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Alt 26.08.2009, 08:37   #1   Druckbare Version zeigen
LiobaLotus weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
Frage Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Ich muss ein Referat über "Werkstoffe im Labor" halten, das Problem:
Ich finde im Internet nichts zu den Stoffen die ich bearbeiten soll.
(Metall und Kunststoffe) Beim Thema Metall soll ich mich speziell auf Edelstahl, Eisen und verchromte Gegenstände bezug nehmen. Hab auch ein paar Dinge gefunden - doch wirklich weiterhelfen zun sie nicht.
Beim Thema Kunststoff soll ich noch etwas zur elektrostatischen Aufladung von Kunststoffen schreiben.Wäre nett wenn ihr mir weiterhelfen könntet.

Noch eine Frage: Warum kann man konz. Salzsäure in einer Edelstrahlkanne aufbewahren und verd. Salzsäure nicht

Vielen Dank im Vorraus

Lio
LiobaLotus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 09:07   #2   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Was genau möchtest du denn über die Stoffe schreiben? Wenn du dir darüber klar wirst, ist die Suche auch viel einfacher. Z.B. Herstellung von Laborgeräten oder Materialwahl im Hinblick auf den Verwendungszweck.

Was hast du denn schon herausgefunden? Ausgehend davon kommt man bestimmt vom Hölzchen aufs Stöckchen.

Was möchtest du denn genau zur elektrostat. Aufladung wissen?

Zitat:
Noch eine Frage: Warum kann man konz. Salzsäure in einer Edelstrahlkanne aufbewahren und verd. Salzsäure nicht
Also Glas ist viel billiger und darin kann man beides aufbewahren...
__________________
Wissen ist gefährlich, Unwissen die Gefahr!

"Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, dass meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken."
(J.W.Goethe: Die Leiden des jungen Werther)
Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 10:12   #3   Druckbare Version zeigen
LiobaLotus weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

1. Verwendung der 3 Metalle, ich finde nicht warum man im Labor gerade diese metalle verwendet
2.die chemischen und physikalischen eigenschaften von Speziell diesen drei Metallen
3. zur Aufladung: ich soll sagen warum sich Kunststoff aufläd - hab mich auch schon in büchern schlau gemacht aber was genau passiert steht da nicht
4. Was ich zu Metallen gefunden hab: Vorkommen und Reinigung
zu Kunststoffen: Verwendung, Reinigung, Eigenschaften
5. Irgendwie ist das auch alles total kurz - ich muss 15 Minuten darüber sprechen und hab keine Ahnung was ich da noch reinpacken könnte
6.Warum man konz. Salzsäure in einer Edelstrahlkanne aufbewahren kann und verd. Salzsäure nicht: Wurde mir als Frage von meinem Ausbilder gestellt - der meint ich find das schon raus

Hilfe
LiobaLotus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 11:11   #4   Druckbare Version zeigen
scratchproof Männlich
Mitglied
Beiträge: 92
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

hi,

zum Thema Kuststoffe würde ich an deiner Stelle besonder auf Teflon und vllt ncoh auf PE eingehen.

besonders gespannt bin ich auf die antwort mit der HCl und Edelstahl.
Das leuchtet mir irgendwie noch nicht so ganz ein.
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt. Albert Einstein
scratchproof ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 11:17   #5   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Zu 1:

Schau dich doch mal im Labor um und guck mal, ob es da Gegenstände aus diesen Materialien gibt und was man damit macht und was die während der Benutzung "ertragen" müssen.
Eisen kann man z.B. als Katalysator verwenden. Außerdem werden aus Eisen Abdeckungen oder Stative und Schrauben oder sowas hergestellt. Hat den Vorteil, dass sie billig sind und ruhig kaputt gehen dürfen, wenn mal Säure darauftropft.
Edelstahl wird z.B. bei Vakuumapparaturen im Bereich der Flansche verwendet.
Eine Verwendung für Chrom fällt mir derzeit nicht ein. Ich weiß aber, dass es gute Gleiteigenschaften - auch bei höheren Temperaturen - hat und ein Einsatz in Zylindern sinnvoll wäre. Im chemischen Labor hab ich noch keine verchromten Armaturen gesehen. Übrigens, das was viele als Chrom (vom Auto oder aus dem Bad) kennen ist tatsächlich Chromoxid. Ähnlich wie bei Al bildet sich auf Cr eine passivierende Oxidschicht.

Zu 2:
Viele Eigenschaften lassen sich aus der Verwendung schließen, viele aus der Materialzusammensetzung (bei Edelstahl hängt das ganze von den Legierungselementen ab).
Die allgemeinen Eigenschaften der Metalle kriegst du doch selber zusammen, oder (z.B. el. Leitfähigkeit)? Was bei Eisen noch wichtig sein kann: Es ist magnetisch. Edelstahl ist im Vergleich zu Eisen resistent gegen viele Chemikalien und hat auch bessere mechanische Eigenschaften, vor allem Festigkeit. Ist aber auch teurer, sowohl in der Herstellung als auch Verarbeitung.

