Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 20.04.2003, 14:54   #1   Druckbare Version zeigen
theplaya  
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Beiträge: 434
Wie wichtig sind Fremdsprachenkenntnisse?

Hat hier jemand schon Erfahrungen damit gemacht, wie wichtig Fremdsprachenkenntnisse von fertigen Chemikern für Arbeitgeber tatsächlich sind?

Englisch ist klar, das braucht man schon beim Studium. und bei fast jeder guten Stelle sind ja "sehr gute" Englischkenntnisse gefordert.

Aber wie siehts mit anderen Fremdsprachen aus? Ich mache demnächst Französisch als LK. Kann man später auch mit dieser Sprache punkten oder ist doch eher nur ein perfektes, "fluent", Englisch gefragt?

Außerdem hab ich gerade mit Spanisch angefangen, aber als AG, und weil man da keinen Leistungsdruck durch Klausuren usw. hat, lernt man auch nicht so viel.....

Und wie wichtig sind Auslandsaufenthalte während des Studiums? Kann so ein Aufenthalt darüber entscheiden, ob man eine Stelle bekommt oder nicht?
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Alt 21.04.2003, 10:56   #2   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Das du Spanisch lernst finde ich sehr gut! Schließlich ist des die 3. meistgesprochene Sprache der Welt! Deswegen Frage ich mich auch immer warum wir in der Schule französisch lernen und kein Spanisch, was ja eigentlich viel sinnvoller wäre. Bezüglich der Fremdsprachenkenntnisse kann ich dir mit Englisch natürlich vollkommen zustimmen. Auch viel Fachliteratur ist nun mal auf Englisch geschrieben. Allerdings darf man auch nicht vergessen, das Frankreich ein Nachbarland von Deutschland ist und es somit nur von Vorteil sein kann auch französisch sprechen zu können. Es gibt derzeit nämlich viele Betriebe in denen sowohl Englisch als auch Französisch gesprochen wird.

Fazit: Wenn du in Deutschland später einen Job sucht, was sehr wahrscheinlich ist werden dir deine Französischkenntnisse nur zu Gute kommen. Besondern wenn du in einem teils deutschen teils französischem Betrieb arbeitest.

Wenn du aber vor hast auszuwandern, zum Beispiel ausßerhalb Europas, wird dir Französisch nun wirklich nicht sehr viel bringen, es sei "denn in einer afrikanischen Kolonie, aber ob dort soviel chemische Industrie angesiedelt ist, bleibt fraglich. Was dir da mehr bringt ist Spanisch und dann natürlich wieder Englisch.

Übrigens ist Französisch nur die 6. meistgesprochene Sprache der Welt...


@theplaya: Habe eben noch einen Beitrag zu deiner Frage "Französischkenntnisse "nebenbei" verbessern?" abgegeben.
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Alt 21.04.2003, 14:40   #3   Druckbare Version zeigen
theplaya  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 434
Na gut Spanisch richtig lernen wäre übertrieben.
Wie gesagt, dass is nur ne AG, sind also nur 2 Stunden die Woche, und dann auch noch montags die 7. und 8. Stunde.

Und da man in der AG keinen Druck mit Klausuren, Tests und mündlichen Noten hat, lernt man auch nicht so viel Vokabeln und so.

Naja, wenigstens hab ich so schonmal ne Grundlage. Immerhin können wir schon Verben im Präsens konjugieren, die Uhrzeit angeben, Zahlen, etwas im Restaurant bestellen usw. Eben so die Situationen, die man als Anfänger lernt.

Und wenn man das wirklich z.B. an der Volkshochschule richtig weitermachen will, muss man sein Geld nicht erst für Anfängerkurse ausgeben, sondern kann schon in etwas fortgeschrittenere gehen. Wie gesagt, die Grundlagen hab ich ja schon *kostenlos* aus der Schule.


