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Alt 27.07.2009, 14:03   #1   Druckbare Version zeigen
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MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Wie bekannt gibt es eine Änderung der Bindungs-energiewerte beim Übergang von { N_2 zu O_2 }. Ich verstehe jedoch nicht warum.. warum fällt die Sigma-p-Bindung bei diesem Übergang auf einmal energetisch gesehen unter die Pi-p-Bindung? Was ist der Grund dafür?
Hat das etwas mit den Elektronen zu tun die das antibindende Orbital besetzen können? Was hat der energetische Abstand von 2p und 2s damit zu tun und warum ändert sich dieser auch so drastisch?

Ich wäre über gute Hilfe sehr erfreut weil ich da einfach häng und nicht weiterkomm
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Alt 27.07.2009, 16:31   #2   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Hat keiner ne Erklärung für mich warum die sigma-bindung auf einmal unter der pi-bindung ist? ich sitz hier die ganze zeit rum un häng an diesem dummen problem fest ^^. wär echt wichtig das ich mal weiterkomm hier
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Alt 27.07.2009, 17:20   #3   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
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meinst Du mit Quengeln bekommst Du besonders viel Feedback - ausser diesem hier?
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Alt 27.07.2009, 17:29   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
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AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Forumssuche benutzen.
Beitrag #5 in http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=124784
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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Alt 27.07.2009, 17:48   #5   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Ich habe mir schon viele Forumsthreads angeschaut zu dem Thema jedoch nie so das wirklich einleuchtente gefunden; das mit der Energieabnahme der sigma-Bindung weiß ich auch, genauso das die pi-Bindung nur sehr gering an Energie verliert, über die ganze Reihe hinweg gesehen.

In deinem einen Beitrag meintest du ja das man das mit der stärkeren Anziehung der Elektronen durch die steigende Kernladungszahl erklären könnte. Ich will es hier ja nicht penibel sein aber ist dafür dieser Sprung nicht sehr groß? Auch wenn es logisch klingt wenn ich zugeben muss.

Die andere Möglichkeit wären die Wechselwirkungen zwischen 2s und 2p. Doch das verstehe ich nicht ganz; Ich nehme an wenn sie nah genug beieinander sind entsteht eine sp-Hybridisierung. Und sobald sie zu weit auseinander sind macht jeder Teil "sein eigenes Ding". Warum jedoch kann das die sigma-/pi-bindung so beeinflussen das die sigmabindung auf einmal um 8eV weiter nach unten rutscht? Ergo sie wird stabiler. bzw von Anfang an ist ja jeweils die sigma- und 2pi-bindungen der p-Orbitale vorhanden. Warum stabilisiert die Entfernung von 2s und 2p die sigma-Bindung?

Ich kann mir vorstellen das ich ziemlich detailliert frage aber ich möchte es wirklich verstehn, ansonsten werd ichs in der Klausur nich auf die Reihe bringen
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Alt 27.07.2009, 19:21   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Ich denke, mehr als eine qualitative Erklärung wird dir niemand hier liefern können. Man müsste eine quantenmechanische (numerische) Berechnung der MO Energien machen um zu sehen, welcher Faktor letztendlich für den Effekt verantwortlich ist.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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Alt 27.07.2009, 19:36   #7   Druckbare Version zeigen
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AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

okay, dankeschön. dann werde ich denke ich deine Lösung mit der steigenden Kernladungszahl vorziehen, da mir die Erklärung mit der 2s-2p-Wechselwirkung schwer zu erklären scheint in einer Klausur und ich denke er mir dort immer Punkte abziehn kann da einfach die Erklärung nicht 100% schlüssig ist; im Ggsatz dazu kann man die Erklärung mit der Kernladungszahl als schlüssig bezeichnen, auch wenn man nicht weiß warum der Sprung dann so groß ist.

Mein Gefühl sagt mir ja immer noch das die Besetzung der antibindenden pi-p-bindung ein grund für diesen Sprung sein muss irgendwie, aber naja, dann lass ich dieses Thema mal ruhen


Wobei mir auch noch eine kleine Frage einfällt zum MO-Schema: Geht man von einer {he_2^+}-Bindung aus, ist die "bindende Bindung" die mit 2 Elektronen gesetzt wird auf einem Niveau von umgerechnet -2,7eV. die antibindende Bindung, die mit einem Elektron besetzt ist, ist auf einem Niveau von +9,0eV.
Milchmädchenrechnung nun: -2,7+(-2,7)+9=+3,3eV
Warum ist diese Bindung trotzdem stabil? Klingt für mich irgendwie kontrovers
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Alt 28.07.2009, 10:39   #8   Druckbare Version zeigen
Spektro Männlich
Mitglied
Beiträge: 952
AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Zitat:
Zitat von Lehrer_C-Ek Beitrag anzeigen