Zu 3:
Meinst du das Experiment, wo mit einem Wolltuch über eine Kunststoffstab gerieben wird und der sich auflädt oder kleine Kinder eine Steckdosenfrisur bekommen, wenn sie eine Plastikrutsche runtersausen?
Durch die Reibung werden Elektronen "weggewischt" oder verschoben. Aufgrund der Struktur von Kunststoffen können sie nicht an ihren Platz zurückflutschen oder ausgeglichen werden, wie bei Metallen (Elektronengas-Modell) wodurch es zu lokalem Elektronenüberschuss- bzw. mangel kommt.
Eine lustige Geschichte: Ein Typ trägt gerne Synthetikklamotten. Durch die Reibung, die er während des Gehens erzeugt, staut sich in seinen Klamotten Ladung an, die aber nicht abfließen kann, weil er Schuhe trägt, die keine Erdung zulassen - bis die angestaute Ladung groß genug ist, die Schuhe zu überwinden und sich, einen Brandfleck im Teppich hinterlassend, in den Boden entläd.

Fortsetzung folgt.
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Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 11:43   #6   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Zitat:
zum Thema Kuststoffe würde ich an deiner Stelle besonder auf Teflon und vllt ncoh auf PE eingehen.
Guter Vorschlag. Vor allem Teflon. Kann sein, dass du über den Begriff Teflon nichts findest, weil es ein geschützter Markenname ist oder weil du von 144 mio. gefundener Seiten in 0.9s 80% hast, die dir eine beschichtete Pfanne andrehen wollen. Such lieber nach PTFE (Polytetrafluorethylen). Ist absolut das gleiche.


Bzgl. des HCl-Problems würde ich mal darauf tippen, dass man bei verdünnter Salzsäure mehr "Wasser" als Redoxpartner zur Verfügung hat. Es können sich die Hydroxide von Eisen und evtl. der Legierungselemente bilden. Hat man "nur" HCl in der Flasche geht das nicht. Theoretisch könnten sich zwar Chloride bilden, aber eigentlich ist es einfacher und offenbar energetisch günstiger, wenn H und Cl zusammen bleiben.
Das war jetzt mal nicht sehr fachlich ausgedrückt ein Lösungsvorschlag. Ob und inwieweit der richtig ist...
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Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 12:02   #7   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Zitat:
Zitat von LiobaLotus Beitrag anzeigen
6.Warum man konz. Salzsäure in einer Edelstrahlkanne aufbewahren kann und verd. Salzsäure nicht:
Das bezweifle ich arg. Sowas geht aber bei Salpeter- und Schwefelsäure (Passivierung).
HCl wirkt nicht passivierend, im Gegenteil.

Gruß,
Franz
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FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 12:50   #8   Druckbare Version zeigen
Kalomel Männlich
Mitglied
Beiträge: 948
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Das bezweifle ich arg. Sowas geht aber bei Salpeter- und Schwefelsäure (Passivierung).
HCl wirkt nicht passivierend, im Gegenteil.

Gruß,
Franz
Wir sollten das einfach mal ausprobieren und gucken, was passiert. Versuch macht kluch!
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Kalomel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 13:25   #9   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Habe leider keine Edelstahlgefäße zum Ausprobieren da.
Wie gut der "Edelstahl" die Salzsäure verträgt, hängt von der Legierung ab. Schnell auflösen wird sich keine, aber auf Dauer gibts mehr oder weniger Materialabtrag oder Lochfraß.

Gruß,
Franz
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FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2009, 08:32   #10   Druckbare Version zeigen
LiobaLotus weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Danke für eure antwort hat mir auf jedenfall ein bisschen weitergeholfen.
Was das Thema HCl angeht - hat Kalomel tatsächlich recht - ich habe meinen Ausbilder gefragt. dadurch das in verd. HCl Wasser ist kann eine Reaktion mit dem Edelstahl statt finden.
LiobaLotus ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.09.2009, 17:47   #11   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Edelstahl,Eisen, Chrom, Kunststoffe

Nicht nur in verdünnter Salzsäure ist Wasser drin, auch konzentrierte Salzsäure besteht hauptsächlich aus Wasser. Auch konzentrierte Salpetersäure enthält Wasser, tut aber dem Edelstahl nichts.
Der Knackpunkt ist, dass HCl keine Passivierung verursacht und außerdem die Chloridionen korrosionsfördernd wirken.

Gruß,
Franz
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chrom, edelstahl, eisen, kunststoffe, werkstoffe

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