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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 01.06.2009, 21:36   #1   Druckbare Version zeigen
JundL31 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 62
Noch einige Fragen zum Chemie Test (8.Klasse)

Die Klasse über uns hat am Freitag einen Chemie Test geschrieben, da wir der erste Jahrgang sind, der G8 hat, schreiben wir aber über die gleichen Themen und unser Test wird auch so ähnlich sein. Daher werde ich die Fragen aufschreiben und beantworten und bitte euch mir zu sagen ob sie richtig sind, oder wenn sie falsch sind sie mir zu erklären.

I.)Salze
a) Schreibe zu folgenden Salzen Summenformel und Ionenformel auf:
1.) Kaliumchlorid: KCl = K+ + Cl-
2.) Magnesiumnitrat: Mg(NO3)2 = Mg2+ + 2NO3-
3.) Aluminiumsulfat: Al2(SO4)3 = 2Al3+ + 3SO42-
4.) Eisen-III-bromid: FeBr3 = Fe3+ + 3Br-

b) Beschreibe, wie das Ionengitter des Natriumchloridkristalls aussieht, und erkläre , warum die anziehenden Kräfte größer sind als die abstoßenden Kräfte:
- Das Ionengitter ist aus gleichseitigen, rechtwinkligen Dreiecken aufgebaut. 1 Anion ist von 6 Kationen und 1 Kation von 6 Anionen umgeben. Die anziehenden Kräfte sind immer größer als die Abstoßenden, weil die Distanz zwischen verschieden geladenen Ionen kleiner ist als die zwischen gleichgeladenen.

c) Erkläre anhand der Strukturformel, warum Wasser ein polarer Stoff ist. Wie kann experimentell gezeigt werden, dass Wasser ein polarer Stoff ist?
-Die Strukturformel ist H-O-H,das O wird partiall negativ geladen und Die H`s partiall positiv. Das geschieht, weil das O stärker an den Elektronen zieht und die Elektronen dann näher zum O kommen.(ENo 3,4 und ENh nur 2,2). Im Wasser haben die Ladungen einen festen Platz und gelten damit als polar.Mit dem Beweis wusste ich nicht ganz genau vielleicht könnte man schreiben dass wenn man einen Stab elektrisch auf lädt,sich das Wasser dann zum Stab hinbewegt, entweder mit der partiall negativen Seite oder mit der partiall positiven Seite, je nachdem wie der Stab geladen ist. Oder habt ihr eine bessere Idee?

d) Wenn Kaliumhydroxid in Wasser gelöst wird, steigt die Temperatur das Wassers dramatisch an. Wie kann dies erklärt werden?
- Die Gitterenergie ist sehr viel kleiner als die Energie, die frei wird wenn das Salz mit dem Wasser in Lösung geht( Solvatationenergie bzw. Gitterenergie). Immer wenn die GE kleiner als die SE ist, erwärmt sich das Wasser. Dies ist auch hier der Fall,die GE ist sogar sehr viel kleiner als die SE. Muss ich dazu mehr sagen, wenn ja was?


II.) Redoxreaktionen über Elektronen
a)Erkläre kurz unter welchen Bedingungen ein Metall aus einem Salz gewonnen werden kann. Warum handelt es sich um einen Redoxprozess?
- Das Metall muss unedler sein als das Metall im Salz. Es handelt sich um einen Redoxprozess, weil das unedlere Metall e- abgibt (Ox.) und das Metall im Salz,also das edlere e- aufnimmt (Red.). So wird das edlere Metall aus dem Salz gewonnen und das unedlere zum Salz.

b) Löse nach bekanntem Schema folgende Redoxgleichungen:
Silbernitrat + Zink à Silber(Red.) + Zinknitrat(Ox.)
Ox) Zn à Zn2+ + 2e-
Red) Ag+ +NO3- +e- = Ag + NO3- /*2
= Zn + 2 Ag+ +2 NO3- = Zn2+ + 2Ag +2 NO3-
ð2AgNO3 + Zn = Zn(NO3)2 + 2 Ag

