Allgemeine Chemie
Buchtipp
Sonne, Sex und Schokolade
J. Emsley
12.50 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 04.05.2009, 19:42   #1   Druckbare Version zeigen
Znerky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 28
Gehaltsbestimmung

Hallo,
meine Frage ist sicherlich sehr trivial, aber ich bin mir bei der Anwort trotzdem nicht ganz sicher. Entspricht der Gehalt einer Lösung ihrer Konzentration oder ihrer Masse?
Bei unserer Extinktionsmessung sollten wir zuerst von einer Lösung gegebener Fe-Konzentration eine Eichkurve aufstellen und anschließend den Gehalt einer unbekannten Fe-Lösung bestimmen. Dafür kann ich doch dann theoretisch den durch die Eichkurve erhaltenen Extinktionskoeefizienten verwenden und die Lamber-Beer-Gleichung umstellen?

Danke schon einmal im Voraus.
Znerky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2009, 20:02   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Gehaltsbestimmung

Zitat:
Zitat von Znerky Beitrag anzeigen
Hallo,
meine Frage ist sicherlich sehr trivial, aber ich bin mir bei der Anwort trotzdem nicht ganz sicher. Entspricht der Gehalt einer Lösung ihrer Konzentration oder ihrer Masse?
Ihrer Konzentration. Die Masse einer Lösung (nicht zu verwechseln mit einer Massenkonzentration) ermittelt man mit einer Waage, nicht mit einem Photometer
Zitat:
Bei unserer Extinktionsmessung sollten wir zuerst von einer Lösung gegebener Fe-Konzentration eine Eichkurve aufstellen und anschließend den Gehalt einer unbekannten Fe-Lösung bestimmen. Dafür kann ich doch dann theoretisch den durch die Eichkurve erhaltenen Extinktionskoeefizienten verwenden und die Lamber-Beer-Gleichung umstellen?
Ja.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2009, 20:36   #3   Druckbare Version zeigen
Znerky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 28
AW: Gehaltsbestimmung

Okay danke schön. Haben sich meine Vermutungen ja bestätigt.
Znerky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2009, 20:55   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Gehaltsbestimmung

Zitat:
Zitat von Znerky Beitrag anzeigen
Dafür kann ich doch dann theoretisch den durch die Eichkurve erhaltenen Extinktionskoeefizienten verwenden und die Lamber-Beer-Gleichung umstellen?
Das wird oft so gemacht, wenn es sich um grosse Konzentrationen handelt. Ich hätte besser darauf hinweisen sollen, dass es natürlich besser ist, man rechnet mit der zur Gerade passenden Regressionsgleichung, weil in der Praxis die Bezugsgerade manchmal nicht genau durch den Koordinatenursprung verläuft (man also einen Ordinatenachsenschnittpunkt ungleich Null zu berücksichtigen hat).
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2009, 21:17   #5   Druckbare Version zeigen
Znerky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 28
AW: Gehaltsbestimmung

Regressionsgerade? Das sagt mit jetzt gar nichts.
Znerky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2009, 21:26   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Gehaltsbestimmung

Das Gesetz von Beer-Lambert besagt ja, dass die Absorption proportional zur Konzentration ist :

A=elc (e spezifischer Extinktionskoeffizient, also eine stoffabhänige Grösse, jedenfalls konstant, l die optische Pfadlänge (Schichtdicke), ebenfalls konstant). Also haben wir A/c=konstant. Die graphische Darstellung von A in Abhängigkeit von c muss also eine Nullgerade ergeben, zumindest in der Theorie.
Wenn du deine Messergebnisse A gegen die Konzentration aufträgst, bekommst du in aller Regel keine Nullgerade, sondern eine Gerade A=konstante*c+b, mit b ungleich Null. Anders ausgedrückt : b stellt die Absorption der Blindlösung dar, und die sollte so klein wie möglich sein, ist aber leider nicht immer genau Null, z.B. weil das Lösungsmittel oder die zugegebenen reagenzien oder andere Stoffe in der Probe eben auch bei der Wellenlänge des Analyten absorbieren.

