Allgemeine Chemie
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Alt 11.04.2009, 17:22   #1   Druckbare Version zeigen
WeeD  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 72
Galvanisieren (verzinnen)

Hallo,
ich bereite mich gerade auf mein Abi vor und bin gerade bei der Elektrochemie.

Beim Verkupfern elektrolysiert man ja einfach mit einer Kupferelektrode als Pluspol und dem zu überziehenden Metall als Minuspol. Als Elektrolyt Schwefelsäure und Kupfersulfat

Pluspol: Cu ---> Cu2++2e-
Minuspol Cu2++2e- ---> Cu

Geht das bei allen anderen Metallen auch so? zB beim verzinnen?

Und noch etwas:
Entsteht Wasserstoff auf Grund von Überspannung oder warum genau beobachtet man das?
WeeD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2009, 18:22   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.700
AW: Galvanisieren (verzinnen)

Im Prinzip funktioniert das mit den anderen Metallen genauso. Bei Zinn benutzt aber aber als Anion Methansulfonat CH3SO3-oder Tetrafluoroborat BF4-, da diese Salze sehr gut loeslich sind. Sulfat ist schwerer loeslich.

Wasserstoff kann Ueberspannung sein aber auch eine zu hohe Stromdichte.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 13.04.2009, 14:27   #3   Druckbare Version zeigen
WeeD  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 72
AW: Galvanisieren (verzinnen)

ok danke


eine Frage hätte ich noch.

Wieso werden Konservendosen verzinnt und nicht verzinkt?

Hatte mir gedachht, dass man so sehen kann ob eine Dose noch gut ist. Wenn da Oxidationen abluafen rostet ja nachdem ein Loch in der Zinnschicht ist das Eisen weg.
Liege ich da falsch?
WeeD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.2009, 15:07   #4   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.700
AW: Galvanisieren (verzinnen)

Zink ist saeure loeslich. Da wuerde sich das Zink in dem lebensmittel loesen.

Zinn ist da inert.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 16.04.2009, 08:26   #5   Druckbare Version zeigen
donald313 Männlich
Mitglied
Beiträge: 396
AW: Galvanisieren (verzinnen)

Hi,
in der ´Regel werden die Bleche feuerverzinnt und nicht galvanisch.

Und: Zinn ist korrosionsstabil bei vielen lebensmitteln und nicht giftig! Im Gegensatz zu fast allen anderen Metallen.

Siehe auch früher Teller und Becher aus Zinn.

Gruß
Donald
donald313 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2009, 08:47   #6   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Galvanisieren (verzinnen)

Zitat:
Zitat von donald313 Beitrag anzeigen
Hi,
in der ´Regel werden die Bleche feuerverzinnt und nicht galvanisch.

Und: Zinn ist korrosionsstabil bei vielen lebensmitteln und nicht giftig! Im Gegensatz zu fast allen anderen Metallen.

Siehe auch früher Teller und Becher aus Zinn.

Gruß
Donald
Zink ist auch nicht "giftig" - sogar ein essentielles Spurenelement...

...dennoch hat sich Zinn für den Mittagstisch nicht durchgesetzt. Wohl weil dieses Material zu weich, schwer und bei den derzeitigen Brennstoffkosten im Winter zur Lagerung des Geschirres zu teuer ist.
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Alt 22.06.2009, 06:01   #7   Druckbare Version zeigen
Yamm Männlich
Mitglied
Beiträge: 22
AW: Galvanisieren (verzinnen)

Nur als Ergänzung. Viele Metalle kann man, wie oben beschrieben, abscheiden. Bei Zinn macht man dies sogar im alkalischen Bereich mit sogenannten Stanat Bädern, da Zinn ab 9,2 wieder in Lösung geht. Auch Zink lässt sich auf die gleiche Weise abscheiden.

Andere Metalle, wie etwa Chrom, sind nicht so einfach abzuscheiden. Außerdem gibt es ein riesen Gebiet mit komplexen Verbindungen, etwa cyanidische Bäder, wo die Metalle als Anion in einem entsprechenden Komplex vorliegen.

Zum Wasserstoff: man kann sich das recht einfach vorstellen: so lange genug Metallionen (zum Beispiel Cu2+) geliefert werden, wird dies auch bevorzugt abgeschieden. Wenn die Kathodenfilm (der Bereich unmittelbar am Minuspol bei einer Abscheidung) an Metallionen verarmt und/oder der Strom zu hoch ist, suchen sich die Elektronen einen anderen Reaktionspartner und dies ist i.d.R. Wasserstoff, da er im Wasser nun mal reichlich vorhanden ist. Das passiert sowohl im sauren wie auch im alkalischen Bereich.
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