Kupfer-II-Sulfat und Aluminium à Kupfer(Red.) + Aluminiumsulfat(Ox.)
Ox.) Al à Al3+ + 3e- /*2
Red.) Cu2+ + SO42- +2e- = Cu + SO42- /*3
= 2Al + 3 Cu2+ + 3 SO42- = 2Al3+ + 3Cu + 3SO42-
ð2Al + 3CuSO4 = Al2(SO4)3 + 3Cu

Eisen-III-phosphat und Kupfer = keine Reaktion


III.) Elektrolyse
a)Skizziere und beschrifte den Aufbau einer ZnCl2-Elektrloyse (ausführlich mit entsprechenden Reaktionen an den Elektroden):
-Also zeichen geht ja jetzt schlecht aber die Reaktionen:
Kathode: Elektronenüberschuss erzeugt die negative Elektrode, Reduktion: Zn2+ +2 e- = Zn
Anode: Elektronenmangel erzeugt die positive Elektrode, Oxidation: 2Cl- = Cl2 + 2e-
Gesamtreaktion: ZnCl2 = Zn + Cl2

b)Wie kann man mit Hilfe der Elektrolyse die Leitfähigkeit verschiedener Metallkationen analysieren?
Man schließt an Amperemeter an und misst die Stromstärke, die Metalle mit größerer Stromstärke leiten besser,weil die Reduktion schneller ablaufen kann. Die Metalle, die weniger leiten, haben eine geringere Stromstärke.

c)Wie kann die Stromstärke einer Elektrolysezelle sofort halbiert werden?
-Man nimmt einfach halb soviel Salz, oder?

d)Der Hoffmann´sche Apparat wird mit Wechselstrom betrieben. Was würde passieren?
-Zuerst wird H und O entstehen, welches danach wieder zu Wasser wird(Knallgasreaktion). Wieso ist das so? Kann mir das jemand bitte noch mal genau und einfach erklären?

e)Welche drei Anwendungsmöglichkeiten der Elektrolyse werden industriell genutzt?
- Ich verstehe die Aufgabenstellung nicht recht, könnte das so stimmen:
-Galvanisieren
-Elektrolyse („normale“)
-Schmelzflusselektrolyse
?


Ganz herzlichen Dank für eure Hilfe!
JundL31 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2009, 09:13   #2   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.414
AW: Noch einige Fragen zum Chemie Test (8.Klasse)

Bisschen viel auf einmal.

Zitat:
I.)Salze
a) Schreibe zu folgenden Salzen Summenformel und Ionenformel auf:
1.) Kaliumchlorid: KCl = K+ + Cl-
2.) Magnesiumnitrat: Mg(NO3)2 = Mg2+ + 2NO3-
3.) Aluminiumsulfat: Al2(SO4)3 = 2Al3+ + 3SO42-
4.) Eisen-III-bromid: FeBr3 = Fe3+ + 3Br-
Stimmt soweit.

Zitat:
b) Beschreibe, wie das Ionengitter des Natriumchloridkristalls aussieht, und erkläre , warum die anziehenden Kräfte größer sind als die abstoßenden Kräfte:
- Das Ionengitter ist aus gleichseitigen, rechtwinkligen Dreiecken aufgebaut. 1 Anion ist von 6 Kationen und 1 Kation von 6 Anionen umgeben. Die anziehenden Kräfte sind immer größer als die Abstoßenden, weil die Distanz zwischen verschieden geladenen Ionen kleiner ist als die zwischen gleichgeladenen.
Die oktaedrische Anordnung von 6 Ionen um ein Gegenion stimmt. Aber den Aufbau aus rechtwinkligen dreiecken würde ich weglassen. Stattdessen könnte man sagen: Das Ionengitter des NaCl entspricht der kubisch-flächenzentrierten Raumstruktur. (Schau mal da: http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumchlorid-Struktur).