Aber wie siehts jetzt mit meiner ursprünglichen Frage aus, wie nützlich Fremdsprachenkenntnisse bei der Jobsuche sind?
theplaya ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 22.04.2003, 08:38   #4   Druckbare Version zeigen
Lunaris weiblich 
Mitglied
Beiträge: 1.518
Ich werde zwar nur Biologin und keine Chemikerin, aber ich denke, dass, was ich sage, ist allgemeingültig.
In keinem Job kommst Du ohne Fremdsprachenkenntnisse aus, je besser Du Englisch, Spanisch, Russisch oder sonst was sprichst, desto mehr Vorteile hast. Meiner Meinung nach werden zukünftige Chefs, wenn sie zwei ähnlich gute Bewerber auf dem Tisch haben, sich immer für denjenigen entscheiden, der bei den Fremdsprachen, v.a. Englisch !, toppen kann. Solltest Du Englisch gar nicht können, hast Du schlechte bis überhaupt gar keine Chancen. Allerdings ist Englisch nicht wirklich schwer. Ich selbst bin zwar kein besonders guter Sprecher (würde mich selbst als "intermediate" bezeichnen), aber je länger man die Sprache hört (im Ausland z.B.), desto leichter fällt Dir dann auch das Sprechen - meine Erfahrung.

Allerdings würde ich mir da jetzt an Deiner Stelle eher wenige rden Kopf machen als mich viel mehr um meine Schule kümmern. Wie ich es mitbekommen habe, hast Du noch mindestens ein Jahr Schule vor Dir. Es zwar schön, wenn man sich Gedanken über seine Zukunft macht, aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt. Einfach offen sein für alle Möglichkeiten, die sich so bieten können und dann wird das schon werden.

Nichts für ungut
Lunaris
__________________
Der Mensch hat, neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören. (Kurt Tucholsky)
Lunaris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2003, 10:46   #5   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
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Beiträge: 1.885
Französisch ist 'ganz nett' und vielleicht ein zusätzliches Einstellungskriterium bei deutsch-französischen Firmen (wie Aventis oder Nestlé) ... von den verbesserten sozialen Kontakten ganz zu schweigen. Bei den deutschen Standorten kräht allerdings kaum ein Hahn danach. Nichtsdestotrotz würde ich massiv Französisch lernen, wenn ich nochmal die Wahl hätte, und werde wohl auch nächsten Winter einen Kurs machen.

Aus eigener Erfahrung mit Aventis kann ich allerdings sagen, daß die Kommunikation unter Wissenschaftlern hier wie überall auf Englisch abläuft. Ohne gute Englischkenntnisse braucht man sich tatsächlich nicht zu bewerben.

Spanisch könnte paradoxerweise fast eher sinnvoll sein ... zwar hat Spanien selber kaum chemische Industrie, aber fast alle deutschen Chemiekonzerne haben Produktionsstandorte in Lateinamerika, für die es dort kaum ausgebildete Führungskräfte gibt.
schlumpf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2003, 10:51   #6   Druckbare Version zeigen
theplaya  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 434
Ja ich muss noch 2 Jahre bis zum Abi. Danach will ich Chemie oder wenigstens irgendwas in richtung Chemie studieren (kann ja auch sein, dass ich mich für biochemie, Lebensmittelchemie, Pharmazie oder sonst was entscheide, das weiß ich jetzt noch nicht).

Gott sei Dank war ich schon immer gut in Fremdsprachen, deshalb habe ich auch das volle Programm gemacht bzw. später dazugewählt. Englisch ab der 5., Französisch ab der 7., Wahllatein ab der 9. und jetzt Spanisch-AG in diesem Schuljahr, der 11.

Schriftlich habe ich mit den Fremdsprachen keine Probleme, da bescheinigen mir die Lehrer immer "großen Wortschatz, präzisen, klaren Ausdruck, sehr wenig Fehler" usw. Und das Sprechen fällt mir auch immer leichter, das kommt so mit der Zeit, weil wir uns in Engl. und Franz. auch fast nur noch auf den jeweiligen Sprachen unterhalten. Und in Englisch haben wir einen Muttersprachler aus den USA als Lehrer, da lernt man mal so richtig das Reden und die Aussprache.

Aber am besten ist natürlich immer ein Auslandsaufenthalt. Deshalb möchte ich auch während meines Studiums mindestens ein Semester nach England oder in die USA. Und wenn sich die Möglichkeit bietet und das Studium dadurch nicht zu lang wird, würde ich auch gerne nach Frankreich. Ich finde das Land nämlich sehr schön. Es gibt ja mittlerweile glaube ich auch viele Unis, die einen Austausch mit Frankreich machen.
theplaya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2003, 16:58   #7   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
Mitglied
Beiträge: 1.885
ja, warum machst du dir dann überhaupt Gedanken?

