Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 10.05.2009, 18:03   #1   Druckbare Version zeigen
Haddu  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 41
schwefelsäureherstellung

Hallo!

Ich arbeite gerade an einem Referat über die großtechnische Schwefelsäureherstellung. Dazu habe ich ein paar Fragen:
Warum leitet man das Schwefeltrioxid in Schwefelsäure und erst dann in Wasser um das Oleum hochzukonzentrieren? Man kann doch Schwefeltrioxid auch direkt in Wasser einleiten? Weil es ist doch seltsam bei der Schwefelsäureherstellung Schwefelsäure zu benutzen.
Woher "weiß" der Absorber, was Schwefeltrioxid ist und was nochmal in den zweiten Kontakt geleitet werden muss?
Und gibt es zwei Kontaktöfen oder wird das Gas nochmals in den ersten geleitet?
Habt ihr außerdem eine Idee, wie ich meinen Vortrag etwas lebendig gestalten könnte, dass des nicht so langweiliges Schritt 1, 2... wird? Vielleicht ein einfaches Experiment oder witzige Anekdoten oder so etwas?
Dankeschön!
Haddu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2009, 19:11   #2   Druckbare Version zeigen
Dooku Männlich
Mitglied
Beiträge: 590
AW: schwefelsäureherstellung

Hi, Wenn SO³ in Schwefelsäure eingeleitet wird ensteht Wärme. Diese zerstört das SO³ in SO², was nur eine schweflige Lösung ergibt. Um Schwefelsäure im Labor herzustellen, braucht man einen Platinkatalysator (sehr teuer), anders gehts mit erhitzen von Natriumhydrogensulfat, dabei ensteht SO³, ob man da auf die Temperatur achten muss weiß ich nicht so genau.
Mit Schwefelsäure und Salpetersäure kann man auch Nitro Glyzerin herstellen, da musst du aber einen Fachmann fragen.

Geändert von Dooku (10.05.2009 um 19:19 Uhr)
Dooku ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2009, 19:48   #3   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: schwefelsäureherstellung

Man leitet SO3 in Schwefelsäure, weil es sich in Wasser erheblich langsamer löst. Dies ist ein kinetischer Effekt.

Siehe Kontaktverfahren.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2009, 19:59   #4   Druckbare Version zeigen
Bariumchlorid Männlich
Mitglied
Beiträge: 79
AW: schwefelsäureherstellung

Experiment :
löse dochma Kupfer in Schwefelsäure auf und auch im Vergleich ma konz. HCl
hmm oder Zucker mit H2SO4 übergießen ...(is relativ heftig)
welche klasse bist du denn?
__________________
Bist du des Lebens nicht mehr froh,so atme tief das N2O :D
Bariumchlorid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2009, 20:23   #5   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: schwefelsäureherstellung

Die Klasse ist egal. Falsch bleibt falsch:

Zitat:
Hi, Wenn SO³ in Schwefelsäure eingeleitet wird ensteht Wärme. Diese zerstört das SO³ in SO², was nur eine schweflige Lösung ergibt.
Zitat:
Bitte die Formatierungshilfen zum Hoch- und Tiefstellen benutzen:

oder

http://www.chemieonline.de/forum/announcement.php?f=21&a=54

Zum Probieren : http://www.chemieonline.de/forum/forumdisplay.php?f=27
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Alt 10.05.2009, 20:24   #6   Druckbare Version zeigen
Joern87 Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.390
AW: schwefelsäureherstellung

Ich weiß nicht, was alle immer mit ihrer "schwefeligen Säure" haben...
__________________
mfg Jörn
Chemiker haben für alles eine Lösung!

Was macht Salz, wenn es pleite ist? Es geht in-Solvenz
Joern87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2009, 20:37   #7   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: schwefelsäureherstellung

Vermutlich Weintrinker.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 11.05.2009, 15:28   #8   Druckbare Version zeigen
Dooku Männlich
Mitglied
Beiträge: 590
AW: schwefelsäureherstellung

Was is denn dadran falsch, das '²'?
Dooku ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2009, 15:42   #9   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
Man leitet SO3 in Schwefelsäure, weil es sich in Wasser erheblich langsamer löst. Dies ist ein kinetischer Effekt.
Genau das ist das Problem. Würde man SO3 in Wasser leiten, würde zunächst ein sehr feiner Tröpfchennebel entstehen, der sich nur sehr schwer mit Wasser absorbieren läßt. Es ist viel einfacher, in Schwefelsäure zu absorbieren bis zu einem etwa 65 %igen Oleum und dieses dann zu verdünnen. Ein Teil der Schwefelsäure wird einfach im Kreis geführt und nur der nach Verdünnen erzeugte Überschuß aus dem Prozeß ausgeschleust.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2009, 20:06   #10   Druckbare Version zeigen
Haddu  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 41
AW: schwefelsäureherstellung

