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Alt 18.03.2009, 14:21   #1   Druckbare Version zeigen
-JmC- weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
Frage Elektrolyse - wässrige Zink(II)-bromid Lösung

Hallöchen liebe Chemie-Leute
Ich habe mal ein paar Fragen. Im Unterricht haben wir einen Versuch, wie beschrieben durchgeführt und müssen diese Beobachtungen erklären.
Leider wissen wir gar nicht, warum wir so etwas beobachten konnten.
Wäre echt lieb, wen ihr antwortet und uns helfen würdet
Liebe Grüße

Wir haben den Versuch wie angegeben aufgebaut. Dann haben wir eine wässrige Lösung von Zink(II)-bromid hergestellt. Dazu haben wir ca. eine Spatelspitze Zink(II)-bromid in das Glas gegeben und mit etwa 60 ml destilliertes Wasser auf. Wir haben so viel von der Lösung n das U-Rohr gegeben, bis die Kohleelektroden 2-3 cm im Wasser eingetaucht waren. Dann haben wir einen elektrischen Stromkreis ohne Spannungsquelle und mit Amperemeter (Messbereich 200mA). Nun haben wir den Elektronenfluss gemessen. Danach haben wir das Amperemeter mit einer Spannungsquelle (4,5 Volt Flachbatterie) ausgetauscht. Wir haben beobacht was passiert. Anschließend haben wir das Amperemeter wieder gegen die Stromquelle ausgetauscht. Wir haben über einen längeren Zeitraum den Verlauf der Stromstärke beobachtet.

Beobachtung:
a) zu Aufgabe 2 (Versuchsbeschreibung):
- Das Amperemeter zeigt den Wert 0 an.

b) zu Aufgabe 3 (Versuchsbeschreibung):
- um die linke Kohlenelektrode färbt sich die Lösung gelblich.
- An der rechten Kohlenelektrode setzt sich ein weißlicher Stoff ab.
__________________
J1+ + M 1+ + C 1+
=
JMC 3 +
-JmC- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2009, 15:38   #2   Druckbare Version zeigen
Raeschen weiblich 
Mitglied
Beiträge: 26
AW: Elektrolyse - wässrige Zink(II)-bromid Lösung

Zunächst geschieht nichts, da überall die gleichen Lösungen mit der gleichen Konzentration vorhanden sind. Es liegt keine Spannung vor. Wenn ihr dann künstlich eine Spannung anlegt (Elektrolyse), dann reagieren am Pluspol Bromionen zu Brom -> Lösung wird gelblich. Am Minuspol werden Zinkionen reduziert. Diese setzen sich dann an der Elektrode ab.
Raeschen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2009, 15:39   #3   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: Elektrolyse - wässrige Zink(II)-bromid Lösung

Hallo,

Zitat:
Zitat von -JmC- Beitrag anzeigen
...
b) zu Aufgabe 3 (Versuchsbeschreibung):
- um die linke Kohlenelektrode färbt sich die Lösung gelblich.
Da ich nicht weiß, wie herum Ihr die Elektroden an die Batterie geklemmt habt, sind Angaben wie "linke Elektrode" oder "rechte Elektrode" wenig hilfreich. Die Elektroden solltest Du mit "(+)-Pol" und "(-)-Pol" bezeichnen. In diesem Fall gehe ich davon aus, das es sich um den (+)-Pol handelt - da wird Bromid zu Brom oxidiert, das sich in Wasser mit gelblicher, in höheren Konzentrationen bräunlicher Farbe löst.

Zitat:
Zitat von -JmC- Beitrag anzeigen
- An der rechten Kohlenelektrode setzt sich ein weißlicher Stoff ab.
Das ist ein wenig seltsam: Am (-)-Pol sollte sich Wasserstoff entwickeln. Kann es sein, daß sich die Elektrode mit kleinen Gasbläschen belegt hat, die weißlich ausgesehen haben? Es ist bei Versuchen wichtig, möglichst genau zu beobachten.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 15:08   #4   Druckbare Version zeigen
brainiac94 Männlich
Mitglied
Beiträge: 4
AW: Elektrolyse - wässrige Zink(II)-bromid Lösung

Ahhhh... der Zinkbromid-versuch....

Das haben wir letztes jahr gemacht....
also pass auf:

In der Lösung befinden sich Zn2+-Ionen und Br--Ionen.
Die positiven Zinkionen werden aufgrund ihrer Ladung vom Minuspol angezogen und dort "entladen", d.h. aus den Ionen werden wieder Zinkatome.
Zn2+ -> Zn + 2 e-
Das zurückgewonnene Metall setzt sich kristallförmig als "weißlicher Stoff" an der Kathode ab. Das gleiche mit den Bromid-Ionen, nur umgekehrt: die werden vom Pluspol angezogen und dort entladen, dabei entstehen Brom-Atome, also elementares Brom, das ist der gelbliche Stoff.
2 Br- -> 2 Br + 2 e-

Danach müsstet ihr noch eine Spannung festgestellt haben, als ihr die Batterie entfernt habt, stimmts?
brainiac94 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 15:22   #5   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: Elektrolyse - wässrige Zink(II)-bromid Lösung

Hallo,

Zitat:
Zitat von brainiac94 Beitrag anzeigen
Die positiven Zinkionen werden aufgrund ihrer Ladung vom Minuspol angezogen und dort "entladen", d.h. aus den Ionen werden wieder Zinkatome.
Zn2+ -> Zn + 2 e-
Das zurückgewonnene Metall setzt sich kristallförmig als "weißlicher Stoff" an der Kathode ab.
Daß an Kohleelektroden Zink abgeschieden werden soll, würde mich wundern - bist Du da ganz sicher?

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 15:50   #6   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Elektrolyse - wässrige Zink(II)-bromid Lösung

An der Kathode ist das passiert, was auch theoretisch zu erwarten ist - es entstand Zinkhydroxid.

Gruß,
Franz
__________________
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FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 16:09   #7   Druckbare Version zeigen
juergen64  
Mitglied
Beiträge: 657
AW: Elektrolyse - wässrige Zink(II)-bromid Lösung

Hallo,

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
An der Kathode ist das passiert, was auch theoretisch zu erwarten ist - es entstand Zinkhydroxid.
... und daneben zwangsläufig Wasserstoff. Hatte ich also doch nicht ganz unrecht, auch wenn ich nicht an festes Hydroxid gedacht hatte.

Gruß,
Jürgen
juergen64 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2009, 13:03   #8   Druckbare Version zeigen
-JmC- weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Elektrolyse - wässrige Zink(II)-bromid Lösung

Ich habe ncoh eine Frage dazu.
Nachdem wir den Stromkreis unterbrochen habn, also die Batterie weggelassen haben und hat die Leitung immernoch geleitet. Jedoch zeigte das Amperemeter von zeit zu zeit einen immer niedrigeren Wert an.
Bitte schnell Antwort.
__________________
J1+ + M 1+ + C 1+
=
JMC 3 +
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