Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 12.05.2009, 14:04   #16   Druckbare Version zeigen
Distickstoffoxid Männlich
Mitglied
Beiträge: 392
AW: schwefelsäureherstellung

Zitat:
Zitat von juergen64 Beitrag anzeigen
Hallo,
Es ging ja auch nicht um das fünfwertige, sondern um das vierwertige Vanadiumoxid. Und weil dieses keine Moleküle bildet sondern einen Festkörper mit verzerrter Rutil-Struktur, formuliert man es sinnvollerweise mit kleinsten gemeinsamen Vielfachen als VO2.

Gruß,
Jürgen
Achso. Ja das meinte ich auch Ursprünglich. Hatte mich nur ein weiteres mal Vertippt. Aber auch beim Vadadium-(IV)-oxid kenne haben wir die Schreibweise mit V2O4 benutzt.
__________________
Früher bin ich immer zuspät gekommen. Heute heißt das c.t. :)
Ich kann Farben ändern!
mfg lachgas
Distickstoffoxid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2009, 14:21   #17   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

Zitat:
Zitat von Distickstoffoxid Beitrag anzeigen
Aber auch beim Vadadium-(IV)-oxid kenne haben wir die Schreibweise mit V2O4 benutzt.
Das ist zwar weit verbreitet (wie gesagt steht es auch so im Holleman-Wiberg, worüber ich mich schon häufiger geärgert habe, wenn meine Studenten es abgeschrieben hatten), aber nicht sinnvoll. Bei Festkörpern, die aus einem dreidimensional-periodischen Ionengitter bestehen, wählt man als Formel das kleinste Verhältnis der Atomzahlen, d.h. VO2 statt V2O4 und NaCl statt Na5Cl5, wobei ich letzteres allerdings noch nie gesehen habe.

Ausnahmen gibt es, wenn man etwas bestimmtes zum Ausdruck bringen will, etwa die genaue Zusammensetzung des Anions eines Salzes (Natriumtetraborat: Na2[B4O5(OH)4]*8H2O statt Na2B4O7*10H2O) oder wenn man nach Niggli gleichzeitig die Koordinationszahlen der Ionen angeben möchte (z.B. NaCl6/6 für Kochsalz).

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2009, 19:49   #18   Druckbare Version zeigen
Haddu  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 41
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo!
Ich hab nicht ganz verstanden, wie ihr das mit den analogen Reaktionen zu Vanadiumoxid und deren Einschätzung als Brauchbarkeit als Katalysator meint.
Dankeschön!
Haddu ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 13.05.2009, 07:07   #19   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Es mag ja sein, dass es letztlich keinen hinreichenden Grund für die dimere Form gibt. Aber so ganz ohne jeden Grund schreibt der HOWI doch nicht einfach V2O4.
Ich bezweifle, daß Herr Wiberg wirklich über jedes einzelne Wort und jede einzelne Formel ausführliche Überlegungen anstellt - das wäre bei einem Buch von inzwischen fast 2000 Seiten ein Ding der Unmöglichkeit. Vieles darin ist wahrscheinlich seit Jahrzehnten aus älteren Auflagen immer wieder übernommen worden, so vielleicht auch das.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2009, 09:04   #20   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

ich denke, daß vieles eben historisch bedingt ist. Den "Holleman" gibt es schon seit vielen Jahrzehnten - die älteste Auflage, die ich antiquarisch daheim habe, ist von 1943, und das war nicht die erste. Kristallstrukturen untersucht man so richtig erst seit ungefähr 1950, und zur Routine wurde das erst mit dem Aufkommen der automatischen Vierkreisdiffraktometer und der computergestützten Strukturlösungsmöglichkeiten in den 1970ern.

Beim "V2O4" könnte man in früheren Zeiten noch an die Hauptgruppen/Nebengruppen-Analogie zum N2O4 gedacht haben, was sich bei diesem Thema sogar als Brücke zwischen Kontakt- und Bleikammerverfahren anbietet. Für ein modernes Lehrbuch halte ich das aber für antiquiert.

Bei Ihren übrigen Beispielen würde ich persönlich mir überlegen, was in der jeweiligen Reaktion tatsächlich vorliegt: Setze ich tatsächlich kristallisierten Schwefel (S8) ein, oder ist der Schwefel geschmolzen und enthält alle möglichen Spezies, so daß man besser der Einfachheit halber "S" schreibt? Wird tatsächlich farbloser Phosphor eingesetzt (nur der hat die Formel P4)? "P2O3" gibt es nicht; das einzige bekannte Phosphor(III)-oxid besteht aus P4O6-Molekülen, und die sollte man deshalb auch so formulieren. Beim Phosphor(V)-oxid gibt es wiederum mehrere Möglichkeiten: Nur eine Modifikation davon besteht aus P4O10-Molekülen; daneben gibt es mehrere, die aus einem unendlichen Netzwerk eckenverknüpfter PO4-Tetraeder bestehen, und die formuliert man sinnvollerweise als P2O5.

