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Alt 02.04.2009, 18:05   #16   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Hallo, zugleich bitte ich um Entschuldigung für den Doppelpost.
Ich werde morgen die Ergebnisse meines mittlerweile erfolgreichen! abgeschlossenen Experiments posten. Habe aber jetzt erst einmal eine dringende Frage.

Ich hatte eine Gasspürpumpe mit einem Hubvolumen von 100cm3. Aus meinem Glasröhrensystem habe ich 70ml abgesaugt, die restlichen 30ml musste ich aus der normalen Luft nachsaugen, um den vollen Hub der Pumpe durchzuführen. Nach dem Einsaugen der 70ml wurde in der Skale 0,01Vol% angezeigt(ich habe die CO-Konzentration gemessen). Nach dem Einsaugen der restlichen 30ml hat sich an der Anzeige nichts geändert. Nun stehe ich etwas aufm Schlauch. Ich denke ja, dass der Messwert durch das Nachsaugen von normaler Luft verfälscht wurde.

Wie rechne ich jetzt aber die Konzentration korrekt hoch auf 100ml?(Ich gehe davon aus, dass sich der Messwert auf einen vollständigen Hub der Pumpe bezieht.)

0,01Vol% von 70ml sind ja 0,007ml. Dies durch 100ml macht 0,007Vol%, also eine geringere Konzentration. Irendwie vermute ich aber, dass sie sich im Gegenteil erhöhen müsste, da ja eigentlich noch mehr CO angesaugt worden wäre, wäre mein System größer gewesen. Was ist also als tatsächliche Konzentration richtig, eine kleinere oder eine höhere als die, die nach 70ml angezeigt wurde?

mfg Kleriker
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Alt 02.04.2009, 18:12   #17   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Eins muss klar sein: dass man kein CO isolierten kann, wenn gleichzeitig Sauerstoff anwesend ist und die Temperatur so hoch...

Gruß,
Franz
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Alt 02.04.2009, 18:24   #18   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Nach dem Erhitzen wurde dem Gasgemisch in dem System ausreichend Zeit zur Abkühlung gelassen! Sonst hätte ich ja die Pumpe beschädigt. In der Anlage ist die Anleitung des Prüfröhrchens(falls Sie sich die Querempfindlichkeit durchlesen wollen etc.). Mit was hätte denn das Diiodpentoxid ihrer Meinung nach reagiert haben müssen?
mfg

Edit: Könnten Sie die Frage nicht bitte trotzdem beantworten? Einfach Zwecks der Umrechnungslogik.

Edit-2: Durch das Sytem wurde vor dem Erhitzen CO2 gepumpt. Sauerstoff kann also maximal entstanden sein, wenn das Kobaltferrit O-Atome abgegeben hat. Für den Fall, Sie gehen von O2 aus der normalen Luft aus. Diese kam erst dazu, als bereits CO nachgewiesen worden war.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf 9022502_11_2001_MUL027.pdf (177,7 KB, 3x aufgerufen)

Geändert von Kleriker (02.04.2009 um 18:30 Uhr)
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Alt 02.04.2009, 18:30   #19   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Wie hast Du denn das Experiment durchgeführt? Luft durch glühendes Cobaltferrit gesaugt (so habe ich es verstanden...).

Gruß,
Franz
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Alt 02.04.2009, 18:40   #20   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Ich hatte Kobaltferrit in einem Porzellanschiffchen, dieses befand sich in einem Duran-Verbrennungsrohr. Links und rechts, also auf beiden Seiten des V-Rohres, war je ein Kolbenprober angeschlossen. Dann habe ich CO2 durch dieses Sytem gepumpt, die normale Luft wurde also zur einen Seite herausgedrückt. Dann CO2 abgestellt, Schlauch abgeklemmt, Kolbenprober auf dieser Seite auch angeschlossen, und Schlauch wieder entklemmt, dann erhitzt, und mittels der Kolbenprober das CO2 hin und her gedrückt zwecks besserer Ausbeute an CO. Hier ein Bild des Aufbaus im Anhang.

Nach dem Erhitzen wurde der Schlauch rechts vom V-Rohr abgeklemmt, der Kolbenprober durch das Prüfgerät ersetzt und gemessen und dann wurde das System links vom V-Rohr geöffnet, um wie bereits gesagt 30ml normale Luft nachsaugen zu lassen.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 101 - 3.Versuch Erhitzen.jpg (151,4 KB, 10x aufgerufen)
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Alt 02.04.2009, 18:52   #21   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Nun gut, mit purem CO2 hätte es funktionieren können.

Das Messgerät misst die Menge an CO, die im durchgesaugten Volumen vorhanden war. Dazu muss man natürlich nur das Volumen berücksichtigen, das auch tatsächlich CO enthielt.

Gruß,
Franz
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Alt 02.04.2009, 19:00   #22   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Nun gut, mit purem CO2 hätte es funktionieren können.

Das Messgerät misst die Menge an CO, die im durchgesaugten Volumen vorhanden war. Dazu muss man natürlich nur das Volumen berücksichtigen, das auch tatsächlich CO enthielt.

Gruß,
Franz
Wollen Sie mir etwa nicht gönnen, dass es funktioniert hat?^^

Also ist es korrekt zu sagen, bezogen auf die 70ml herrschte eine CO-Konzentration von 0,01Vol% und damit waren 0,007ml CO vorhanden?
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Alt 02.04.2009, 19:06   #23   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Eigentlich bezieht sich die Anzeige auf das volle Hubvolumen (100 ml).

