Allgemeine Chemie
Buchtipp
Facetten einer Wissenschaft
A. Müller, H.-J. Quadbeck-Seeger, E. Diemann (Hrsg.)
32.90 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 20.07.2009, 18:42   #1   Druckbare Version zeigen
hgw06 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Kaliumacetat und Puffereigenschaften

Hallo alle zusammen!
Ich hab hier eine etwas merkwürdige Aufgabe zum Thema "Puffer" vor mir, mit der ich mich nun schon eine geraume Zeit rumplag: Man soll zuerst den pH-Wert einer KAc-Lösung in H20 berechnen (30g KAc in einem Liter H20, rel. Atommassen K+ und Ac- gegeben). Soweit gibts noch kein Problem, da ja KAc als schwache Base fungiert; hab auch den entsprechenden pH schon ausgerechnet (~ 9,12).
Nun soll man aber zu dieser Lösung gerade soviel HCl zugeben, dass sich ein pH von 5,5 einstellt und angeben, wieviel Gramm HCl dazu nötig wären. Gegeben sind lediglich die rel. atomaren Massen der beteiligten Spezies HCl und HAc sowie der pKS-Wert 4,75. Ich hab immer gedacht, dass ein Puffergemisch aus dem Salz und dessen konjugierter schwachen Base/Säure bestehen solle (wenn man mal absieht, dass das KAc in unserem Fall freilich in H20 zur Säure dissoziiert, wenn auch ned viel). Bin mir nicht sicher, ob ich da mit der H-H-Gleichung rumtun soll.
Ein kleiner Wink, wie ich das nun angehen soll wär schon ne ziemliche Hilfe

Ich sag schon mal Danke im Voraus!
hgw06 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2009, 18:54   #2   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Kaliumacetat und Puffereigenschaften

Hallo hgw06 ,

Das ist schon richtig mit der H-H-Gleichung.

Der Chlorwasserstoff ist eine starke Säure und v. a. stärker als die Essigsäure. Er führt dazu, dass ein bestimmter Teil der in der Lösung vorhandenen Acetationen protoniert werden und Essigsäure entsteht, die aufgrund ihres im Vergleich zu HCl schwächeren Charakters nicht mehr dissoziieren kann.
Du erhältst also eine Pufferlösung aus Acetat und Essigsäure.

Der Rest sollte ausrechenbar sein.

Gruß

arrhenius
  Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2009, 19:45   #3   Druckbare Version zeigen
hgw06 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Kaliumacetat und Puffereigenschaften

Hallo arrhenius! Vielen Dank für die schnelle Antwort. Hab nun mit der H-H-Gleichung rumprobiert, aber mir ist nicht ganz klar, woher nun c(A-) und c(HA) stammt. Die Protonen der HCl generieren also ständig Essigsäure nach, während die Acetat-Konzentration sich genau um den Teil verringert, den die HCl-Protonen "nachschieben". Letztendlich muss ich von der H-H-Gleichung nach der Protonenkonzentration auflösen, um an die Masse der zugesetzen (gasförmigen) HCl zu gelangen (wo ja gilt: [H+] ~ [HCl]). Mich stört nur, dass ich anfangs ja noch garkeinen Puffer hab, sondern lediglich die basische Acetat-Lsg. Deswegen komm ich mit der H-H-Glg. hier irgendwie nicht ganz klar. Was stammt denn nun von welcher Säure? Kenn mich garnich mehr aus irgendwie
hgw06 ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 20.07.2009, 19:56   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Kaliumacetat und Puffereigenschaften

Mit der HH Gleichung kannst du das zu erreichende Verhältnis [Ac-]/[HAc] berechnen. Daraus dann die zuzusetzende Menge HCl, indem du annimmst, das jedes zugesetzte HCl Molekül mit einem Acetation zu einem Molekül HAc reagiert.
Du kannst übrigens mit Stoffmengen statt Konzentrationen rechnen, da für einen Puffer das Volumen, in dem die Stoffe gelöst sind, unerheblich ist.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2009, 21:16   #5   Druckbare Version zeigen
hgw06 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Kaliumacetat und Puffereigenschaften

Ich fass jetzt mal meine Ergebnisse hier zusammen: 30 g KAc (98,15 g/Mol) wird in 1L H20 gelöst. Wir erhalten damit eine Lösung von 0,3 mol/L KAc. Mit der Formel für schwache Basen (nur pKs [Essigsäure] gegeben --> pKb = 14 - pKs)kann man den pH-Wert berechnen. Ergebnis: 9,11. Um nun die Masse an HCl zu errechnen, die man zugeben muss, um einen pH von 5,5 einzustellen, geht man über die H-H-Glg. vor: pH=pKs + log [c(Ac)/c(HAc)]. Umstellen ergibt: pH-pKs = log [c(Ac)/c(HAc)] ---> entspricht pH - pKs = log c(Ac) - log c(HAc). Demnach ergibt sich für die Konz. der Acetat - Ionen: log c(Ac)= pH - pKs + log c(HAc): 5,5 - 4,75 + log 0,3 mol/L*(mol/L)^-1 = c(Ac) Unter der Annahme, dass dann jedes Proton der völlig dissoziierten HCl c(Ac) protoniert kann man ansetzen c(Ac) = c(H+) [aus der Salzsäure]. Hieraus dann man die Masse von HCl ausrechnen. Kann das so stimmen?
hgw06 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2009, 09:46   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Kaliumacetat und Puffereigenschaften

Dies :
Zitat:
Zitat von hgw06 Beitrag anzeigen
log c(Ac)= pH - pKs + log c(HAc): 5,5 - 4,75 + log 0,3 mol/L*(mol/L)^-1 = c(Ac)
kann ich nicht nachvollziehen. Woher der log 0.3 und warum "=c(Ac)" ?
Zitat:
Unter der Annahme, dass dann jedes Proton der völlig dissoziierten HCl c(Ac) protoniert kann man ansetzen c(Ac) = c(H+) [aus der Salzsäure]
Nein - nicht jedes Ac- wird protoniert. Es müssen noch Ac- übrig sein, wenn es ein Puffer werden soll.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Puffereigenschaften von NaCl Si mon Allgemeine Chemie 2 10.04.2012 08:14
Puffereigenschaften schnutu Schwerpunktforum: pH-Wert und Gleichgewichtsberechnungen 1 17.01.2012 13:23
kaliumacetat elektrolyse bubbels Organische Chemie 1 28.05.2010 20:05
Fehlingsche und Silberspiegelprobe und Schiffsche Probe mit Propanal und Ethanal! linkinpark2008 Allgemeine Chemie 1 10.12.2008 17:27
Kaliumacetat / Kaliumdodecylsulfat freshsun84 Biologie & Biochemie 6 05.08.2004 18:31


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 17:20 Uhr.



Anzeige