Hey ihr!!
Danke schonmal, ist echt lieb von euch
Also ich bin in der 11.Klasse. Kann man stattdessen auch in Schwefelsäure Schinken oder sowas reinwerfen und als Ersatz für menschliche Haut demonstrieren? Weil des hätte vielleicht einen lustigeren Effekt.
Habt ihr noch andre Ideen, wie ich des lebendiger machen könnte?
Dankeschön!!
Haddu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2009, 20:17   #11   Druckbare Version zeigen
was?boom Männlich
Mitglied
Beiträge: 65
AW: schwefelsäureherstellung

Wenn du irgendwas sehen willst, dann nimm doch einfach Papier und hau einen Tropfen konz. Schwefelsäure drauf. Das dürfte Illustration genug sein die Finger nicht reinzustecken. Ansonsten schließe ich mich dem Vorredner an. Vergiss die Vanadiumoxid- katalysatoren nicht.
__________________
Booze may not be the answer, but it helps you to forget the question
was?boom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2009, 20:20   #12   Druckbare Version zeigen
Bariumchlorid Männlich
Mitglied
Beiträge: 79
AW: schwefelsäureherstellung

genau,und da auch die Rückgewinnung von V2O5

Viel Glück bei Fragen ,frag einfach ^^
__________________
Bist du des Lebens nicht mehr froh,so atme tief das N2O :D
Bariumchlorid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2009, 13:22   #13   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

die unsinnige Schreibweise "V2O4" ist aus dem Holleman-Wiberg, stimmts? Unsinnig ist sie deshalb, weil VO2 ein Festkörper mit (verzerrter) Rutil-Struktur ist.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2009, 13:45   #14   Druckbare Version zeigen
Distickstoffoxid Männlich
Mitglied
Beiträge: 392
AW: schwefelsäureherstellung

Ich hatte auch die Ehre ein Referat über das Doppelkontaktverfahren zu verfassen. Ich habe in jederQuelle Die Schreibweise V2O5gefunden.

Hier mal die Stichpunkte, die ich damals abgearbeitet habe:
  1. Eigenschaften von Schwefelsäure
    Man muss ja wissen, womit man es zu tun hat - Und in der 11. Klasse mögen Jungs es, wenn Papier verätzt wird. Ich hoffe FKS verzeiht diesen unsachbezogenen Versuch.
  2. Geschichte
    Kurz alte Verfahren ansprechen (Vitriolverfahren, Bleikammerverfahren) und einige Namen (z.B. Glauber)
  3. Gewinnung des SO2
    Aus elementaren Schwefel (Verbrennung)
    Aus Schwefelwasserstoff (Abfallprodukt aus Erdöl, Stichwort Claus-Kessel)
    Aus Sulfaten (aka Anhydrite)
    Röstung von Erzen (Pyren etc.)
  4. Oxidation zu SO3 - Das Hauptthema
    Die Katalyse (Reaktionen vom Katalysator)
    Le Chatelier (Exotherme Reaktion, Hoffmansche Regel bla bla...)
    Kontaktverfahren -> Doppelkontaktverfahren (Adsorption des SO2)
  5. Lösen des SO3
    Reaktionen von SO3mit H2SO4 zu Oleum und anschließend mit Wasser zu Schwefelsäure
  6. Übersicht aller Reaktionsgleichungen
    Die gesammte Anlage in einer Übersicht und in Stationen durchlaufen und die jeweiligen Reaktionsgleichungen Aufführen.
  7. Bleikammerverfahren
    Eventuell nennenswert, wenn es für euch/deinen Lehrer von Interesse ist.
  8. Wirtschaftliche Relevanz und Verwendung
__________________
Früher bin ich immer zuspät gekommen. Heute heißt das c.t. :)
Ich kann Farben ändern!
mfg lachgas
Distickstoffoxid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2009, 13:51   #15   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: schwefelsäureherstellung

Hallo,

Zitat:
Zitat von Distickstoffoxid Beitrag anzeigen
Ich hatte auch die Ehre ein Referat über das Doppelkontaktverfahren zu verfassen. Ich habe in jederQuelle Die Schreibweise V2O5gefunden.
Es ging ja auch nicht um das fünfwertige, sondern um das vierwertige Vanadiumoxid. Und weil dieses keine Moleküle bildet sondern einen Festkörper mit verzerrter Rutil-Struktur, formuliert man es sinnvollerweise mit kleinsten gemeinsamen Vielfachen als VO2.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
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