So klarer ?
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 10:23   #7   Druckbare Version zeigen
Znerky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 28
AW: Gehaltsbestimmung

Ja, das mti der Regressionsgerade habe ich verstanden.
Leider weichen meine Konzentratiosnberechnungen für die unterschiedlichen Extinktionswerte sehr voneinander ab, kann ich einfach einen Mittelwert bilden, um die Ausgangskonzentration zu berechnen?
ALso ich habe zuerst die Regressionsgerade aufgestellt, daraus den Extinktiosnkoeffizient ermittelt und dann durch Lambert-Beer die Konzentrationen zu den Extinktiosnwerten berechnet. Da diese Konzentration ja verdüntt sind, da auf 25 ml aufgefüllt wurde, habe ich um die Ausgangkonzentration der unbekannten Probe mit c1*V1=c2*V2 weiter gerechnet, in der Hoffnung ähnliche Konzentrationswerte zu erhalten.
Znerky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 13:40   #8   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Gehaltsbestimmung

Ich weiss ja nicht genau, was du gemacht hast.
Wenn du unterschiedliche Extinktionen misst, ist es nur natürlich, dass du auch unterschiedliche Konzentrationen bekommst
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 23:48   #9   Druckbare Version zeigen
Znerky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 28
AW: Gehaltsbestimmung

Ja, aber wenn ich die Ausgangskonzentration der Lösung berechnen möchte, aus der ich 3 ml, 4 ml,.. entnommen habe und dann auf 25 ml aufgefüllt habe, müsste doch zumindest in etwa die gleiche Konzentration rauskommen, egal bei welchen Extinktionswerten. Oder nicht?
Znerky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 09:11   #10   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Gehaltsbestimmung

Wenn du sauber gearbeitet hast, ja.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 16:21   #11   Druckbare Version zeigen
Znerky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 28
AW: Gehaltsbestimmung

Gut, dass meinte ich. Naja, an den Messwerten kann ich jetzt eh nichts mehr ändern.
Danke!
Znerky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 17:42   #12   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Gehaltsbestimmung

Hast Du auch richtig gerechnet ?
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 20:09   #13   Druckbare Version zeigen
Znerky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 28
AW: Gehaltsbestimmung

Ich denke schon. Das Problem ist nur, dass bei uns die Messung nicht funktioniert hat, weil unsere Lösung wahrscheinlich zu gering konzentriert war. Also hat uns unser Assistent Extinktionswerte gegeben, bei denen ich allerdings nicht weiß, ob er sich die einfach nur ausgedacht hat.
Als Extinktionskoeffizienten habe ich 1000 l/mol*cm raus. Für einen Extinktionswert von 0,114 habe ich dementsprechend eine Konzentration von 1,14*10^-4mol/l raus, wenn ich 3 ml der Lösung auf 25 ml aufgefüllt habe.
Bei einem weiteren Extinktionswert von 0,225 (4 ml auf 25 aufgeüllt) dann 2,25*10^-4 mol/l. Dann habe ich wieder über c1*V1=c2*V2 die Konzentration der 100 ml Ausgangslösung bestimmt. Wo ich momentan für den ersten Wert auf eine Konzentration von 3,42*10^-6 und bei dem zweiten auf 9*10-6 mol/l komme...
Znerky ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 06.05.2009, 20:54   #14   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Gehaltsbestimmung

Man erhält zwar zwei Mal eine andere Konzentration, aber nicht die, die du berechnet hast.

1. Messung :
Konzentration der vermessenen Lösung 0.114/1000=1.14 x 10-4 mol/l.
Konzentration der unverdünnten Probe :
1.14 x 10-4 x 25 / 3 = 0.00095 mol/l

2. Messung :
vermessene Lösung : 2.25 x 10-4 mol/l
unverdünnt : 2.25 x 10-4 x 25 / 4 = 0.00141 mol/l.

Man sieht ja bereits an den Extinktionen, dass da etwas nicht stimmt :
die Extinktion der zweiten Lösung ist etwa doppelt so gross wie die der ersten. Also müsste auch die Konzentration der vermessenen Lösung im 2. Fall doppelt so gross wie im ersten sein. Das kann aber nicht der Fall sein, da im zweiten Fall ja nicht 6, sondern nur 4 ml auf 25 ml verdünnt worden sind.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 21:04   #15   Druckbare Version zeigen
Znerky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 28
AW: Gehaltsbestimmung

Achso die 25 ml über den Bruchstrich...
Danke.

Und ich habe auch so eine leise Ahnung, warum die ausgedachten Werte nciht stimmen können. In unserer Versuchsanleitung sollten wir nämlich ursprünglich mit 1 und dann 2 ml beginnen (nicht so wie wir es dann biem experimentieren plötzlich mit 3 und 4ml machen sollten) und das hat unser Assistent dann wohl übersehen...
Znerky ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Gehaltsbestimmung sine1 Analytik: Quali. und Quant. Analyse 6 22.11.2010 17:23
gehaltsbestimmung atalante Analytik: Quali. und Quant. Analyse 0 11.02.2010 15:59
gehaltsbestimmung jjulii Allgemeine Chemie 11 27.06.2007 08:31
Gehaltsbestimmung NadineKH Analytik: Quali. und Quant. Analyse 2 20.12.2006 12:52
Gehaltsbestimmung dani78 Anorganische Chemie 2 22.02.2006 19:42


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:47 Uhr.



Anzeige