Aber wie gesagt kann man es einem Autor kaum zumuten, sich bei all den tausenden von Formeln in einem derart umfangreichen Lehrbuch immer derart ausführliche Gedanken zu machen - es liegt mir also fern, Herrn Wiberg da zu kritisieren, zumal es von mir ja kein vergleichbares Werk gibt. Gerade die jüngste Auflage des Buches finde ich schon wieder viel besser als ihre Vorgänger, nicht zuletzt wohl deswegen, weil an die hundert Fachkollegen mitgewirkt haben, die in der Danksagung auch namentlich aufgeführt sind.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2009, 20:07   #21   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: schwefelsäureherstellung

Zitat:
zumal es von mir ja kein vergleichbares Werk gibt.
Welche Werke gibt es von Dir?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2009, 06:57   #22   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
Welche Werke gibt es von Dir?
Damit wollte ich meinen Respekt vor dem Autor eines umfangreichen Lehrbuchs ausdrücken; von mir gibt es kein solches. Meine "Werke" beschränken sich auf ein paar Fachpublikationen und das eine oder andere Skript.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 09:11   #23   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: schwefelsäureherstellung

Hey, mal so eine andere Frage: Warum benutzt man denn überhaupt einen Platinkatalysator und keinen anderen? Ich muss auch ein Referat über das Thema halten...
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Alt 23.05.2009, 11:02   #24   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: schwefelsäureherstellung

http://de.wikipedia.org/wiki/Kontaktverfahren

Das entstandene Schwefeldioxid wird mit Sauerstoff in einer Gleichgewichtsreaktion mit einem Platin oder Vanadium Katalysator (auf Kieselgel SiO2) zu Schwefeltrioxid umgesetzt.

Ok dann eben Vanadium. Ich wollte nur wissen wieso es wichtig ist das der Katalysator ein heterogener Katalysator ist?
Liegt das einfach daran das die Abtrennung des Katalysator von dem Reaktionsgemisch einfacher ist?

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Alt 23.05.2009, 12:23   #25   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: schwefelsäureherstellung

Das ist eine Gasphasen-Reaktion. Gasförmige Pt-/V-Verbindungen sind rar.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 12:49   #26   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: schwefelsäureherstellung

Ok, hier die letzten Fragn dann hab ich die Herstellung verstanden:

1. Wenn SO3 Gase durch sogenannte Horden geleitet werden, dient es dann nur zur Abkühlung oder um Schritt für Schritt SO2 zu SO3 zu oxidieren, da in jeder Horde der Katalysator vorhanden ist?

2. Dann habe ich gelesen das das Restgas nochmals über eine Kontaktschicht geleitet wird und somit eine Umsetzung von SO2 zu 99% erreicht wird.

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Dateioppelkontaktverfahren2.png&filetimestamp=20090422183144

(Hier das Bild damit meine Frage einfach gestellt werden kann)

Und jetzt die Frage: Muss ich mir das so vorstellen, dass beim Endabsorber Restgas von SO2 enthalten sein kann und dieses dann durch den Kontakofen gejagt wird und ich deshalb eine Ausbeute von SO2 zu 99% habe, oder ist das so gemeint, dass mein Restgas von SO2 einfach im Kontaktofen den gleichen Prozess verläuft, bevor es in den Zwischenabsorber gelangt. Also mir ist noch nicht ganz klar wo ich dieses Restgas antreffe.

DANKE!!
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Alt 25.05.2009, 06:59   #27   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

Zitat:
Zitat von Verdeg Beitrag anzeigen
http://de.wikipedia.org/wiki/Kontaktverfahren

Das entstandene Schwefeldioxid wird mit Sauerstoff in einer Gleichgewichtsreaktion mit einem Platin oder Vanadium Katalysator (auf Kieselgel SiO2) zu Schwefeltrioxid umgesetzt.
In der Technik verwendet man Vanadiumpentoxid. Für Demonstrationsversuche im Schulunterricht hat sich Platinasbest bewährt, weil er ziemlich universell einsetzbar ist und leicht selbst hergestellt werden kann - oder zumindest konnte, als es noch Asbestschnur zu kaufen gab.

Zitat:
Zitat von Verdeg Beitrag anzeigen
Ok dann eben Vanadium. Ich wollte nur wissen wieso es wichtig ist das der Katalysator ein heterogener Katalysator ist?
Liegt das einfach daran das die Abtrennung des Katalysator von dem Reaktionsgemisch einfacher ist?

Es geht vor allem um die Effizienz des Verfahrens. Beim Bleikammerverfahren hat man homogene Katalyse mit Stickstoffoxiden verwendet. Die aus dem Prozeß hauptsächlich ausgeschleuste "Kammersäure" hatte jedoch nur etwa 60 % Schwefelsäuregehalt und mußte anschließend aufkonzentriert werden. Das Kontaktverfahren liefert sofort konzentrierte Säure.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2009, 08:59   #28   Druckbare Version zeigen
Schuelerin_25  
Mitglied
Beiträge: 6
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,
ich hoffe es kann mir jemand helfen. Ich brauche 100 ml einer 01, molaren Schwefelsäure. Ich habe nur 96%ige.

MW= 98,0795g/mol
Ich komme auf 103,09 ml (96%igen) auf 100ml

Ist das richtig oder kann mich bitte jemand korrigieren??

Danke!
Schuelerin_25 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2009, 09:03   #29   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

was meinst Du mit "01,"? An welche Stell sollte das Komma?

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2009, 09:06   #30   Druckbare Version zeigen
Schuelerin_25  
Mitglied
Beiträge: 6
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,
sorry, ich meinte natürlich eine 0,1molare.
Schuelerin_25 ist offline   Mit Zitat antworten
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