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Alt 18.03.2009, 16:46   #1   Druckbare Version zeigen
CoDI  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
Nachweise von Kalium und Aluminium

Hallo!
Das ist mein erster Eintrag hier und ich hoffe, dass mir jemand bei meinen Fragen weiterhelfen kann!
Es geht um die Nachweise von Aluminium und Kalium zu Alumen.

Bei Alumuminium bin ich soweit:
Die Substanz wird in Wasser gelöst und mit verd. Natriumhydroxid-Lösung versehen bis ein weißer Niederschlag entsteht. Bei weiterem Zusatz von verd. Natriumhydroxid-Lösung löst sich der Niederschlag wieder:
2 AL + 6 H2O -> 2Al(OH)3 + 3H2
Al(OH)3 + NaOH -> Na+ + [Al(OH)4]-
Warum wird jetzt Ammoniumchlorid zugeben, sodass wieder ein Niederschlag entsteht? Und wie ist die Gleichung dazu?

Bei Kalium habe ich folgende Frage:
Die Substanz wird in Wasser gelöst. Warum wird vor dem eigentlichen Nachweis mit Weinsäure, woraus dann Kaliumtartat entsteht, noch Natriumhydrogencarbonat zugegeben? Gibt es dazu auch eine Formel?

Ich bitte um Hilfe!
Grüße,
CoDi
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Alt 18.03.2009, 16:58   #2   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: Nachweise von Kalium und Aluminium

Hallo,

Zitat:
Zitat von CoDI Beitrag anzeigen
Bei Alumuminium bin ich soweit:
Die Substanz wird in Wasser gelöst und mit verd. Natriumhydroxid-Lösung versehen bis ein weißer Niederschlag entsteht. Bei weiterem Zusatz von verd. Natriumhydroxid-Lösung löst sich der Niederschlag wieder:
2 AL + 6 H2O -> 2Al(OH)3 + 3H2
Al(OH)3 + NaOH -> Na+ + [Al(OH)4]-
Warum wird jetzt Ammoniumchlorid zugeben, sodass wieder ein Niederschlag entsteht? Und wie ist die Gleichung dazu?
Ammonium reagiert mit dem Aluminat als Säure, d.h. es entstehen Ammoniak, Wasser und Aluminiumhydroxid, letzteres als Niederschlag. {Al^3+} ist ein amphoteres Kation, das sich sowohl im sauren als auch im alkalischen Milieu löst; die Bildung von schwerlöslichem {Al(OH)_3} erfolgt in relativ engem pH-Bereich.

Zitat:
Zitat von CoDI Beitrag anzeigen
Bei Kalium habe ich folgende Frage:
Die Substanz wird in Wasser gelöst. Warum wird vor dem eigentlichen Nachweis mit Weinsäure, woraus dann Kaliumtartat entsteht, noch Natriumhydrogencarbonat zugegeben? Gibt es dazu auch eine Formel?
Aus ähnlichem Grund: Beim Nachweis entsteht Kalium*hydrogen*tartrat, {KHC_4H_4O_6}, auch bekannt als Weinstein. Dieser bildet sich nur in einem bestimmten pH-Bereich; ich nehme an, das Natriumhydrogencarbonat soll dies gewährleisten.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2009, 17:15   #3   Druckbare Version zeigen
CoDI  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: Nachweise von Kalium und Aluminium

Vielen Dank!
Das hat mir schon sehr weitergeholfen!!

Zu Aluminium würde ich dann weiter folgende Formel aufstellen:
NH4 + [Al(OH)4]- -> NH3 + H2O + Al(OH)3
Wäre das korrekt?
Was ich immer noch nicht verstehe ist, warum das Ammoniumchlorid überhaupt zugegeben wird!? Die Aluminium-Ionen, die nachgewiesen werden sollen, sind doch schon vorher alle gebunden, oder?

Zu Kalium:
Ich habe gelesen, dass Natriumhydrogencarbonat zugegeben wird, weil dadurch andere Kationen als Carbonate ausfallen.. könnte das auch sein?
Kann mir das allerdings nicht erklären.

Grüße,
CoDi
CoDI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2009, 17:29   #4   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: Nachweise von Kalium und Aluminium

Hallo,

Zitat:
Zitat von CoDI Beitrag anzeigen
Zu Aluminium würde ich dann weiter folgende Formel aufstellen:
NH4 + [Al(OH)4]- -> NH3 + H2O + Al(OH)3
Wäre das korrekt?
Genau. Bis auf die vergessene positive Ladung des Ammoniumions.

Zitat:
Zitat von CoDI Beitrag anzeigen
Was ich immer noch nicht verstehe ist, warum das Ammoniumchlorid überhaupt zugegeben wird!? Die Aluminium-Ionen, die nachgewiesen werden sollen, sind doch schon vorher alle gebunden, oder?
Um es von anderen amphoteren Hydroxiden zu unterscheiden. {Al(OH)_3} fällt gerade in dem pH-Bereich aus, der sich mit Ammoniak und Ammonium einstellen läßt. Mit Zinksalzlösung würdest Du mit Natronlauge ähnliche Beobachtungen machen (Fällung von {Zn(OH)_2}, das sich dann unter Bildung von {Zn(OH)_4^-} löst), aber bei Zusatz von Ammoniumchlorid kann meines Wissens kein {Zn(OH)_2} wieder ausgefällt werden.

Zitat:
Zitat von CoDI Beitrag anzeigen
Zu Kalium:
Ich habe gelesen, dass Natriumhydrogencarbonat zugegeben wird, weil dadurch andere Kationen als Carbonate ausfallen.. könnte das auch sein?
Kann mir das allerdings nicht erklären.
Könnte natürlich sein, z.B. bildet Calcium ein schwerlösliches Carbonat. Allerdings ist auch Calciumtartrat schwer löslich (und in natürlichem Weinstein meist mit enthalten); es ist dann schon eine kniffelige pH-Angelegenheit, was unter welchen Umständen ausfällt.

Gruß,
Jürgen
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Alt 18.03.2009, 17:44   #5   Druckbare Version zeigen
CoDI  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
AW: Nachweise von Kalium und Aluminium

Danke für die guten Antworten!
Falls jm. noch eine weitere Anmerkung zu den Nachweisen hat,
kann er sie gerne schreiben!
Gruß,
CoDi
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