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Alt 03.09.2009, 22:04   #31   Druckbare Version zeigen
malbi Männlich
Mitglied
Beiträge: 388
AW: Angstfach Chemie

Zitat:
Zitat von Rosentod Beitrag anzeigen
Ich vertrete dagegen die Meinung, dass viele Autoren sich mehr bei ihren Texten gedacht haben, als der normalgebildete Mensch (mangels Kontextwissen) hineininterpretieren kann.
Das kann teilweise auch der Fall sein. Es gibt sicherlich beide Varianten. Die Frage ist aber auch, ob man alles verstehen/interpretieren kann, was der Autor meinte, ohne seinen Hintergrund zu kennen.

Beispielsweise gehe ich davon aus, das Theodor Fontane sich wahrscheinlich sehr viel bei seinen Texten gedacht hat. Hingegen könnte man in Harry Potter vermutlich auch einiges hinein interpretieren, und da gehe ich nicht davon aus, des es ähnlich tiefgründige Hintergründe gibt. Auch wenn ich nicht behaupten möchte, dass es überhaupt keine gibt...
malbi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2009, 23:46   #32   Druckbare Version zeigen
DaTei Männlich
Mitglied
Beiträge: 995
AW: Angstfach Chemie

Zitat:
Zitat von malbi Beitrag anzeigen
Das kann teilweise auch der Fall sein. Es gibt sicherlich beide Varianten. Die Frage ist aber auch, ob man alles verstehen/interpretieren kann, was der Autor meinte, ohne seinen Hintergrund zu kennen.

Beispielsweise gehe ich davon aus, das Theodor Fontane sich wahrscheinlich sehr viel bei seinen Texten gedacht hat. Hingegen könnte man in Harry Potter vermutlich auch einiges hinein interpretieren, und da gehe ich nicht davon aus, des es ähnlich tiefgründige Hintergründe gibt. Auch wenn ich nicht behaupten möchte, dass es überhaupt keine gibt...
Das liegt daran, dass die Literatur von Theodor Fontane anspruchsvoller ist also eine Harry-Potter-Geschichte.
Dennoch gibt es in der Schulliteratur für jedes Gedicht, Drama etc. klare Linien, die sich an den Gedanken des Autors orientieren und an die sich jede Interpretation halten sollte. Das beinhaltet natürlich auch etwas Übung diese zu erkennen.
Ansonsten bin ich auch der Meinung von Rosentod.
__________________
Der Beginn aller Wissenschaften ist das Staunen, dass die Dinge so sind, wie sie sind. Aristoteles
DaTei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2009, 00:24   #33   Druckbare Version zeigen
cyberhaube Männlich
Mitglied
Beiträge: 356
AW: Angstfach Chemie

Es mag zwar Gedichte geben in die man etwas mehr interpretiert als dass der Verfasser es so gemeint hat, jedoch gehe ich bei den bedeutensten Werken der Literaturgeschichte schon davon aus, dass sich die jewaligen Verfasser schon ihre Gedanken gemacht haben.
Ein Gedicht, wobei mir leider der Titel entfallen ist, dauerte vom ersten Wort bis zur finalen Version 12 Jahre, weil der Dichter immer wieder unzufrieden damit war und es immer verbessert hat. So denke ich mir, dass bei jeder Verbesserung ein wenig mehr Inhalt hinzu kommt....

Aber meiner Meinung nach, ist es doch das wichtigste, dass man es für sich interpretiert und nicht stupide nach einem Schema vorgeht. Das man die Geschehnisse auf sich wirken lässt und mit seinen Erfahrungen verküpfen kann

(sehr poetisches Thema im Chemieforum, zumindest der aktuelle Stand)
__________________
läuft.
cyberhaube ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2009, 00:50   #34   Druckbare Version zeigen
malbi Männlich
Mitglied
Beiträge: 388
AW: Angstfach Chemie

Solche Gedichte gibt es sicherlich. Und bei Gedichten ist die Dichte der tiefgründigen Werke sicherlich auch höher, als bei Prosawerken. Es wird allerdings auch Romane geben, die einen ähnlich langen Entwicklungszyklus durchlaufen haben. aber eben auch solche, die als Geschichten geschrieben wurden, um sich zu verkaufen. Und meiner Meinung nach steigt deren Anteil mit der Zeit an. Und wer weiß, was unsere Nachfahren in 100 Jahren mal in "Harry Potter" oder "Illuminati" hinein interpretieren.

