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Alt 12.05.2009, 21:06   #1   Druckbare Version zeigen
Philipp16 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 23
Pfeil Nichtionische Tenside (Partialladungen)

Hallo,

ich soll erklären können, warum nichtionische Tenside eben nichtionisch sind (klingt komisch, ist aber so ).

Das vorgegebene Beispiel ist Fettalkoholpolyglykolether. Die Formel dazu ist:

{H_3C - (CH_2)_{13} - O - (CH_2 - CH_2 - O)_7 - H}

Ich dachte mir das jetzt so: Die Sauerstoffatome in dem hydrophilen Polyetherrest müssen ja 4 Valenzelektronen haben, aber sie sind ja nur immmer an 2 Kohlenstoffatome gebunden. Deshalb haben sie noch mal zwei Elektronenpaare (ich weiß leider nicht wie man das nennt, aber in der Formel würde man noch so zwei Striche ranzeichnen).
Dadurch entsteht eine negative Partialladung. Und "Partial" ist der Stichpunkt, der Polyetherrest ist zwar polar, aber er besitzt keine "richtige Ladung", weshalb man vom nichtionischen Tensid spricht.
Jetzt meine Frage(n): Wo entsteht dann die postive Partialladung oder gibt es gar keine (auf dem AB ist jedoch im "Tensid-Kopf" ein Delta-Plus und Delta-Minus abgebildet)? Und überhaupt: Ist mein bisheriger Ansatz überhaupt richtig?

Außerdem ist auf dem AB noch die Formel von Alkylphenopolyglykolether abgebildet. Mitten in der Formel ist ein Kreis in einem Sechseck. Was hat das zu bedeuten? (danach lässt sich schwer suchen, wenn man nicht weiß, wie das heißt )
Die Formel an sich ist:
{H_3C - (CH_2)_{11} - Sechseck+mit+Kreis - O - (CH_2 - CH_2 - O)_9 - H}

Und zu guter letzt: wie kann ich anhand der Formeln von Tensiden entscheiden, ob es sich um anionische, kationische, amphotere oder eben nichtionische Tenside handelt? Sollte ich für ein nichtionisches Tensid nach einem Etherrest mit Os und CH3s Ausschau halten?
Wäre z.B. {H_{33}C_{16} - O - C_{14}H_{28} (O - CH (unter dem C noch ein CH_3) - CH_2)_7 (O - CH_2 - CH_2)_2 O - H} auch nichtionisch?

Danke fürs Durchlesen und für die hoffentlich kommende Hilfe

/edit:
Ich hab ein Bild für das "Sechseck mit Kreis" gefunden: http://www.ranking-abc.de/chemie-und-technik/images/diphenylether.jpg
Vielleicht weiß ja jemand, wie das heißt bzw was das ist

Geändert von Philipp16 (12.05.2009 um 21:11 Uhr)
Philipp16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2009, 21:31   #2   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 17.611
AW: Nichtionische Tenside (Partialladungen)

"Sechseck mit Kreis" ist ein sogenannter Benzolring. Er besteht aus 6 Kohlenstoff und 6 Wasserstoffatomen mit einer besonderen chemischen Bindung, der aromatischen Bindung. Die Wasserstoffe können durch andere einbindige Gruppen ersetzt werden.

Gruß

jag
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Alt 13.05.2009, 14:56   #3   Druckbare Version zeigen
Philipp16 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 23
AW: Nichtionische Tenside (Partialladungen)

Dankeschön, das hilft mir schon mal Wenn jemand noch eine Idee zu der Erklärung und/oder zur Erkennung des Tensidtyps hat: nur zu
Philipp16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2009, 15:07   #4   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 17.611
AW: Nichtionische Tenside (Partialladungen)

Die Einträge in wikipedia sind zum Thema gar nicht so schlecht.

Das Thema selber verlangt doch etwas viel "Chemie" (in meine Lehrverstanltungen 8 bis 12 Stunden bei ausgebildeten Naturwissenschaftlern...) und ich nehme an, dass so viel Kenntnisse nicht vorausgesetzt werden können.

Im Prinzip könnte man sagen, dass durch die Eletronegativität des Sauerstoffs "interne" Partialladungen entstehen, die hydrophile Eigenschaften im Molekül entstehen lassen. Es handelt sich aber nicht um eine ionischen Stoff, also mit formal getrnnten (positiv und nagativ geladenen) Teilchen.

Gruß

jag
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Alt 13.05.2009, 16:16   #5   Druckbare Version zeigen
Philipp16 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 23
AW: Nichtionische Tenside (Partialladungen)

Zitat:
Zitat von jag Beitrag anzeigen
Das Thema selber verlangt doch etwas viel "Chemie" (in meine Lehrverstanltungen 8 bis 12 Stunden bei ausgebildeten Naturwissenschaftlern...) und ich nehme an, dass so viel Kenntnisse nicht vorausgesetzt werden können.
Das hoffe ich mal. Als 11.Klässler kann man mit den ausgebildeten Naturwissenschaftlern wohl eher schlecht mithalten. Wahrscheinlich will mein Lehrer, das eher auf eine einfache Basis reduzieren.

Ich habe mir jetzt mal diese Tabelle hier angeschaut und damit versucht, ein paar Verbindungen (von einem AB) den entsprechenden Typen zuzuordnen.

1. {CH_3 - (CH_2)_4 - CH = CH - CH_2 - CH=CH-(CH_2)_7 - COO^- NH_4 +}
Ich vermute, dass diese Verbindung amphoter ist, da eine Carboxylgruppe und eine quartäre Ammonium-Gruppe (NH4+) vorhanden ist.

2. {[H_{43}C_{21} - N^+(CH_3)_3]Cl^-}
Kationisch? Wegen dem N+, welches dreimal an CH3 und einmal eben an H43C21 gebunden ist. Also wieder eine quartäre Ammoniumgruppe.

3.
_____________________O______O
____________________||_____||
{C_{12}H_{25}-O-C-CH_2-S-O^- Na+}
___________________________||
___________________________O

Anionisch, wegen dem SO3− ? Aber wenn ich bei Wiki auf Sulfonat klicke, steht da was von R–SO2–OH ?

4. Die hab ich bereits im Startpost aufgeschrieben. Nichtionisch wegen der Hydroxylgruppe und den Sauerstoffatomen in dem polaren Teil?

5.
___________O
___________||
{H2C-O-C-C_{17}H_{35}}
{*HC-O-H}
{H2C-O-SO3-Na+}

Da bin ich mir sehr unsicher. Anionisch wegen dem SO3? Aber es ist gar kein Minus da. Und das Na+ spielt überhaupt keine Rolle (bei der Tabelle bei Wikipedia ist Na jedenfalls nicht aufgelistet) ?
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