Die meisten Naturwissenschaftler sind eher Sprach-Nullen und kommen trotzdem ganz gut zurecht ... also zur Kommunikation wird's bestimmt reichen.
schlumpf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2003, 17:29   #8   Druckbare Version zeigen
minutemen Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.865
Zitat:
Originalnachricht erstellt von schlumpf

Die meisten Naturwissenschaftler sind eher Sprach-Nullen
oder wie ein ex-kollege es 'durch die blume' formulierte: "next year we will become new devices."
__________________
"Alles Denken ist Zurechtmachen." Christian Morgenstern

immer gern genommen: Google, Wikipedia, MetaGer, Suchfunktion des Forums
Regeln und Etikette im Chemieonline-Forum, RFC1855, RTFM?
minutemen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2003, 17:46   #9   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Jaja, das become-Problem...
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2003, 18:13   #10   Druckbare Version zeigen
theplaya  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 434
Zitat:
oder wie ein ex-kollege es 'durch die blume' formulierte: "next year we will become new devices."

Hat dieser Kollege auch schon am Imbissstand gefragt: "Can I become a sausage?"
theplaya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2003, 08:41   #11   Druckbare Version zeigen
Lunaris weiblich 
Mitglied
Beiträge: 1.518
Zitat:
Originalnachricht erstellt von theplaya
Ja ich muss noch 2 Jahre bis zum Abi. Danach will ich Chemie oder wenigstens irgendwas in richtung Chemie studieren (kann ja auch sein, dass ich mich für biochemie, Lebensmittelchemie, Pharmazie oder sonst was entscheide, das weiß ich jetzt noch nicht).


Ruhig Blut, Du hast noch alle Zeit der Welt! Setz Dich nicht selber unter Druck.

Zitat:
Schriftlich habe ich mit den Fremdsprachen keine Probleme, da bescheinigen mir die Lehrer immer "großen Wortschatz, präzisen, klaren Ausdruck, sehr wenig Fehler" usw. Und das Sprechen fällt mir auch immer leichter, das kommt so mit der Zeit, weil wir uns in Engl. und Franz. auch fast nur noch auf den jeweiligen Sprachen unterhalten. Und in Englisch haben wir einen Muttersprachler aus den USA als Lehrer, da lernt man mal so richtig das Reden und die Aussprache.
Also, was machst Du Dir für Sorgen?!?

Zitat:
Aber am besten ist natürlich immer ein Auslandsaufenthalt. Deshalb möchte ich auch während meines Studiums mindestens ein Semester nach England oder in die USA.
Wenn´s finanziell machbar ist, wieso nicht? Allerdings ist so ein Auslandsaufenthalt verdammt teuer. Auch wenn Sokrates und wie sie alle heißen, da die Studiengebühren übernehmen und meist auch ein kleines Taschengeld zahlen, bleibt doch viel, was man selbst zahlen muß. Man malt sich nicht aus, wieviel das dann letztendlich wirklich ist... .
Andere Möglichkeit ist, in den Semesterferien im Ausland Praktika zu machen. Es zählt nicht so sehr, ob man im Ausland studiert hat, sondern viel mehr, ob Du in der Lage bist /warst, Dich in einem anderen Land über eine gewissen Zeit zurecht zu finden und anzupassen. Meine Meinung!

Lunaris
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Alt 23.04.2003, 12:18   #12   Druckbare Version zeigen
theplaya  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 434
Wieso, wie teuer wird das denn??

Und was muss man denn alles selbst bezahlen wenn diese Organisationen Taschengeld und Studiengebühren bezahlen?
theplaya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2003, 13:50   #13   Druckbare Version zeigen
Lunaris weiblich 
Mitglied
Beiträge: 1.518
Es kommt natürlich darauf an, wohin Du fährst. Aber in der Regel komme noch Miete und die normalen Lebenshaltungskosten dazu, die in England z.B. (London im speziellen) extrem hoch sein können. Ne Freundin von mir hat ein "Auslandssemester" in Wien gemacht und da mußten die Eltern ordentlich zugeben, damit sie über die Runden kommt (die haben wohl die Miete gezahlt oder so).
Man täuscht sich wirklich über die Kosten, zumal die Zuschüße von Sokrates etc. nicht wirklich üppig sind...

Lunaris
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