Allgemeine Chemie
Buchtipp
Chemische Experimente in Schlössern, Klöstern und Museen
G. Schwedt
29.90 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 30.05.2009, 22:35   #1   Druckbare Version zeigen
Anna12345  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
Messung des Volumen mit einer Waage

Ich muss am Montag ein Laborexperiment für meine Masterarbeit machen. Für dieses vermenge ich 0,5ml Blutserum, 1ml Salpetersäure (70%) und 1,5ml Wasserstoffperoxid (30%) (aufkochen auf 95 Grad erhitzen etc, aber relativ unwichtig für meine Frage). Zum Schluss fülle ich auf 12.5ml mit deionisiertem Wasser auf. Mir wurde geraten, das Volumen mittels einer Waage zu bestimmer (zwecks besserer Genauigkeit).
Um zu wissen wieviel meine 12.5ml wiegen müssen muss ich doch die Dichte meiner Substanzen beachten, oder?
Laut wikipedia hat Salpetersäure eine Dichte von 1,52 g/ml, Wasserstoffperoxid ne Dichte von 1,11 g/ml, aber was ist mit Blutserum?
Angenommen Blutserum hat ne Dichte von 1 g/ml müsste ich dann 1,52 g (Salpetersäure) + 1,665 g (Wasserstoffperoxid) + 10 g (Wasser) = 13.185g einwiegen?

Ich weiss, es ist eine etwas doofe Frage (und jaja ich müsste es eigentlich wissen), aber das Ganze chemische Gerechne bringt mich gerade unheimlich durcheinander und ich bin für jeden Ratschlag dankbar!
Anna12345 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2009, 23:57   #2   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Messung des Volumen mit einer Waage

Naja, für solche kleinen Mengen kann man doch Eppendorf-Pipetten verwenden; und selbst die Glaspipetten sind wahrscheinlich genau genug. Man muss halt Pipetten in entsprechendem Maßstab nehmen (z.B. Vollpipette 0,5mL). Wenn man da überall mit 10 mL-Meßpipetten rangeht, wird das wohl eher nichts...

Da die Dichte von Blutserum nicht bekannt ist; ist ja auch eine biologische Substanz, bei der das wahrscheinlich entsprechend variiert, würde ich von einer Wägung abraten. Je mehr die tatsächliche von der angenommenen Dichte abweicht, desto ungenauer wird das ganze.

Ich würde das ganze einfach pipettieren...
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2009, 09:56   #3   Druckbare Version zeigen
Allchemist Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.129
AW: Messung des Volumen mit einer Waage

Hallo,


wenn jemand die Laborvorschrift für Volumina aufgestellt hat, würde ich erst mal davon ausgehen, dass sich derjenige was dabei gedacht hat.

Natürlich kann man die Substanzen dennoch einwiegen, wobei man sich aber über die Fehler im klaren sein sollte:

- das Blutplasma hat sicher keine konkrete Dichte (wie Du sch schreibst "angenommen"
- das Wasserstoffperoxid gast ständig Sauerstoff aus, so dass die Dichte täglich anders sein dürfte und sich sogar wahrscheinlich während der Wägung ändern wird,
- Salpetersäure hat eine Dichte von 1,4134 g/cm³ bei 20°C und 70% (Kaltofen, Tabellenbuch Chemie) - die Dichte ist Konzentrationsabhängig.
- die Dichte der Mischung ist ebenfalls unbekannt - wie soll dann auf 12,5ml aufgefüllt werden ?

usw.

Pipetten haben einen typischen Fehler von 0,005..0,01 ml in dem von Dir genanntem Messbereich von ca. 2ml also ca. 0,2%.
Wenn Du für die Genauigkeit was tun willst, dann verdoppele die Mengen und nimm zum Auffüllen einen 25ml Messkolben.


Grüße Allchemist
Allchemist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.05.2009, 14:09   #4   Druckbare Version zeigen
Anna12345  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Messung des Volumen mit einer Waage

Danke Kaliumcyanid und Allchemist

Wie ich vorhin erwähnt habe, erwärme ich die ganze Mischung auf 95 Grad Celcius. Kann es nicht sein, dass während diesen Vorgang ein Teil meiner Substanzen verdampft und sich daher das Volumen verringert? In diesem Fall wäre pipettieren ja wieder weniger geeignet um zum SChluss auf 12,5ml zu kommen.
Anna12345 ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 31.05.2009, 14:32   #5   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Messung des Volumen mit einer Waage

Da verdampft sicherlich etwas, aber der "Fehler", der dadurch ins Spiel kommt, dürfte verschwindend gering sein.

Man muss sich auch immer überlegen, was man eigentlich macht. Deine Vorschrift klingt ziemlich rabiat - da geht es wohl im Endeffekt nur um Umsetzung.
Aber worauf ich hinaus will: wenn ich z.B. für eine Synthese 50 mL Reagenz zutropfen muss, dann braucht man dafür keine Vollpipetten-Genauigkeit, da reicht die Genauigkeit der Graduierung des Tropftrichters völlig aus. Wenn ich allerdings quantitative Analytik betriebe und meine Probe mit dem Messbecher aliquotiere, darf ich mir keine allzu hohe Genauigkeit erwarten.
Wissen, was man tut - und anhand dessen seine Werkzeuge auswählen.

Also: vergiss die Waage, pipettier das Zeug und gut ist. Allchemists Tip mit dem Messkolben ist gut - würde ich so machen.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Volumen des Abschnitts einer Kugelkalotte wavonic Mathematik 10 11.10.2011 13:27
korrekte Benutzung einer Waage tretol Allgemeine Chemie 17 15.09.2011 16:19
Volumen des Zylinders in einer Kugel chemie2010 Mathematik 7 15.04.2011 12:32
genaugikeit einer waage logilogi Analytik: Instrumentelle Verfahren 7 27.11.2009 13:07
Messung der Potentialdifferenz zwischen Wolken und Erde mit einer Flammensonde Flachzange Physik 0 01.10.2007 21:37


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:23 Uhr.



Anzeige