Zitat:
c) Erkläre anhand der Strukturformel, warum Wasser ein polarer Stoff ist. Wie kann experimentell gezeigt werden, dass Wasser ein polarer Stoff ist?
-Die Strukturformel ist H-O-H,das O wird partiall negativ geladen und Die H`s partiall positiv. Das geschieht, weil das O stärker an den Elektronen zieht und die Elektronen dann näher zum O kommen.(ENo 3,4 und ENh nur 2,2). Im Wasser haben die Ladungen einen festen Platz und gelten damit als polar.Mit dem Beweis wusste ich nicht ganz genau vielleicht könnte man schreiben dass wenn man einen Stab elektrisch auf lädt,sich das Wasser dann zum Stab hinbewegt, entweder mit der partiall negativen Seite oder mit der partiall positiven Seite, je nachdem wie der Stab geladen ist. Oder habt ihr eine bessere Idee?
Die Erklärung für die Polarität des Wassers stimmt. Nur würde ich nicht partiall sondern partiell schreiben.

Ein Experiment zum Beweis der Polarität von Wasser: Die Wassermoleküle sollten sih gemäß ihrer LAdungsverteilung in einem Magnetfeld ausrichten, sowas ist aber mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Stattdessen könnte man durch Lösen eines weiteren polaren (bzw. ionischen) Stoffes in Wasser dessen Polarität zeigen. (Prinzip: Gleiches löst sich im gleichen)

Zitat:
d) Wenn Kaliumhydroxid in Wasser gelöst wird, steigt die Temperatur das Wassers dramatisch an. Wie kann dies erklärt werden?
- Die Gitterenergie ist sehr viel kleiner als die Energie, die frei wird wenn das Salz mit dem Wasser in Lösung geht( Solvatationenergie bzw. Gitterenergie). Immer wenn die GE kleiner als die SE ist, erwärmt sich das Wasser. Dies ist auch hier der Fall,die GE ist sogar sehr viel kleiner als die SE. Muss ich dazu mehr sagen, wenn ja was?
Stimmt. Mehr würd ich dazu auch nicht sagen.

Zitat:
a)Erkläre kurz unter welchen Bedingungen ein Metall aus einem Salz gewonnen werden kann. Warum handelt es sich um einen Redoxprozess?
- Das Metall muss unedler sein als das Metall im Salz. Es handelt sich um einen Redoxprozess, weil das unedlere Metall e- abgibt (Ox.) und das Metall im Salz,also das edlere e- aufnimmt (Red.). So wird das edlere Metall aus dem Salz gewonnen und das unedlere zum Salz.
Ich glaube du hast da was verwechselt. Deine Antwort stimmt, wenn man ein Metallsalz mit einem weiteren Metall in Kontakt bringt.

Meine Antwort: Die Gewinnung des Metalls aus dessen Salz erfolgt durch die Elektrolytische Zersetzung der Metallsalzlösung. Hierbei handelt es sich um einen Redoxprozess, da dass Metallion durch Elektronenaufnahme an der Kathode reduziert wird. Im Gegenzug wird das Anion an der Anode durch Elektronenabgabe oxdiert.

Zitat:
b) Löse nach bekanntem Schema folgende Redoxgleichungen:
Silbernitrat + Zink à Silber(Red.) + Zinknitrat(Ox.)
Ox) Zn à Zn2+ + 2e-
Red) Ag+ +NO3- +e- = Ag + NO3- /*2
= Zn + 2 Ag+ +2 NO3- = Zn2+ + 2Ag +2 NO3-
ð2AgNO3 + Zn = Zn(NO3)2 + 2 Ag

Kupfer-II-Sulfat und Aluminium à Kupfer(Red.) + Aluminiumsulfat(Ox.)
Ox.) Al à Al3+ + 3e- /*2
Red.) Cu2+ + SO42- +2e- = Cu + SO42- /*3
= 2Al + 3 Cu2+ + 3 SO42- = 2Al3+ + 3Cu + 3SO42-
ð2Al + 3CuSO4 = Al2(SO4)3 + 3Cu

Eisen-III-phosphat und Kupfer = keine Reaktion
Stimmt soweit.