Die effektive Konzentration muss daher mit 100/70 multipliziert werden, würde ich sagen.

Gruß,
Franz
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Alt 03.04.2009, 08:27   #24   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.444
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Hast Du eine Blindprobe bei der CO Messung durchgeführt?
Also gleicher Versuchsaufbau und Durchführung, nur ohne Kobaltferrit.

Ich vermute, da kommst Du auf das gleiche Messergebnis.
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2009, 16:06   #25   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Ich habe lediglich vorher eine Messung mit der normalen Luft durchgeführt, diese war komplett negativ, also 0,0 , zum Glück^^.
Der Sinn einer Durchführung nur ohne das Kobaltferrit erschließt sich mir nicht, das habe ich auch nicht gemacht. Was habe ich davon nur Glas und CO2 zu erhitzen?
mfg
Kleriker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2009, 03:09   #26   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Zitat von Kleriker Beitrag anzeigen
Der Sinn einer Durchführung nur ohne das Kobaltferrit erschließt sich mir nicht, das habe ich auch nicht gemacht. Was habe ich davon nur Glas und CO2 zu erhitzen?
mfg
Den Sinn von Blindproben haben die DNA-Laboratorien vermutlich auch nicht eingesehen, bevor eine bislang unbekannte chinesische Packerin mehrfachen Mordes und diverser weiterer Straftaten bezichtigt wurde....

Blindprobe bedeutet den Versuchsablauf so genau wie nur irgend möglich durchzuführen, nur ohne die entscheidende (oder verdächtige) Substanz. Paradoxerweise gehen einem nach der Durchführung des "Blind"-Versuches oft die Augen auf und man sieht ... meist was man nicht sehen wollte!
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2009, 13:13   #27   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Aber habt ihr auch daran gedacht, was in diesem speziellen Fall eine Blindprobe, bei der CO in einer ähnlichen Konzentration nachgewiesen worden wäre, bedeutet hätte?
http://de.wikipedia.org/wiki/Borosilikatglas

Dafür gäbe es ja dann nur 2 Erklärungen:
1. Das Erhitzen von CO2 mit einem Brenner führt zur Entstehung von CO.
2. Die Oxide in dem Borosilikatglas(zumindest eins von diesen Oxiden) funktioniert bezüglich der erhofften Wirkung(CO2-Reduktion) genauso gut wie das Kobaltferrit.

Beide Erklärungen würden ja bedeuten, dass es noch viel einfacher wäre, CO für die Methanolherstellung zu gewinnen. Warum machen sich die Forscher(siehe Eröffnungspost) dann nur diese Umstände? Sicherlich hätte ich dann die Wirkung des Kobaltferrit als Katalysator nicht bewiesen, was mir dann aber trotzdem sowas von egal wäre, weil ich ja dann deren Verfahren verbessert hätte. Man sieht also, Blindprobe ist nicht gleich Blindprobe.

Wenn ihr jetzt immernoch einen Sinn in der Durchführung einer Blindprobe in diesem Fall seht, bitte erklärt es mir. Solche allzu allgemeinen Erläuterungen wie im vorigen Post dürften dazu jedoch nicht dienen.
Kleriker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2009, 13:50   #28   Druckbare Version zeigen
Bitti Männlich
Mitglied
Beiträge: 881
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Zitat von Kleriker Beitrag anzeigen
1. Das Erhitzen von CO2 mit einem Brenner führt zur Entstehung von CO.
genau das passiert auch.
Zitat:
Zitat von Kleriker Beitrag anzeigen
Wenn ihr jetzt immernoch einen Sinn in der Durchführung einer Blindprobe in diesem Fall seht, bitte erklärt es mir. Solche allzu allgemeinen Erläuterungen wie im vorigen Post dürften dazu jedoch nicht dienen.
Der Sinn der Blindprobe ist ja das du evtuell feststellst, das das Erhitzen von CO2 auch CO entwickelt. Und du glaubst doch nicht etwa, dass sich die Forscher mit einer so geringen Ausbeute zufrieden geben oder? Der Sinn dieser Kobaltferrit "anlage" besteht ja darin mit relativ wenig Energieverbrauch möglichst viel C im CO2 zu reduzieren und O im CO2 zu oxidieren.

Die Ratschläge die dir hier erteilt werden sind mit Sicherheit nicht böse gemeint. Überdenk doch selber mal, ob sich das für Forscher Lohnen würde bei einer Ausbeute von 0,014%Vol.

Tu dir selbst einen Gefallen und mach die Blindprobe

Gruß Daniel
Bitti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2009, 17:56   #29   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Hmm, im Nachhinein wäre es schon interessant nachzuprüfen, welcher Messwert sich bei der Blindprobe ergibt und ihn mit dem anderen zu vergleichen. Jedoch habe ich meine Prüfung(zu der dieses Experiment war) vor ein paar Tagen bereits abgelegt und jetzt sind 2 Wochen Ferien. Leider bin ich davon ausgegangen, dass die CO-Entstehung nur mit einem Katalysator funktioniert.

So ganz allgemein wären vereinzelt etwas mehr Informationen/Erläuterungen eurerseits hilfreich. Es fällt mir manchmal schwer, die Hintergründe von Anmerkungen, die ihr mir freundlicherweise gebt, zu erkennen.

mfg
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