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Alt 04.10.2009, 13:18   #1   Druckbare Version zeigen
assteroid Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
Löslichkeiten von Stoffen

Hallo Leute,
ich habe ein großes Problem :
am Dienstag schreibe ich eine Chemie LEK zum Thema Löslichkeiten von Stoffen und ich hab so gut wie keine Ahnung von dem Thema!

Könnt Ihr mir bitte (für Leute die kein Chemie ASS sind) erklären wie allgemeien die Löslichkeit von Stoffen zu erklären ist!?

Folgendes weiß ich schon irgendwie nen' bisschen:
- "Ähnliches löst sich in Ähnlichem"
- Wasserstoffbrückenbindungen und Van der Waals-Kräfte spielen eine Rolle
-> ABER WELCHE?

also ich wäre über jede hilfe sehr froh und bedanke mich schonmal im Voraus
bis denne
assteroid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.10.2009, 14:07   #2   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.887
AW: Löslichkeiten von Stoffen

allgemein funktioniert loeslichkeit so:

ein stoff (egal ob salz,fluessigkeit usw..) hat mit seinesgleichen "energieliefernde wechselwirkungen".
um ein salz also z.b. in wasser zu loesen muss das sich-aufloesen in wasser (-->u.a. hydratationsenthalpie) mehr energie liefern als die bildung des salzkristalls aus den salz-ionen (u.a. gitterenthalpie, ionisationsenthalpie)zuvor geliefert hat

weiterhin nimmt die unordnung eines systems i.a. beim mischen verschiedener (vorher rein-) stoffe zu, diese entropiezunahme ist ein weiterer energieliefernder prozess

je staerker die wechselwirkung eines stoffes mit sich selbst ist, desto staerker muessen also auch die "aufbaubaren" wechselwirkungen sein um da konkurrieren und ueberkompensieren zu koennen.
die dinge muessen sich also "aehnlich" sein, sonst ist einer der partner immer zu schwach um da erfolgreich interagieren zu koennen (dann bleibt der "starke" halt lieber "unter seinesgleichen" und der schwache muss sich dann mit sich selbst amuesieren: es loest sich nix)

so. und nun kannst du gucken welche strukturen in den molekuelen sind und die nach "staerke" ordnen (um so zu einer gesamt-einklassierung deines stoffes zu kommen). und dabei geht es eben von starken wechselwirkungen (z.b. ionen, bindungen) ueber mittelpraechtiges (wasserstoff-brueckenbindungen, dipole) bis runter zu den schwaecheren sachen (van-der-waals)

und dann: gleiches loest gleiches

gruss

ingo
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2009, 17:41   #3   Druckbare Version zeigen
assteroid Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 44
AW: Löslichkeiten von Stoffen

also danke erstmal für die gute beantwortung meiner frage.

im chemie unterricht unterricht wurde mir das folgendermaßen erklärt:

man muss bei fragen der löslichkeit prüfen ob der zu lösende stoff und der stoff in dem er gelöst werden soll unpolar oder polar sind. (mithilfe der EN-werte)
wenn beide unpolar sind gelten die van-der-waals kräfte zum lösen, wenn beide polar sind werden wasserstoffbrückenbindungen (<-was für ein wort) ausgebildet.
(moleküle des einen stoffes lagern sich in die "struktur" des anderen ein)

ist das soweit richtig?
also nochmal zusammengefasst: um einen stoff zu lösen müssen sich moleküle des stoffes, in welchem gelöst wird (also meist wasser) in dessen struktur einlagern, bei unpolaren bindungen durch die van-der-waals kräfte, bei polaren durch H-brückenbindungen?
ich hoffe das ist jetzt richtig

noch mal danke
gruß
assteroid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2009, 18:02   #4   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.887
AW: Löslichkeiten von Stoffen

Zitat:
Zitat von assteroid Beitrag anzeigen
(..) wenn beide polar sind werden wasserstoffbrückenbindungen (<-was für ein wort) ausgebildet (..)
ist das soweit richtig?
ich denke du hast den grundgedanken richtig erfasst. allerdings muss darauf hingewiesen werden dass ausser wasserstoff-brueckenbindungen (welche haeufig anzuttreffen sind, zugegeben) noch eine reihe weitere strukturen "polare interaktion" machen. beispielsweise ist aceton ( http://de.wikipedia.org/wiki/Aceton ) in wasser loeslich ohne dass das molekuel z.b. eine -OH gruppe fuer H-brueckenbildung haette

Zitat:
Zitat von assteroid Beitrag anzeigen
also nochmal zusammengefasst: um einen stoff zu lösen müssen sich moleküle des stoffes, in welchem gelöst wird (also meist wasser) in dessen struktur einlagern, bei unpolaren bindungen durch die van-der-waals kräfte, bei polaren durch H-brückenbindungen?
ich hoffe das ist jetzt richtig

noch mal danke
gruß
1. zu den H-brueccken s.O.
2. fokussier dich am besten nicht nur auf wasser (lass also den klammerausdruck weg), dann sind auch deine folgenden aeusserungen zu unpolaren substanzen (die sich in wasser ja nicht [relevant] loesen) eindeutig

gruss

ingo
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
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