Wobei mir auch noch eine kleine Frage einfällt zum MO-Schema: Geht man von einer {he_2^+}-Bindung aus, ist die "bindende Bindung" die mit 2 Elektronen gesetzt wird auf einem Niveau von umgerechnet -2,7eV. die antibindende Bindung, die mit einem Elektron besetzt ist, ist auf einem Niveau von +9,0eV.
Milchmädchenrechnung nun: -2,7+(-2,7)+9=+3,3eV
Warum ist diese Bindung trotzdem stabil? Klingt für mich irgendwie kontrovers
Bist Du Dir mit den Zahlenwerten sicher? Die sehen doch sehr komisch aus. So eine große Differenz in den Zahlenwerten ist nicht normal. Wo kommen die her?
Spektro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2009, 11:12   #9   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

mir ist auch aufgefallen, dass ich die Werte aus dem Wasserstoff-MO-übernommen habe. Jedoch stellt sich dann die gleiche Frage:

Man sagt, dass ein Teilchen mit 2Elektronen in der bindenden Bindung und 1Elektron in der antibindenden Bindung stabil ist. Würde ich nun von einer {H_2^-}-Bindung ausgehen stimmen meine Werte und die Rechnung würde genau so ausgehen: antibindendes Elektron auf 9,0eV, die bindenden jeweils auf -2,7eV. 9-2,7-2,7= +3,3eV
Ich spreche hier nur theoretisch von dieser Bindung, keine Ahnung ob es sie gibt; aber ich will damit nur darauf anspielen, dass uns gesagt wurde das eine bindung mit 1Elektron im antibindenden und 2Elektronen im bindenden Teil stabil sei. Weil für mich gibt das keinen Sinn
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Alt 28.07.2009, 11:22   #10   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
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AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Hallo,

weder die Zahlen noch Deine Überlegungen sind nachvollziehbar.

Gib' doch bitte (genau) mal an, aus welcher Quelle Du die Orbitalenergien hast - und ggf. worauf sie sich beziehen.
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Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
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Alt 28.07.2009, 11:35   #11   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Okay,
also mir geht es darum: Uns wurde im Seminar gesagt, dass z.B. hier jetzt bei homonuklearen Ionen das Ion stabil sei, wenn bei der Besetzung des MO's zwei der Elektronen aus dem AO der einzelnen Ionen in die bindende kommen würden und eines der Elektronen in die antibindende Bindung kommen würde. Jedoch haben wir dazu auch eine Energieskala von unserem Seminarleiter bekommen in dem am Beispiel eines {H_2}-Ions die 1s-Orbitale der H's ja jeweils auf -13,6eV liegen. Die bindende Bindung liegt auf -16,3eV und die antibindende Bindung liegt auf -4,6eV (alles auf der AO-Skala). Übertragen auf die Molekül-Skala würde das ja heißen, dass:

-1s-Orbitale der H's lägen auf "0eV"
-bindende Bindung auf umgerechnet -2,7eV
-antibindende Bindung auf umgerechnet +9,0eV

Nehmen wir nun jetzt an ich spreche von einem {H_2^-}-Ion. Dies würde doch heißen das bei der Aufteilung der Elektronen zwei davon in der bindenden Bindung landen und eines in der antibindenden Bindung.
Dies wirft meine Frage auf warum so etwas als stabil bezeichnet wird, und erst wenn zwei Elektronen in der antibindenden Bindung wären, instabil ist. Oder gibt es da eine besondere Rechnung um zu bestimmen, warum diese 2Elektronen auf -2,7eV dieses eine Elektron auf +9,0eV überwiegen?

Ich hoffe die Frage ist jetzt nicht noch komplizierter rübergekommen.
Alle Werte beruhen auf dem Skript unseres Seminarleiters
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Alt 28.07.2009, 12:10   #12   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
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AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Das liest sich schon wesentlich klarer.

Der Knackpunkt bei der betrachtung ist, dass Du die Energien der Atomorbitale (AO) nicht gleichsetzen kannst mit den Energien der Molekülorbitale, da die elektrostatischen Wechselwirkungen bei der Anwesenheit des zweiten Atomkerns und weiterer Elektronen diese verschiebt.

Deine Zahlen sind also eher als qualitative Hausnummern zu betrachten und nicht für die Bestimmung -quantitativer- Bindungsenergien zulässig.
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Alt 28.07.2009, 12:14   #13   Druckbare Version zeigen
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AW: MO-Schema Sigma/Pi-Bindung homonukleare Moleküle

Okay danke; dann frage ich mich aber waurm wir so etwas aufgetischt bekommen, weil unser Seminarleiter diese Werte auch so auf der Zeichnung hingeschrieben hat( also diese Übertragung der Energien von AO auf MO). Meiner Meinung nach bringt es nichts wenn man nur die Hälfte davon beigebracht bekommt, es nicht 100% verstehen kann (wegen z.B. solchen Sachen) und so etwas dann auswendig lernen soll/muss. Naja, trotzdem viele Dank für deine Aufklärung.
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