Und ein weiteres Problem ist, dass es extrem schwer ist, solche Interpretationen zu benoten bzw. zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Da zeigen sich dann meistens auch die Unterschiede zwischen den Lehrern.
Ich hatte beispielsweise sowohl solche, denen es im Prinzip egal ist, was man interpretiert hat, solange man seine Überzeugung anhand des Textes belegen konnte. Andere wiederum hatten eine Musterlösung, und wer etwas anderes interpretierte, hatte es falsch, egal wie genau er es belegen konnte. Und gerade zu Zeiten des Zentralabiturs, in denen die Klausuren anhand eines Punkteschlüssels korrigiert werde, ist das ganze recht fragwürdig.

Was wohl einer der größten Unterschiede zu Mathe, Physik, Chemie usw. ist. Denn das 2+2 4 ist, kann man beweisen. Dass eine galvanische Zelle aus zwei bestimmten Elementen eine definierte Spannung erzeugen, kann man nachprüfen. Aber dass Autor X mit seinem Werk Y genau auf diesen und jenen Missstand (und vor allem nur auf diesen) hinweisen wollte, ist so gut wie unmöglich nachzuvollziehen.
malbi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2009, 07:18   #35   Druckbare Version zeigen
Daos Männlich
Mitglied
Beiträge: 351
AW: Angstfach Chemie

Zitat:
Zitat von malbi Beitrag anzeigen
Was wohl einer der größten Unterschiede zu Mathe, Physik, Chemie usw. ist. Denn das 2+2 4 ist, kann man beweisen. Dass eine galvanische Zelle aus zwei bestimmten Elementen eine definierte Spannung erzeugen, kann man nachprüfen. Aber dass Autor X mit seinem Werk Y genau auf diesen und jenen Missstand (und vor allem nur auf diesen) hinweisen wollte, ist so gut wie unmöglich nachzuvollziehen.
Das ist einer der Gründe, warum ich in Deutsch immer ne Niete war, im Gegensatz zu Mathematik und Chemie... *g*
__________________
Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum. Aber Planung ist besser, da man aus dem Irrtum lernen kann.

Manche Männer beschäftigen sich ihr halbes Leben damit, Frauen zu begreifen. Andere befassen sich mit weniger komplizierten Dingen, wie zum Beispiel der Relativitätstheorie. (Albert Einstein)
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Alt 04.09.2009, 08:31   #36   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Angstfach Chemie

Zitat:
Zitat von Rosentod Beitrag anzeigen
Ich vertrete dagegen die Meinung, dass viele Autoren sich mehr bei ihren Texten gedacht haben, als der normalgebildete Mensch (mangels Kontextwissen) hineininterpretieren kann.
Sehe ich auch so und schreibe selbst gerne Texte wo der Leser zwischen den Zeilen 'mehr lesen' kann wenn er will...
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Alt 04.09.2009, 08:40   #37   Druckbare Version zeigen
Alchymist Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.129
AW: Angstfach Chemie

Die Diskussion hat sich etwas vom Ursprungsthema entfernt, aber ich möchte trotzdem nochmal meinen Senf dazugeben:
natürlich kann man exakte Wissenschaften von Geisteswissenschaften abgrenzen. Aber trotzdem sind doch auch die Geisteswissenschaften eben Wissenschaften. Das heißt, es gibt auch in der Germanistik oder in der Philosophie Werkzeuge und Methoden um bestimmte Aufgaben zu bearbeiten. In der Chemie gibt es Werkzeuge und Methoden, um z.B. eine Reaktionsgleichung aufzustellen oder diese Reaktion im Labor durchzuführen. In Deutsch gibt es Werkzeuge und Methoden um z.B. einen Text zu analysieren. Bei der Anwendung dieser Methoden gibt es Ergebnisse die exakt und nicht diskutierbar sind, z.B. welche Stilmittel setzt der Autor ein, welches Versmaß hat das Gedicht usw. Und es gibt Aussagen, über die kann man diskutieren, wie z.B. was der Autor erreichen wollte, als er dieses Stilmittel einsetzte.
IMHO muss ein Lehrer die richtige Anwendung der Methoden benoten, ob ihm die Aussagen, die damit abgeleitet sind gefallen oder nicht. Ich habe aber selbst auch einschlägige Erfahrungen damit, dass es in der Praxis anders läuft. Mir wurden z.B. von der Abiturklausur in Gemeinschaftskunde vom Schulleiter (einem stockkonservativen Sack) 2 Punkte abgezogen, da ihm die politische Grundtendenz nicht passte.
Aber die Schule ist halt auch nicht besser als die Gesellschaft drumrum, und wie sagte mein Großvater in solchen Fällen: "Einer spinnt immer!".
__________________
Schöne Worte sind nicht wahr.
Wahre Worte sind nicht schön.
(Laotse)
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