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Alt 22.06.2009, 17:43   #1   Druckbare Version zeigen
Ernies Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 173
Metalle und Salzkristalle

Kann mir jemand hier weiterhelfen?
Frage: Warum lassen sich Metalle mechanisch relativ leicht verformen und Salzkristalle nicht?

Danke im Vorraus!
Gruß
Ernie
Ernies ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 17:46   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Metalle und Salzkristalle

Welche sind denn die wichtigsten Unterschiede zwischen der Metallbindung und der Ionenbindung in Salzen ?
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 17:50   #3   Druckbare Version zeigen
Ernies Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 173
AW: Metalle und Salzkristalle

Metallbinund: Geben e- ab, diese können aber von keinem anderen Stoff aufgenommen werden, und bleiben dazwischen, damit sich die Ladungen nicht voneinander abstoßen.

Ionenbindung: e- wird abgegeben und von einem anderen Stoff aufgenommen
Ernies ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 18:00   #4   Druckbare Version zeigen
LukeDaywalker  
Mitglied
Beiträge: 53
AW: Metalle und Salzkristalle

Na Bingo. Das Metall "gibt Elektronen ab" also es delokalisiert sie. Dem-
nach sind die Bindungen in einem Metall ungerichtet. Das heist man hat hier
keine starren kovalenten Bindungen. Dadurch, dass die Bindungen im Metall
ungerichtet sind kann man auch Metalle deformieren, da im Prinzip die zu-
sammenhaltenenden Kräfte auch ungerichtet sind.
Der Ionenkristall wird durch Wechselwirkungen zwischen Ladungen zusammenge-
halten. Diese sind durch das Coulomb-Potential gegebn und starr. Demnach sind die den Ionenkristall zusammenhaltenden Kräfte gerichtet und der Ionen-
kristall erhält seine Stabilität.
LukeDaywalker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 18:03   #5   Druckbare Version zeigen
Ernies Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 173
AW: Metalle und Salzkristalle

Danke vielmals!
Ernies ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 18:05   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Metalle und Salzkristalle

Die Metallbindung kannst du dir wie folgt vorstellen : die Metallatome haben alle 1 oder mehrere Valenzelektronen abgegeben. Diese bilden ein "Elektronengas", in das die Metallionen eingebettet sind. Die Elektronen drum herum sind vollständig delokalisiert. Wenn du das Metall nun biegst oder sonstwie verformst, ändert sich die Anordnung der Metallionen. Diese sind aber immer noch "eingebettet" in das insgesamt negativ geladene Elektronengas. Zwischen einzelnen Metallionen hast du also immer noch negative Ladung, die bewirkt, dass sich die Metallionen nicht abstossen und sozusagen ein Metallion von seinen Nachbarionen abschirmt.

In Fall der Ionenbindung hast du aber positiv und negativ geladene Ionen, die sich in einer starren Anordnung, dem Kristallgitter, gegenseitig an ihren Plätzen festhalten durch gegenseitige Anziehung. Jedes Ion hat als nächste Nachbarn Ionen der entgegengesetzten Ladung. Wenn du nun versuchst, den Kristall zu biegen, verschiebst du eine Ebene mit Ionen gegen die darauf- und darunterliegende Ebene, so dass die Ionen plötzlich als nächste Nachbarn Ionen derselben Ladung haben. Diese stossen sich dann ab, und das Gitter bricht auseinander. Das erklärt die Sprödigkeit von Salzkristallen im Vergleich zur Verformbarkeit eines Metalls.

lg

EDIT zu langsam...
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 18:09   #7   Druckbare Version zeigen
Waldschrat Männlich
Mitglied
Beiträge: 961
AW: Metalle und Salzkristalle

Zitat:
Zitat von LukeDaywalker Beitrag anzeigen

Demnach sind die den Ionenkristall zusammenhaltenden Kräfte gerichtet
Das ist definitiv falsch. Denn Coulomb-Wechselwirkungen sind hochgradig ungerichtet.

PS: Wie sehr man das "Elektronengas" Modell noch bemühen sollte, weiß ich auch nicht..
Waldschrat ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 22.06.2009, 18:26   #8   Druckbare Version zeigen
LukeDaywalker  
Mitglied
Beiträge: 53
AW: Metalle und Salzkristalle

Oh sorry sehs grad hab en bissl unsinn geschrieben. Finger schneller als Kopf .
Das Elektronengasmodell ist halt sehr anschaulich.
LukeDaywalker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2009, 18:47   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Metalle und Salzkristalle

Zitat:
Zitat von Waldschrat Beitrag anzeigen
PS: Wie sehr man das "Elektronengas" Modell noch bemühen sollte, weiß ich auch nicht..
Ich denke, dass es als erster Einstieg ja nicht so schlecht ist.
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
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