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Alt 04.05.2009, 21:00   #1   Druckbare Version zeigen
MK86 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 38
Berechnung von Dipolmomente und CO Frage

Guten Abend allerseits!

Ich hätte eine Frage bezüglich der Berechnung des Dipolmoments. Dieser wird laut einer Quelle folgendermaßen berechnet:

Dipolmoment = Bindungslänge*Delta EN

Um die Formel zu testen, habe ich als Beispiel die Wasser Verbindung H2O genommen, welche einen Dipolmoment von 6,152 besitzen soll.
Die Delta EN beträgt laut der Pauling-Skala 1,24. Die Bindung von H-O beträgt 95,84 pm. Wenn ich die Zahlen jetzt multipliziere, erhalte ich als Produkt 118,84. Jetzt frage ich mich, wie man das Ergebnis von 6,152 erreichen soll?!

Zudem hätte ich noch eine zweite Frage bezüglich des CO Moleküls. In diesem trägt das C-Atom bekanntlich eine negative Ladung, während das O-Atom eine positive Ladung besitzt. Hat dieses Molekül einen Dipol? Wenn man sich die LEWIS-Formel als Neuling ansieht, würde man den ersten Moment sagen: "Ja hat es!". Allerdings ist O Elektronegativer als C und die Molekülstruktur ist linear, so müssten die Bindungselektronen mehr vom O Atom angezogen werden. Das wiederrum müsste ja die beiden Ladungen im Molekül abschwächen und den Dipol reduzieren, oder seh ich das falsch?

Geändert von MK86 (04.05.2009 um 21:06 Uhr)
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Alt 04.05.2009, 21:12   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Berechnung von Dipolmomente und CO Frage

Zitat:
Zitat von MK86 Beitrag anzeigen
Guten Abend allerseits!

Ich hätte eine Frage bezüglich der Berechnung des Dipolmoments. Dieser wird laut einem Lehrbuch folgendermaßen berechnet:

Dipolmoment = Bindungslänge*Delta EN
]
Ich sehe diese "Formel" zum ersten Mal. Ein Dipolmoment ist das Produkt aus
einer Distanz und einer Ladung. Ladungen sind nicht dasselbe wie Elektronegativitäten. Deine "Formel" ergibt eine Grösse, die bestenfalls grob proportional zu dem Dipolmoment ist.
Siehe auch : http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrisches_Dipolmoment
Zitat:
Um die Formel zu testen, habe ich als Beispiel die Wasser Verbindung H2O genommen, welche einen Dipolmoment von 6,152 besitzen soll.
Die Delta EN beträgt laut der Pauling-Skala 1,24. Die Bindung von H-O beträgt 95,84 pm. Wenn ich die Zahlen jetzt multipliziere, erhalte ich als Produkt 118,84. Jetzt frage ich mich, wie man das Ergebnis von 6,152 erreichen soll?!
Dazu gibt es zwei Dinge zu sagen.
1. Du verwechselt das Dipolmoment einer einzelnen Bindung mit dem Dipolmoment des ganzen Moleküls. Das Dipolmoment des ganzen Moleküls ist die Vektorsumme aller im Molekül vorkommenden Dipole. Deine Formel, wenn sie denn richtig wäre, berechnet nur das Dipolmoment einer einzelnen Bindung. Deren hast du aber zwei im Wassermolekül, die in einem bestimmten Winkel zueinander stehen.
2. Das Dipolmoment des Wassers beträgt 6.152 Cm (Coulomb*Meter) - das ist die Einheit des Dipolmoments, die du offenbar ausser Acht gelassen hast. Du multiplizierst eine EN (ohne Einheit) mit einer Distanz (in Metern oder pm). Dir ist klar, dass das so nichts wird ? Nochmal : mit deiner Formel bekommst du keine Dipolmomente...
Zitat:
Zudem hätte ich noch eine zweite Frage bezüglich des CO Moleküls. In diesem trägt das C-Atom bekanntlich eine negative Ladung, während das O-Atom eine positive Ladung besitzt.
Das ist nur eine Resonanzformel des CO Moleküls.
Zitat:
Hat dieses Molekül einen Dipol?
Ja. Denn O (EN=3.5) ist elektronegativer als C (2.5). Also negatives Ende des Dipols auf dem O.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2009, 21:57   #3   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
und die Erde ist eine Scheibe?

Zitat:
Also negatives Ende des Dipols auf dem O
Da hab' ich anderes gelesen.

Wolfgang
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 08:35   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: und die Erde ist eine Scheibe?

Zitat:
Zitat von zweiPhotonen Beitrag anzeigen
Da hab' ich anderes gelesen.
Soweit ich jetzt in Erfahrung bringen konnte, herrscht in der Frage keine Einigkeit - ich lasse mich aber gerne belehren, wenn ich die Quelle überzeugend finde
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 09:01   #5   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
AW: und die Erde ist eine Scheibe?

Zitat:
Zitat von zweiPhotonen
Da hab' ich anderes gelesen.
http://dx.doi.org/10.1016/0022-2852(75)90287-8

k.a. wo Du nachschaust
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 09:18   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Berechnung von Dipolmomente und CO Frage

Wenn das da drin steht, dann glaube ich es auch
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 10:02   #7   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
AW: und die Erde ist eine Scheibe?

Zitat:
Zitat von ricinus
Soweit ich jetzt in Erfahrung bringen konnte, herrscht in der Frage keine Einigkeit
Quelle / Zitat?
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