Zitat:
a)Skizziere und beschrifte den Aufbau einer ZnCl2-Elektrloyse (ausführlich mit entsprechenden Reaktionen an den Elektroden):
-Also zeichen geht ja jetzt schlecht aber die Reaktionen:
Kathode: Elektronenüberschuss erzeugt die negative Elektrode, Reduktion: Zn2+ +2 e- = Zn
Anode: Elektronenmangel erzeugt die positive Elektrode, Oxidation: 2Cl- = Cl2 + 2e-
Gesamtreaktion: ZnCl2 = Zn + Cl2

b)Wie kann man mit Hilfe der Elektrolyse die Leitfähigkeit verschiedener Metallkationen analysieren?
Man schließt an Amperemeter an und misst die Stromstärke, die Metalle mit größerer Stromstärke leiten besser,weil die Reduktion schneller ablaufen kann. Die Metalle, die weniger leiten, haben eine geringere Stromstärke.
Stimmen beide.

Zitat:
d)Der Hoffmann´sche Apparat wird mit Wechselstrom betrieben. Was würde passieren?
-Zuerst wird H und O entstehen, welches danach wieder zu Wasser wird(Knallgasreaktion). Wieso ist das so? Kann mir das jemand bitte noch mal genau und einfach erklären?
Durch das Anlegen des Wechselstroms werden die einzelnen Elektroden im Wechsel zur Katode und Anode; d.h. es entsteht an beiden Polen ein Knallgasgemisch. Das dieses Knallgasgemisch wieder sofort zu Wasser zurückreagiert ist mir jetzt unbekannt, da für diese Reaktion eine höhere Aktivierungsenergie (z.B. elektrischer Funken) notwendig ist.

Ich kann mir aber auch vorstellen, dass wenn die Frequenz des Wechselstromes hoch genug ist, dass dann überhauptnichts passiert.

Zitat:
e)Welche drei Anwendungsmöglichkeiten der Elektrolyse werden industriell genutzt?
- Ich verstehe die Aufgabenstellung nicht recht, könnte das so stimmen:
-Galvanisieren
-Elektrolyse („normale“)
-Schmelzflusselektrolyse
Galvanisieren
Chloralkali-Elektrolyse (Schau mal da:http://de.wikipedia.org/wiki/Chloralkali-Elektrolyse)

Das war jetzt auf die schnelle alles durchgelesen. Kann sein, dass ich was vergessen habe.

Gruß Bergler
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Alt 02.06.2009, 11:54   #3   Druckbare Version zeigen
Fanatic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.271
AW: Noch einige Fragen zum Chemie Test (8.Klasse)

Moin

Zitat:
Zitat von JundL31 Beitrag anzeigen

c) Erkläre anhand der Strukturformel, warum Wasser ein polarer Stoff ist. Wie kann experimentell gezeigt werden, dass Wasser ein polarer Stoff ist?
-Die Strukturformel ist H-O-H,das O wird partiall negativ geladen und Die H`s partiall positiv. Das geschieht, weil das O stärker an den Elektronen zieht und die Elektronen dann näher zum O kommen.(ENo 3,4 und ENh nur 2,2). Im Wasser haben die Ladungen einen festen Platz und gelten damit als polar.Mit dem Beweis wusste ich nicht ganz genau vielleicht könnte man schreiben dass wenn man einen Stab elektrisch auf lädt,sich das Wasser dann zum Stab hinbewegt, entweder mit der partiall negativen Seite oder mit der partiall positiven Seite, je nachdem wie der Stab geladen ist. Oder habt ihr eine bessere Idee?
Mir fehlt hier der gewinkelte Aufbau des Wassers. Kann sein, dass du es mit der Strukturformel richtig meinst aber hier im Forum kommt das leider nicht so rüber. Wegen dieser gewinkelten Struktur fallen die Ladungsschwerpunkte eben nicht zusammen und das Molekül ist polar.
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Alt 02.06.2009, 13:21   #4   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.414
AW: Noch einige Fragen zum Chemie Test (8.Klasse)

Zitat:
Zitat von Fanatic Beitrag anzeigen
Moin
Mir fehlt hier der gewinkelte Aufbau des Wassers. Kann sein, dass du es mit der Strukturformel richtig meinst aber hier im Forum kommt das leider nicht so rüber. Wegen dieser gewinkelten Struktur fallen die Ladungsschwerpunkte eben nicht zusammen und das Molekül ist polar.
Dem schließ ich mich auch an. Hab das in meiner Antwort auf die Schnelle vergessen.

Gruß Bergler
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