garnichts drin!
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2009, 12:22   #7   Druckbare Version zeigen
cleric weiblich 
Mitglied
Beiträge: 132
AW: Unstetigkeit der 3d-Reihe

Aus Horst-Dietrich Hardt: "Die periodischen Eigenschaften der Elemente" (1987):

Zitat:
Es darf allerdings nicht übershen werden, dass die Atomvolumina und die daraus abgeleiteten Atomradien aus Bestimmungen der Dichte und der kristallographischen Struktur kamen. So erklärt sich in erster Linie das Wiederansteigen der Atomradienkurve, nachdem sie in der Gegend der Eisen- und Platin-Metalle (B0) ein Minimum erreicht hat, aus der geringeren Symmetrie der Strukturen von B-Gruppenelementen rechts von der Kupfer-Gruppe.
Es sind also nicht die Atomradien selbst die wieder wachsen, sondern die mittleren Abstände in den Kristallstrukturen.
Mit denen kenne ich mich nicht aus, kann da also nichts zu sagen.



Die Ionen sinken übrigens, wie man es erwartet:
Ti2+: 90pm
V2+: 88pm
Cr2+: 80pm
Mn2+: 80pm
Fe2+: 74pm
Co2+: 72pm
Ni2+: 69pm

Da wurden wohl nicht mehr über die Kristallstruktur bestimmt.
cleric ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 09.10.2009, 12:57   #8   Druckbare Version zeigen
Crusher15 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 49
AW: Unstetigkeit der 3d-Reihe

Hollemann, Wiberg 102. Auf S.1311 sagt da aber etwas anderes. Dort sind die Ionenradien (low-spin) sehr ähnlich zu den Metallatomradien in der Tendenz.

Es ist dort so geschrieben, dass das Minimum Fe,Ru,Os darauf zurückzuführen ist, da sie innerhalb der drei Übergangsreihen die Elemente der höchsten Maximalwertigkeit darstellen und besonders viele Elektronen zum Elektronengas des betreffenden Metalls beisteuern.

Gut wenn man dann den Gedanken so aufnimmt und die Maximalwertigkeit zu Zn kleiner wird steigt demnach auch der Radius.
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